Reya Dawnbringer

Magic the Gathering in Dresden und Umgebung

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Aktivitäten zur Rettung der Magic-Szene (oder so)

Kurz vor dem Jahreswechsel trafen sich ein paar Leute beim Mario im Hole of Fame, um über Möglichkeiten zur Belebung der Magic-Szene in Dresden, Leipzig bzw. Sachsen generell zu diskutieren. Dabei wurde vorgeschlagen, eine Art Tauschbörse abzuhalten. Dieser Vorschlag wurde von vielen der Anwesenden begrüßt.
Was soll nun Sinn dieser Tauschbörse sein? Vorrangig natürlich, dass sich die Magic-Spieler in großem Rahmen treffen, Karten tauschen, schwatzen und vielleicht auch ein bisschen Magic spielen.
Weil diese Aktion nun möglichst viele Spieler ansprechen soll, gehen an diese (also euch) folgende Fragen:

  • Wann soll das ganze stattfinden? (Allzu weit nach hinten schieben wollen wir's ja nicht - wäre "Während der Winterferien im Februar" ein guter Zeitrahmen?)
  • Wenn ein wenig Magic gespielt werden soll, wie würdet ihr euch das vorstellen? Ein Turnier (welches Format)? Freies Spielen? ...
  • Weitere Fragen, die mir jetzt noch nicht einfallen.

Stattfinden wird das ganze wohl im Hole of Fame. Ich hoffe auf eine rege Beteiligung in den Kommentaren.


Martin Golm, 03. Januar 2008


Kommentar von Martin Heruth am 03. Januar 2008

Also um ehrlich zu sein: Eine Tauschbörse allein würde mich nicht von Leipzig nach Dresden locken (was allerdings auch an der geringen Größe meines Kartenbestandes liegt). Ein parallel laufendes Turnier (Standard oder Draft) reizt dann schon eher.

Kommentar von Axel Winkler am 03. Januar 2008

Ich denke auch, dass eine Tauschbörse nicht ausreicht. Wie wäre es denn mit einem Magic-Workshop für "Neulinge" (ggf. auch für welche ohne Turniererfahrungen)??? Wobei die alten Hasen ebenfalls vertreten sein können. Man könnte nebenbei tauschen, ein "Alten"-Turnier durchführen und somit die jüngeren Spieler an die Events heranführen.

Kommentar von Martin Golm am 03. Januar 2008

Natürlich ist das nicht ausschließlich als Tauschbörse gedacht - gespielt werden soll definitiv auch. Aber vielleicht gibt es ja Leute, die eben nur des Tauschens wegen kommen würden, zu Turnieren aber nicht gehen, weil es da nie Gelegenheit zum Tauschen gibt.
Es muss auch nicht unbedingt ein sanktioniertes Turnier sein; vielleicht fällt ja jemandem ein lustiges Format ein, das sich auch an schmale Geldbeutel und kleine Kartenpools richtet. (In diese Kategorie fallen "normaler" Draft oder Standard eher nicht.)

Kommentar von Farid am 03. Januar 2008

Wir in Leipzig werden wohl auch solch eine Tauschbörse durchführen. Und da stellen sich die selben Fragen auch an die Leipziger, nur dass da das Ganze wohl im Spielzeugland Werner stattfinden wird.

Da ist halt immer noch die Frage, wie wir da möglichst viele Leute zusammenbekommen. Es ist ja das Ziel möglichst die Küchentisch-Magic-Spieler hervorzulocken, und diese längerfristig auch zu Turnieren, zumindest zu FNMs, zu bewegen.

Auch stellt sich immer noch die Frage ob einfach "Große Tauschbörse" reicht. Oder wir, wie von MiDi schon angesprochen, noch eine Art "Gag" benötigen was die Spieler anziehen könnte.
Auch da ist mir keine Idee gekommen, aber vielleicht hatten andere schon einen Geistesblitz?

Die Idee mit dem "Guru" gefiel mir übrigens gut. Ich bin mir sicher, dass da draußen nicht nur ignorante Leute rumrennen, die jede "Pimp-my-Deck" und "Pimp-my-Gameplay" Aktionen in den Wind schlagen.
So eine Art Worshop zu der Tauschbörse vielleicht?

Das wichtigste wird wohl Werbung sein. Aber ohne feste Termine geht das natürlich nicht.

Kommentar von Tobi am 04. Januar 2008

Hallo,

also ich kann nur für eine handvoll Freiberger sprechen, aber die gehören ja nun auch mal mit zu Sachsen. Ich schlage hier schon immer die Werbetrommel, um neue Leute in unsere Spielegruppe zu locken.

Die Idee einer Magicbörse finde ich generell sehr genial, aber für uns stellt sich die Geldbeutelfrage auch immer wieder. Keiner von uns hat ein Auto. Das heißt wir sind auf die DB angewiesen. Sowas kostet schon mal einen gewissen Betrag, den man immer in die Gesamtkosten des laufenden Events in Dresden(DD wegen der Nähe), mit einrechnet. Um das Verständnis zu schüren: Wir sind entweder Studenten oder arbeitslos, daher immer an der kurzen Leine.

Die Prerelease-Turniere im Hole werden immer gut besucht von uns (das kann Mario bestätigen). Da lohnt sich z.B. immer eine Fahrt und auch entstehende Kosten lohnen sich. Ich weiß, dass meine Leute hier(bis auf Wolle) nicht den Pool besitzen um im Constructed mitmischen zu können. Daher bleibt für uns dann sicherlich nur das Format Limited für eine eventuell stattfindende Börse übrig.

Ich kann generell mal fragen, was von meinen Schäfchen(ich nenne sie mal so :-) gewünscht wird.
Außerdem kann ich ja mal eine Anzeige über unsere Uni-Zeitung schalten um noch mehr Leute zu aktivieren.

Ich persönlich könnte mir auch Formate wie Rainbow Stairwell, Meelee(Angriff links, verteidigen rechts) oder auch Highlander für die Börse vorstellen. In dem Zusammenhang könnte man evtl. eine "Börse" eh ein wenig mehr zu einem kleinen Event erweitern.

Um einen Lösungsvorschlag für das Reiseproblem zu finden, könnte man das ganze ja zentral stattfinden lassen. Vielleicht Chemnitz? So müssten zwar alle sich auf den Weg begeben, aber eben nur eine gewisse Strecke.

Abschließend möchte ich sagen, dass wir Freiberger die "Wiederbelebung" der Magicszene in Sachsen untersützen!!

Winterliche Grüße,

Tobias




Kommentar von Philipp S. am 05. Januar 2008

Hi,

also ich find die Börse wäre echt eine gute Idee. Allerdings würde ich die eher nicht in Chemnitz machen den zentral, finde ich, ist da Dresden schon eher. Parallel sollte dann auch schon ein Turnier stattfinden. Ich persönlich wäre da sehr für Highlander, den das Format macht auch superviel Spaß, man hat aber leider kaum Möglichkeiten das im Osten mal auf einem Turnier zu zocken.

Alternativ könnte ich mir auch so etwas vorstellen:

+ Betreuter Draft oder limited mit Pick-Diskussion, evtl. auch simuliert (mit Proxies) und mit kleinem Obulus für Preise

+ two-headed giant in Format ???


Was den Zeitraum anbetrifft: Wenn es nach mir ginge nach dem 23.02., weil da meine letzte Prüfung stattfindet. ;-)

Gruß

Philipp

Kommentar von Olaf am 05. Januar 2008

Was die anzubietenden Gimmicks betrifft, kann man sich bei Wizards ja Ideen klauen. Wie wäre es mit Sealed-Gunslinging gg. MiDi oder Mario Zemke (gg)?

Kommentar von Tobi am 05. Januar 2008

Hmm, na ich meinte zentral vom Bahnnetz her. Ich habe das gerade mal überprüft. DD <--> L war das billigste 20 Euro. DD <--> Ch 12,zerquetscht L <--> Ch 14,zerquetscht. Da kann dann keiner über Fahrpreise zetern.

Ich bin immernoch für das Rainbow Stairwell Format. 1. weil es innovativ ist und 2. ist es Singleton und verlangt keine überdimensionierten Kartenpools.

Kommentar von Moritz K. am 05. Januar 2008

Also erste ma allen ein schönes und gesundes neues Jahr...
So nun zu diesem Tausch-Börsen-Dingens: also ich finde die idee sehr gut. 1. viele leute kommen zusammen und somit mal nen paar neue Karten in Umlauf^^ 2. man könnte, wie schon oben gesagt sowas mit einem Tunier kombinieren... dazu 3. ich würde es nicht bei einem Tag belassen und schon gar nicht bei einem Tunier. Ich mein das klingt jetzt vlt nen bissel hochtrabend aber man könnte ja sowas wie nen Sachsen-Magic-Festival machen ^^ also mit ordentlicher Verpflegung usw. dazu könnten am ersten Tag solche Standart-Tuniere wie t1,t1.5,t2 und extendet gespielt werden (Tagsüber) abends is dann Draft und/oder Sealt und dann kann man weggehen einen trinken oder was die Stadt sonst so zu bieten hat. Schlafen kann man in Jugendherbergen und das kann jeder bezahlen der Magic spielt! Am nächsten Tag is dann sowas wie Fun-Tuniere oder irgendeine Tunier-Combo für die man sich qualifizieren musste am ersten Tag (halt so ähnlich wie nen GP oder so). Nebenbei gibts halt Sideevents und endlos tauschen usw. Das is jetzt nur nen Vorschlag aber man kann ja an alllem noch rumfeilen ^^
schöne grüße und WARUM MÜSSEN DIE TUNIERE VOM STEFFEN SONNTAG SEIN :'( ich will auch mitspielen kann aber nicht wegen Bund - Schade Moritz

Kommentar von Duodax am 06. Januar 2008

Diese "Küchentisch-Spieler", oder wie auch immer ihr sie nennt, sind in der Tat nur sehr schwer an Turniere heranführbar.
Erst neulich sah ich im Comic-Combo 4 Magic-Spieler, die sich einfach mal 2 Displays gekauft haben und sie zum Spaß verdraftet haben. Nach einem kurzen Gespräch meinerseits, ob ich denn auch mitdraften könne, haben sie gemeint: "Na klar, wir brauchen noch einen 4.-ten Mann für unser 2on2!" Nachdem ich mir ihre "Regeln" erklären ließ (z.B. mindestens 65 Karten im Deck), spach ich sie darauf an, warum sie denn keine Turniere mitspielen, bei ihrem großen Kartenpool. Als Begründung kam dann: "Wir haben nach Mirrodin aufgehört und mögen diesen neumodischen Kram nicht."
Danach kamen dann noch solche Erklärungen wie: "Wandelwichte? Das sind doch nach unseren Regeln Mauern und Mauern KÖNNEN nicht angreifen, so also ob es impliziert wäre. Danach erklärte ich ihnen das Schlüsselwort "Verteidiger" und dass das ja alles geändert wurde aber, die Spieler spieten ja nach den "alten" Regeln...
Wenigstens war dann mein Teampartner verständnisvoll, als ich ihm erklärt hatte, dass er in seinem grünen Deck die Kurve aus Mongoose, Mongrel und 3 Mana 3/3 ohne Drawback legen soll, währen ich mit meinem Red Deck Wins die Blocker und schließlich auch die Gegner ausgebrannt hab..

Alleine gegen drei Leute anzureden, bringts dann irgendwie doch nicht. :-(

Kommentar von Der MiDi am 06. Januar 2008

Zunächst einmal möchte ich die rege Beteiligung an all diesen Diskussionen der letzten Zeit loben, die auch - zumindest meiner Meinung nach - durchaus produktive Ansätze nach sich ziehen.
Doch zurück zum Thema: WO? Nun, ich denke, man sollte es zunächst dort machen, wo die Spieler sind. Also in Dresden UND Leipzig. Ich persönlich glaube nämlich nicht, dass der normale Küchentischspieler in die jeweils andere Stadt fahren würde. Eine faire Mittellösung sehe ich auch nicht, zum einen wg. gerade Angesprochenem, zum anderen weil es auch Organisatorisch für uns deutlich einfacher ist, das in DD & LE zu machen als bspw. in Chemnitz.
WANN? Das alte Problem. In den (Schul)ferien hat immer den Vorteil "keine Schule" (ja, hier lernt man noch was), also Zeit. Allerdings gerade im Winter bedeutet das wohl auch Urlaub. Danach wirds allerdings terminlich schwierig, da ja auch ein PTQ ansteht, danach GP Wien usw. aber ein Samstag wird sich sicher finden lassen.
Theoretisch könnte man das auch mal in der Woche machen, so gegen 18.00 (damit alle auch wirklich Schule/Uni/Arbeit geschafft haben), kommt aber auch ein wenig drauf an, was man macht.
WAS? Tauschbörse o.k., doch was dazu. Gunslingen eher nicht, weil da m.E. die Berühmtheit der genannten Personen überschätzt wird und so für mich kein Anreiz bestehen würde (also nicht für mich, ich würde den El zu gerne fordern, aber für unseren Zielgruppen-Spieler (ZGS), der noch nie was von Zemke oder Diezel oder sonstwem (natürlich mit Ausnahme vom Kai) gehört hat.
Workshops sind da für mich schon attraktiver, wobei sich da in der Praxis gezeigt hat, dass die erschreckend schlecht angenommen werden. Die Jugend von heute weiß halt schon alles...
Wobei gerade im Limited sich sowas schön machen liese, theoretisch auch im Constructed (Deckbau-Tipps?)
Turniere würde ich ganz bewusst nicht machen, weil da viele ZGS eine Art Allergie dagegen haben. Wenn Spielen dann eher so was wie ein dickes Grand Melee mit kleinen Preisen oder so.
Die Idee vom Moritz ist da z.B. viel zu weit gegriffen (aber deswegen nicht aus der Welt, etwas in dieser Art ist in der Planung - nur mit einem ganz anderen Hintergrund...)
Soweit erstmal von mir, bitte diskutiert eifrig weiter, dann wird das was...

Kommentar von Farid am 06. Januar 2008

So wie es aussieht müssen wir die ZGS wohl etwas klassifizieren.

Spieler die, wie Duodax beschreibt, was gegen den "neumodischen Kram" haben und mit "ihren eigenen Regeln" spielen wirst du wohl nie zu Turnieren kriegen. Genauso wie die "ich spiel aber Vintage"-Spieler für die Magic "Dark Ritual-Entomb-Exhume" bedeutet.
Auch werden solche Spieler sich eher nichts erzählen lassen. Dafür spielen sie wohl zulange Magic in ihrer festgefahrenen Denkweise.

Aber wichtig wäre wohl dass man erstmal viele Leute zusammenbekommt, auch mit Personen oben genannter Gattungen. Zumal diese Leute sicher auch tauschen wollen. Man muss halt nur kontrollierend eingreifen, damit andere Spieler nicht abgeschreckt werden.
Das kann von "Wir spielen aber mit neuen Regeln!" bis "Aber das Deck möchte ich hier bitte nicht mehr sehen." sein. Vielleicht oder sogar sicher werden dann diese Spieler nicht mehr kommen, aber wie gesagt zur ZGS gehören sie wohl nicht.

Wer aber gehört zur ZGS? Man kann dann wohl grob sagen: Alle anderen. Nur können da vom "Ich hab erst 200 Karten"-Kleinkind über "Ich hab hier das Super-Thalliden-Deck auch mit 4ofs aus Fallen Empires"-Casual Zocker bis hin zum "Ich hab da so ein Affinity-Deck im Internet gefunden und mir die Karten dazu gekauft" alles dabei sein.
Und insbesondere können die Powerlevel der Casual-Decks extrem schwanken.
Die alle bei der Stange zu halten geht sicher nur über Masse!

Limited-Workshops sind sicher super zu machen (besonders Sealed Deck). Aber da muss die Bereitschaft zu Turnieren schon da sein.

Allgemein denke ich, dass Workshops selbst schon einen nächsten Schritt gegenüber der Tauschböre darstellt. Denn erst auf der Tauschböre selbst kann ausgelotet werden, was denn die Spieler eigentlich wollen.
Da hilft leider nicht immer ein "Ey Du, wie müsste ein Workshop aussehen, damit Du daran teilnimmst." weil die Leute das oft selbst nicht beantworten können.
Das Ganze geht wohl nur über gute Beobachtungsgabe und die Möglichkeit das Beobachtete richtig auszuwerten.

Kommentar von Daarther am 07. Januar 2008

Im Hole gibts doch so viele Commons ^^..warum daraus nicht Booster Basteln und dann sozusagen ein Einsteigerturnier veranstalten... für ein Euro Sealed commons aus allen editionen, oder sowas in der Richtung? Da hat jeder die Gleiche Chance und niemand weiß was er bekommt! Ausserdem können so evtl. Neulinge leicht an Magic herangeführt werden...

Kommentar von Martin Heruth am 07. Januar 2008

Ich würde mich auch für Sealed Workshops aussprechen, weil dabei nicht nur absolute Neulinge was dazu lernen können. Das von Midi angesprochene Grand Melee halte ich ebenfalls für sehr geeignet, denn gerade solche Multiplayerformate sind doch oft bei den ZGS beliebt. Regeln müssten dann noch mal genau erklärt werden. Grundsätzlich ist das ja schon ein relativ gut gefülltes Rahmenprogramm zur Tauschbörse. Und wer von den Turnierspielern darauf kein Bock hat kann schließlich immernoch sein T2 Deck mitbringen. Da findet sich garantiert jemand.
Zum Zeitlichen: Ferienzeit ist schon gut gewählt. Wenn man das gleich zu Beginn der Ferien veranstaltet dürfte die Anzahl der Urlauber, die nicht kommen können auch sehr gering sein.

Kommentar von Bernd das Brot am 07. Januar 2008

Mit einer Tauschbörse alleine motiviert man niemand 50 bis 150km quer durch Sachsen%Co zu fahren. Der Gag muss tatsächlich her! Der El wäre sicherlich super, aber leider wahrscheinlich schon für das Jahr 2008 ausgebucht (Er jobt höchstwahrscheinlich als Stripper für weibliche Gäste im Angels).
Mal ne naive Idee: Das Discoprinzip - 5 Euro zahlen - für 15 Euro saufen (Gutscheinsystem). Man macht gefühlte 10 Euro "Gewinn", was auch für längere Fahrten motivieren könnte.
Das bedeutet natürlich,dass man irgendwas anbieten muss.
Produkte: Essen und Trinken, Tombola, Funturniere (Motivation der Teilnahme über Sachpreise),Pokerrunden,Sealed Deckbautraining und vielleicht bekommt man auch einen Beamer und kann an Videoschulung für Gameplay abhalten.
Wenn man Leute ins Haus bekommen will, die man durch gewöhnlichen Maßnahmen nicht erreicht, dann sollte m.M.n. auch andere Wege gehen. Weg vom Sit-in-Arena- und Turniercharakter und hin zum Event. Dem potenziellen Kunden muss suggeriert werden, dass für sein Geld etwas geboten bekommt. (Ja, du zahlst Eintritt, aber! du bekommst das das das das und wenn du willst noch das das und das!)
Gebt dem ZGS das Gefühl, dass er etwas bekommt - Nicht dass man ihn als Humankapital in Sachen Magic braucht.

Nicht vergessen sollte man natürlich, dass man die fiktiven 10 Euro Gewinn des Kunden auch unauffällig zurückgewinnt, was natürlich auch höhere Preis im Verkauf bedeutet (Lospreise, Kaffeepreise,Turnierpreise,etc.). Vielleicht könnte durch eine Kooperation mit dem local Trader ein Teil der Kosten gedeckt werden.
Die 5 für 15 Variante (beliebig andere Zahlen möglich) sollte auch den Effekt haben, dass die Leute nicht nach 10 Minunten wieder abhauen. Das Prinzip kennt ihr ja alle ("Ich hab dafür gezahlt, also esse ich auch auf")

Die Idee noch zu undurchgestylt, gibt aber vielleicht Impluse für die weitere Diskussion.

Kommentar von Martin Golm am 13. Januar 2008

Ich persönlich bin ja nicht der Meinung, dass Workshops das richtige Mittel sind. Dann eher würde ich so was machen wie ein 2HG-Sealed-"Turnier", in dem beide Spieler halt ihre Decks gemeinsam bauen und der etwas erfahrenere Spieler dem etwas unerfahreneren zeigt, worauf beim Deckbau zu achten ist. Das bleibt dann natürlich beim Deckbau nicht stehen, sondern setzt sich beim Spielen fort.
Für das Problem, dass Spieler mit einem für T2 illegalen Deck beim FNM auftauchen und dann nicht mitspielen können, sehe ich direkt noch keine Lösung. Dafür war ja eigentlich Gateway (was früher die Arena-Liga war) gedacht, aber so, wie Gateway letztlich (hier in Dresden) gelaufen ist, war das kontra-produktiv, denke ich. Da ging es letztlich nicht ums Spielen, sondern ums Gewinnen der Preiskarten. Dass ein Chris Klimke in diesem Zuge einfach mal 200 Eternal-Rating-Punkte gewinnt, ist definitiv nicht Sinn der Sache gewesen. (Auch wenn das Eternal-Rating eher irrelevant ist.) Prinzipiell halte ich aber genau diese Gateway/Arena-Idee für den richtigen Weg. Mal sehen, ob sich da irgendwie noch was draus machen lässt.

Kommentar von Thomas Bening am 17. Januar 2008

Hi Magic-Spieler ich möchte mich auf diesem Wege an eurer Diskussion beteiligen und mich aber zuvor kurz vorstellen:

Ich spiele seit etwa einem Jahr Magic, zähle mich also zu den Neulingen in der Magic-Szene. Ich habe keine große Turnier-Erfahrung, da ich in Riesa wohne und die Magic-Szene hier zusammengebrochen ist. Kurz gesagt, ich kenne niemanden in meiner Heimatstadt bzw. Umgebung der Magic spielt. Ich höre immer nur (z.B. von diversen Spielwarenlädenbetreibern) da waren mal welche die haben Magic gespielt, aber die gibt es nicht mehr... Magic-Karten in Riesa zu kaufen ist so gut wie aussichtslos. Turniere gibt es auch keine.
Daher hab ich mal im www gestöbert und bin auf eure Seite gestoßen. War jetz auch schon mal zum FNM im Hole-Of-Fame (einige von euch haben daher vielleicht schon mal was von mir gehört).

So weit so gut, jetzt was zum eigentlichen Thema:
Was ist der Grund für die schrumpfende Magic-Szene?
Ich finde, dass die Vertreiber von Magic und die Szene an sich viel zu wenig für Anfänger machen. Und dort liegt das Problem. Das ist wie bei einem Sportverein. Wenn ich nichts in meine Kinder-/Jugendmannchaften investiere, wird mein Verein immer Kleiner, weil die "alten Hasen" irgendwann mal austreten, wegziehen, keine Lust mehr haben... (Spieler einkaufen funktioniert in der Magic-Szene nicht :-)
Ergo, man braucht neue "frische" Spieler. Das ist natürlich ein länger andauernder Prozeß und geht nicht von heute auf morgen, kostet also Zeit und Geduld.
Ein weiterer Grund für die schwindende Magic-Szene ist natürlich die Konkurrenz (andere Sammelkartenspiele die ich hier nicht nennen will). Aber unmittelbar gegen diese kann man nichts tun. Damit muss man leben.

Wie sollte man Vorgehen?
Man lockt keine absoluten Neuling mit einer neuen Edition/Erweiterung (mit wieder neuen Regeln/Begriffen), oder mit Turnieren in die "Spielhallen der Profis". Jedenfalls nicht am Anfang. Erstens kann der Neuling mit seinem geringen Erfahrung und seinem niedrigem Kartenpool nicht mithalten. Das würde bei vielen sicherlich zu Frustration und bei einigen möglicherweise zum Ausstieg führen.
Man bräuchte ein Turnierformat, welches für Anfänger zurechtgeschnitten ist. Also ne Art nicht sanktioniertes Magic spielen in einer "Anfängerliga". Die Teilnahme an diesen sollte für Profis unattraktiv (ich will nicht gleich verboten sagen) sein. Dabei könnte man zum Beispiel die Neulinge nur mit vorgefertigten Haupt-Sets der 10.Edition spielen lassen. Erstens wäre damit das Problem mit dem geringen Kartenpool und der geringen Erfahrung gelöst. Der Neuling könnte sich dann erst einmal auf die (einfachen) Grundregeln und bestimmte (da begrenzte) Karten konzentrieren. Zweitens könnte man damit die Profis fernhalten, da diese Anfängerliga somit für die meisten Profis weniger interessant sein dürfte.
Wenn der Neuling dann irgendwann mal sein eigenes Deck zusammenbasteln und damit spielen möchte. Na bitte: Sie haben ihr Ziel erreicht: Jeden Freitag ist FNM, schau doch mal vorbei!

Wer gehört zur Zielgruppe?
Als Zielgruppe würde ich die 13 bis 18 Jährigen sehen. Dabei handelt es sich i.d.R. um Schüler, also Personen mit geringem "Einkommen". Ergo man müsste diese "Anfängerliga" so preisgünstig wie nur möglich machen. Z.B. könnte ein renommierter Sammelkartenvertreiber (ich bin keiner) die Haupt-Sets gegen eine geringe Gebühr (oder gar kostenlos) ausleihen. Sicherlich ist ein gewisses Risiko und (vorerst!) kein finanzieller Gewinn damit verbunden. ABER: Irgendwann möchte der Neuling auch mal sein eigenes Deck zusammenstellen und an einem sanktionierten Turnier teilnehmen und da kann er sich doch die Karten beim Veranstalter der "Anfängerliga" erwerben.

So, dass ist meine Meinung zum Thema wie man das Problem der schwindenden Magic-Szene lösen könnte. Jeder kann gern eine andere Meinung haben.

Mfg Thomas Bening

Kommentar von Farid am 19. Januar 2008

Na aber Hallo! Wenn das mal kein hilfreicher Beitrag ist!

Zunächst einmal vielen Dank, dass du als "Magic-Neuling" uns mal deine Sicht der Dinge erläutert hast. Genau sowas ist nämlich am hilfreichsten!

Im Prinzip ist ja die Gateway-Liga die von dir angesprochene Anfänger-Liga. Leider ist deren Konzept völlig an der Realität vorbei, wie die Erfahrungen zeigen.

Leider ist so eine Anfänger-Liga, mit all den Anforderungen die sie haben müsste, sehr schwer zu realisieren.
Ich glaube auch, dass ein "unattraktiv für Pros machen" und gleichzeitiges "Locken von Anfängern" einfach nicht möglich ist, wie Gateway sehr beispielhaft zeigt.

Anfängerformat ist schon das richtige Stichwort. Denn eines der Haupt-Behinderungsfaktoren ist, wie ich denke, das liebe Geld. Anfänger schließen aus den Zusammenstößen mit Pros meist zwei Dinge als Grund für ihre Niederlagen: Fehlendes Glück beim Kartenziehen und Superteure Powerkarten gegen die man mit seinem Haufen nicht gewinnen kann.
Letzterer Grund ist wohl der Gravierendere. Denn daraus schließen die Anfänger für sich: Wenn ich nicht x-hundert Euro investiere falten mich meine Gegner jedesmal zusammen. Auf Sachen wie, der Gegner hat einfach mehr Ahnung und Erfahrung vom Deckbau und beim Spielen hat, kommen sie gar nicht.
Dieses Sentiment, dass ein größerer Kartenpool und damit mehr investiertes Geld auch mehr Siege bedeutet, ist meiner Meinung nach eines der Hauptprobleme.

So, worauf ich eigentlich hinaus will beim Anfängerformat: Man braucht ein Format, dass den Anfänger nicht glauben lässt, mehr und teurere Karten zu besitzen bedeutet mehr Siege. Ein Format, dass einen leicht zu beschaffenden Kartenpool besitzt damit die Spieler eben dieser Illusion nicht erliegen. Ein Format, das Pros nicht ausdrücklich verbietet sondern begrüßt, damit diese den Anfängern das Spiel lernen, weil diese durch Deckbau- und Spielskills trotzdem gegen die Anfänger gewinnen. Es entsteht aber nicht der Eindruck, dass diese es nur aufgrund von mehr investierem Geld tun, weil die Karten eben leicht zu beschaffen sind, und möglicherweise der Anfänger sogar selber schon besitzt.
Ein Format wie: Standard - Pauper Deck Challenge (SPDC). Nur Standardlegale Commons sind erlaubt!

Hier kommt der Anfänger leicht und für ganz wenig Euro an jede Karte ran und so werden schnell die Fehleinschätzungen ausradiert oder kommen gar nicht auf. Hier sind erfahrene Spieler außerdem besonders wichtig, damit diese zeigen, wie das Spielen und Dechbauen richtig funktioniert. In der Hoffnung, dass es die Anfänger den Pros nachmachen wollen.
Solange die Grundverständnisse für das Spiel dann erstmal da sind und die Anfänger Lust auf mehr bekommen, kommen sie dann sicher (hoffentlich) auch von alleine zu den FNMs usw. Denn irgendwann wollen die sicher auch mit den coolen Uncommons und starken Rares spielen.

So long,
Farid

Kommentar von Johann am 23. Januar 2008

So da misch ich mir hier auch mal ein.
Vielleicht wäre es ja auch gut, wenn man die ganzen Turniere, zumindest die Freitag Turniere, bei germagic.de in den Turnierplaner einträgt.Ich wusste damals auch nicht, dass hier in Dresden Turniere stattfinden und bin erst über das Internet auf euch gestoßen (nicht auf reya.de sondern allgemein Turniere in Dresden).So sehen evtl. mehr Leute, dass hier auch Turniere abgehalten werden und schauen dann auch mal vorbei.Das ist nur eine Idee, vielleicht hilft es ja was.

Johann

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