Leipziger Allerlei, Part XXIV
...diesmal mit einer Sonderausgabe zur Rettung der Nation.
Hinter diesem markigen Titel verbergen sich natürlich die - unserer Meinung nach -
notwendigen Änderungen in den Kartenspielstrukturen des Freistaats Sachsen. Hierfür haben
wir an verschiedenen Stellen (z.B. hier, aber auch ein
wenig hier (fast ganz unten)) Diskussionen gestartet. Im
Folgenden sollen jetzt die Ergebnisse ausgewertet werden.
Die Lage...
...ist ernst. Ihr habt es mittlerweile oft genug gelesen.
Sinkende Spielerzahlen, pleite gehende Spieleläden, leere PTQs und fehlender Nachwuchs. Das
sind auf den Punkt gebracht die Probleme, mit denen wir uns auseinander setzen müssen, wenn
nicht irgendwann die Pappkarten nur noch zum Wohnung dekorieren benutzt werden sollen.
Folgende Punkte wurden als Ursachen für die momentane Situation ausgemacht:
- Weniger junge Spieler vorhanden, die ältere Aussteiger ersetzen können. (Man stelle
sich die Spielergemeinschaft als ein kleines Dorf vor. Darin wohnen logischerweise alte
Männer, einige in der Blüte des Lebens und natürlich Kinder. Leider muss auch hin und
wieder jemand sterben - zumindest metaphorisch gesehen. Im normalen Leben ist es genauso,
allerdings wird diese Lücke durch die Geburt neuer Kinder geschlossen. In unserem Beispiel
sollte es ähnlich sein [natürlich ohne die Frauen, denn die spielen bekanntlich bei Magic
keine Rolle] - wie im realen Leben jedoch auch - funktioniert das nicht immer. Wir haben
sozusagen eine demographische Verschiebung in Richtung Greis. [Wozu das führt kann man zur
Zeit recht anschaulich in einem bedeutenden mitteleuropäischen Land namens Deutschland
sehen] Wie in der Realität muss an dieser Stelle angesetzt werden.)
- Magic ist zu teuer. (besonders auf der kompetetiven Ebene)
- Alternativen sind attraktiver. (unter Alternativen fallen hier "neue" Phänomene, besonders Internet-Spiele wie World of Warcraft)
- Veränderungen in den Persönlichkeiten, quasi eine Art Generationenkonflikt...
- Vorhandene Spieler schaffen den Sprung vom blutigen Anfänger zum Hobby-Spieler, aber
meist nicht weiter. Gründe hierfür:
- Geld - wie immer an Nr. 1.
- Fehlende Motivation - die anderen haben eh viel bessere Decks, weil mehr Geld
- Wieder diese ominösen Persönlichkeitsveränderungen. Später mehr dazu.
- Bequemlichkeit
- Fehlen einer "Kritischen Masse". Dieses Phänomen kann man ganz einfach beobachten:
Nehmt einen beliebigen Straßenmusiker. Kein Mensch hört ihm zu.
Stellt dann zwanzig Leute davor. Wetten, dass deutlich mehr Passanten das Talent unseres Künstlers zu würdigen wissen.
Natürlich fühlt man sich wohler, wenn man irgendwo Gleichgesinnte findet. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist - rein mathematisch natürlich - höher, wenn 40 Leute anwesend sind als bei 10. Zur Veranschaulichung. Bei welchem Turnier würdet Ihr als Neuling eher mitspielen:
Momentan gibt es meist nur die Möglichkeit für A. (Kai ist natürlich metaphorisch zu verstehen. Gemeint ist der überlegene Turnierspieler gegen den man in 99% der Fälle halt nicht gewinnt)A: B: 1. Kai Budde 1. Kai Budde 2. Kai Budde 2. Kai Budde 3. Kai Budde 3. Kai Budde 4. Kai Budde 4. Kai Budde 4. Kai Budde 5. Martin S., 14 Jahre, Klassenkamerad 6. Kai Budde 6. Valentin S., 16 Jahre, aus der Nachbarschule 7. Kai Budde 7. Axel W., ~82 Jahre, spielte schon mit Opa 8. Kai Budde 8. Ilja T., 17 Jahre, hat Dich beim letzten Tausch beschissen
Kritische Reflexion der Thesen
Wenn man den dritten Punkt mal außer Acht lässt, findet man durchaus einige Dopplungen vor,
was die Ursachen der Ursachen betrifft. Um es auf den Punkt zu bringen fehlt dem
potentiellen Magic-Turnierspieler zum Streichen des Adjektivs Folgendes:
- Geld
- Karten
- Anreiz
An welchen Punkten kann man jetzt was machen? Wir fangen mal von hinten an, also beim
Anreiz. Dieser ist durchaus in Verbindung mit Geld zu sehen.
Der potentielle Turnierspieler (PTS) erwartet heutzutage - besonders in jüngeren
Lebensjahren - materielle Gewinne für seine erbrachten Leistungen. Ich könnte jetzt ein
wenig über die Ellenbogen-Gesellschaft jammern, die diese Entwicklung zumindest mit
begünstigt hat, lasse ich aber (aus Zeitgründen) lieber.
Fakt ist, dass die erste Frage von PTS bei der Bekanntgabe eines möglichen Turniers sich
nicht mehr mit Fakten wie "Wann?", "Wo?", "Was?" beschäftigt sondern eher so klingt:
"Was kann man denn da gewinnen?"
Ein alter Mann wie ich (Ihr erinnert
Euch an unser Dorf) gewann bei seinem ersten Turnier (immerhin Platz 3 von ~24, natürlich
unsanktioniert) immerhin ein Fire & Brimstone, welches auch damals nichts wert war.
Jedoch hatten es auch nur ungefähr 2 Leute auf dem Turnier jemals vorher gesehen (die
beiden Veranstalter) und ich war überglücklich, zumal ich nicht erwartet hatte überhaupt
irgendetwas zu gewinnen. Schließlich gab es viel bessere, erfahrenere Spieler. Mein Ziel
war es zu Lernen. Doch ich schweife ab...
Einen solchen Preis - also etwas, was eher von seiner ideellen Seite wertvoll ist - kann es
heutzutage wahrscheinlich nicht mehr geben. Schließlich gibt es bei Ebay et al. quasi alles
zu kaufen. Meist nicht einmal teuer. Für wirklich einmalige Sachen müssten die Veranstalter
so viel Geld ausgeben, dass sich das entsprechende Turnier wohl nicht gegenfinanzieren
ließe. Was dann mit den gewonnenen Heiligtümern passiert ist oftmals nicht die Mühe wert.
Immerhin freut sich der nächste Turnierveranstalter, wenn er mal wieder was Besonderes
ersteigern kann...
Letztes Jahr hatten wir genau dieses Problem. Worüber freuen sich Magic-Spieler. Die
Lösung: Geld.
Doch zurück in die Praxis. Hier gewinnt der Standard-Turnierspieler hin und wieder seine
FNM-Karte, vielleicht noch einen Booster dazu. Sonst gibt es an den Freitagen (sprich beim
Großteil der Turniere) nichts zu holen. So eine FNM-Karte lockt natürlich schon lange
niemanden mehr hinter dem Ofen vor. Schon gar nicht unsere PTS, die gerade ihre 11 Gateway-Karten fürs Dasein bekommen haben. Oder bei dieser JSS... aber die gibt es ja nicht
mehr.
Dies wäre jetzt der richtige Moment die Vermarktung des Produkts zu hinterfragen. Leider
befürchte ich, dass damit genau nichts zu verändern wäre. Gerade der Ingo Muhs hört
eigentlich sehr aufmerksam zu, wenn man von den Verhältnissen erzählt - allerdings hat er
(auch seine Kollegen) wohl nicht die Möglichkeiten vorgegebene Konzepte zu ändern. Das von
Gateway beispielsweise. Selbst wenn dieses beinahe kontraproduktiv ist wie hier im
Osten.
Warum ich so viel zu diesem Punkt schreibe ist ganz einfach. Wir als Turnierveranstalter
können die zu vergebenden Preise nicht wirklich erhöhen. Zumindest nicht, ohne gleichzeitig
das Startgeld mit klettern zu lassen. Um das nachzuvollziehen braucht man kein
abgeschlossenes BWL-Studium: 10 Spieler á 1€ sorgen für fette 10 Euronen. Davon sind
jetzt zu bezahlen: Strom, Wasser, Miete (denn die Räumlichkeiten könnten anders genutzt
werden), Menschenkraft (z.B. Judge, die monatliche Putzfrau). Wo sollen jetzt die Preise
herkommen?
Das Standardargument an dieser Stelle ist dann gerne der Werbeeffekt bzw. das Heranziehen
von Kunden. Doch mal ernsthaft. Wann habt Ihr das letzte Mal auch nur einen Booster in
Eurem Expert-Store der Wahl gekauft, den Ihr nicht eh dort kaufen wolltet?
Turnierpreise können also nicht geändert werden. Wäre die Frage, ob man an irgendeiner
anderen Stelle Geld einsparen kann. Dazu muss man zunächst überdenken, wofür ein Spieler
eigentlich Geld ausgibt. Nach längerem Nachdenken müsste man dann eigentlich auf
Pappkarten kommen. Denn zum Spielen benötigt man die Dinger nun mal. Mittlerweile
erscheinen auch vier Editionen pro Jahr (früher waren es immer drei plus eine Grundedition
bzw. Bonusedition (so was wie Unhinged z.B.), die man nicht unbedingt brauchte), was schon
mal einen gesteigerten Kostenfaktor erkennen lässt. Dazu kommen die horrenden
Einzelkartenpreise für die besten der Edition. Dies liegt meines Erachtens zum einen an dem
Aufbau von modernen Editionen (fast immer ein Cycle aus Rare-Ländern, rare Kopien von ganz
sicher funktionierenden Karten (vgl. Thoughtseize-Duress, Mutavault-Mishra's Factory) sowie die
immer schnellere Informationsflut durch das Internet und das damit verbundene Hypen.
Natürlich können wir an diesem Grundproblem
nichts ändern. Allerdings haben wir die Möglichkeit, gewisse Wertverschiebungen
vorzunehmen. Dazu muss man nämlich nur die Formate derart ändern, dass es nicht zwingend
notwendig ist, über ein Playset Tarmogoyf zu verfügen (was für einen ostdeutschen Schüler
oder Studenten ungefähr einem halben Sommerurlaub entspricht). Es wurden ja auch schon
diverse Formate diskutiert, die ich auch teilweise für sehr sinnvoll erachte. Das Problem
ist jedoch noch, dass die aktuellen Turnierspieler wenig begeistert sind, wenn sie statt
des nächsten PTQ-Formates auf einmal das All-Common-Block-Constructed spielen. Diese sind
nun wiederum die Leute, auf deren Erscheinen man sicher bauen kann, wohingegen die Hobby-Spieler nicht automatisch beim neuen Format erscheinen werden. Somit könnte die
Teilnehmerzahl sogar nach unten rutschen.
Das heißt natürlich nicht, dass man solche Formate nicht ausprobieren kann, im Gegenteil
halte ich es sogar für durchaus sinnvoll, jedoch müsste die genaue Umsetzung sorgfältig
geplant werden. Vielleicht kann man z.B. an verschiedenen Tagen in der Woche (oder in
verschiedenen Wochen im Monat) auch unterschiedliche Formate anbieten und somit die
diversen Zielgruppen erreichen.
Wichtig wäre jedoch unbedingt die entsprechende Werbung. Dazu gehören Handzettel, E-Mail-Verteiler usw.
Dieser Punkt ist eh extrem wichtig, und ich würde einfach mal jeden, der eine Möglichkeit
sieht, hier aktiv mitzuhelfen, bitten, in den Kommentaren diese auch anzubieten.
Ansonsten könnte man sich natürlich auch über Möglichkeiten zum Verleihen von Karten
machen. Unter Freunden oder Testpartnern ist das sowieso eine Selbstverständlichkeit, und
einem völlig Fremden gibt man auch keine Karten, aber da gibt es vielleicht Mittel und
Wege, um es zumindest zu vereinfachen. (Pfandsystem, Ausleihgebühr oder einfach
vertrauensfördernde Maßnahmen)
Im Kleinen könnte das z.B. dazu führen, dass in den Läden selbst einige
einsteigerfreundliche Decks bereitstehen, die sich nicht nur PTS ausleihen, sondern auch
die Turnierspieler selbst, um im freundschaftlichen Duell für eine gewisse
Chancengleichheit zu sorgen (auch wenn das vielleicht den eigenen Ego schmälert).
An dieser Stelle wären wir auch wieder beim Anreiz angelangt, diesmal jedoch weg vom
materiellen hin zum ideellen. Ich habe mich bspw. extrem gefreut, dass mit einem gewissen
Karl Rößler ein Neueinsteiger 5-1 bei unserem Prerelease gegangen ist (er spielt noch nicht
mal 1 Monat). Sicher hatte er einen richtig guten Pool und vorher schon TCG-Erfahrung, aber
trotzdem war er selbst auch so begeistert von sich, dass er bestimmt eher wiederkommt als
der 0-6-Mann.
Das bedeutet jetzt nicht, dass jeder Erstankömmling zum Turniersieg geleitet werden soll,
aber ein klein wenig Aufmerksamkeit und Hilfe (z.B. beim Deckbau oder nach dem Spiel über's
Spiel), aber auch ein angenehmes Auftreten sind hier schon hilfreich. Denn gerade die
soziale Komponente ist ein riesiges Plus vom Magic gegenüber jedem Computerspiel -
allerdings nicht automatisch.
Die Maßnahmen
Ich hoffe, ich konnte in den vergangenen gefühlten 2,5 Mio. Zeilen halbwegs beschreiben, wo
wir die Probleme sehen sowie einen kurzen Einblick in die Möglichkeiten geben, an welchen
Stellen wir etwas verändern können bzw. wollen.
In der Praxis entstand so die Idee des "M-Days", also eines Tages, der den schönen
Pappkarten gewidmet sein soll. Mit der Überlegung, da konzentriert sämtliche Spielerformen
in großer Masse zusammenkommen zu lassen, ergäbe sich die Möglichkeit, über weitergehende
Maßnahmen zu debattieren. Wünschen die anwesenden Spieler verstärkt ungewöhnliche
Turnierformate - OK, bekommen sie. In welchem Rahmen sollen Startgeld und Preise stehen?
Lieber bessere Preise (was?), dafür erhöhtes Startgeld oder lieber nicht/andersherum?
Machen Workshops, Strategietraining o. ä. Sinn?
Wichtig ist jedoch erstmal, wieder viele Spieler auf einmal in einen Raum zu sperren, um
die soziale Komponente in den Vordergrund zu rücken. Denn in diesem Bereich sehen wir noch
die besten Möglichkeiten, etwas zu verändern.
Wie gesagt, in Leipzig wird das Ganze am 23.2. sein, erzählt also jedem, der in der Nähe
ist davon bzw. gebt es ihnen am Besten schriftlich. Entsprechende Flyer hat der Benny
gemacht und diese können auch bei mir abgeholt werden.
Ansonsten versuchen wir es demnächst mit einem E-Mail-Verteiler, nicht wundern also, wenn
demnächst Post mit dem Titel "Magic-Turniere im Februar/März" bei Euch im elektronischen
Briefkasten ist. Alle, die noch gerne mit aufgenommen werden wollen, dürfen mir gerne eine
Mail schreiben.
So sieht es also aus in Sachsen. Hoffen wir, dass alles so funktioniert, wie wir uns das
denken und auch dann den erwünschten Erfolg zeigt.
Wer sonst noch Ideen oder Anmerkungen oder was auch immer hat, kann diese gern in den
Anmerkungen posten. Auch wenn wir vielleicht nicht auf jede direkt Bezug nehmen, könnt Ihr
Euch doch sicher sein, dass wir alles aufmerksam lesen und auch überdenken.




Kommentar von Martin Golm am 31. Januar 2008
In Dresden wird der "M-Day" übrigens schon am 09.02. im Hole of Fame stattfinden. Mario wird hoffentlich demnächst selbst noch was dazu schreiben. Gedanken/Wünsche dazu teilt ihr ihm am besten persönlich mit. EMail-Adresse findet sich in der Sektion Regional, Punkt Kontakte.
Kommentar von Bunter am 31. Januar 2008
Einen Emailverteiler mit ca. 200 sächsischen Magispielern besitze ich. Ich schreibe auch gerne solche Emails ;-) oder leite sie weiter.
@Dresdner M-Day: Imho, war der Tag mit Strossus schon Anfang Januar im Gespräch. Warum wird er dann erst jetzt - 9 Tage vorher - beworben ? Warum haben wir nicht gestern eine Email an alle aus dem Verteiler geschrieben, um diesen Tag zum Highlight zu machen ? Ich verstehe euch manchmal nicht!
Kommentar von Olaf am 31. Januar 2008
@Martin: 9.2. geht nicht, da ist Fussball :-)
@MiDi: Als Einstiegshürde zum Turnierspielen kann man evtl. auch das inzwischen recht umfangreiche Theoriegebäude ausmachen, was sich inzwischen erstmal vor einem auftürmt. Als wir Opas damals anfingen, war diese noch Hürde nicht vorhanden, da auch noch keine Theorie vorhanden war. Inzwischen könnte sich ein Anfänger auf seinem ersten Magic-Turnier ähnlich fühlen wie ich auf meinem ersten (und auch letzten) Schach-Turnier.
Kommentar von Bunter am 31. Januar 2008
Olaf jetzt hast du was verwechselt. M-Day heißt nicht <a href=http://de.wikipedia.org/wiki/Martinstag>Martinstag</a>. Da kann Martin auch später kommen. Aber eigentlich hast du recht. 9.2. geht so mal gar nicht.
Kommentar von Icewarlock am 31. Januar 2008
Auch ich finde, dass der 9.2. eher unpassend ist. Erstens ist der Termin, der Magic wieder vorwärts bringen soll sehr kurzfristig gelegt. Wenn wir selbst schon bei der Terminplanung versagen, dann können wir es auch gleich lassen...Zweitens wäre es meiner Meinung nach besser das ganze ungefähr Mitte bis Ende Februar zu machen.
Und welche Formate werden denn nun gespielt?
Kommentar von Martin Golm am 31. Januar 2008
Sorry Jungs, ich bin in Sachen M-Day Dresden der falsche Ansprechpartner. Ich hatte ursprünglich vorgeschlagen, das am 17.02. um den GPT herum zu machen. Mario und Strossus haben sich dann zum 09.02. entschieden. Warum jetzt erst Werbung kommt und welche Formate angeboten werden? Keine Ahnung! Fragt den Mario oder fordert ihn auf, sich entsprechend zu äußern. (Wobei Werbung für die Tauschbörse schon beim ersten Prerelease für Morningtide verteilt wurde.)
Kommentar von Philipp Staat am 31. Januar 2008
Ich habe die Möglichkeit Plakate an der HTW auszuhängen, ziemlich zentral. Wenn Plakate vorhanden sind -> meldet euch bei mir (müsste aber schon irgendwo veranstaltungsbezogen sein oder einfach nur Werbung für Reya.de)
Die Idee ansonsten find ich übrigens gut, leider weiß ich selbst nicht inwiefern ich da mit am Start sein werde da die Prüfungen hier halt demnächst losgehen.
Kommentar von Irenicus am 31. Januar 2008
Mitten in der Prüfungszeit den Dresdner M-Day legen? Nachdem fast alle Spieler im Studierenden Alter sind oder vergleichbares tun? Den Termin dass eine Woche vorher in den Raum schmeißen? Werbung so minimal verteilen?
Ich meine das ist so kurzfristig... selbst wenn man nun noch ein Plakat übers Knie brechen will... Bis das hängt ist das WE von jedem verplant. Min ein Monat sollte Werbung gemacht werden, nur dann kann man annähernd so viele begeistern wie zu Prereleases.(Und wir wollen eigentlich MEHR!!!)
Also 9.2. ist ein absoluter Griff ins... naja egal. Und wenns am 17 oder so nicht geht... Sei's drum, besser SPÄTER als Früher.....
Kommentar von Martin Heruth am 31. Januar 2008
also erstmal anerkennung für den artikel. wie immer super geschrieben, vielseitig und extrem lustig an der stelle mit axel w. und ilja t.^^
ich bin ja in naunhof und umgebung auch grad fleißig am werben, aber bisher konnte ich nur den ramon anlocken. hoffentlich geht da noch was.
Kommentar von Olaf am 01. Februar 2008
Ich weiß ja, dass das hier nicht hingehört, aber hier lesen gerade alle Dresdner mit. Ich suche für den Sa. noch eine Partner zum 2HG Release, nachdem ich heut erst mitgekriegt habe, dass dieses Format gespielt wird.
Kommentar von Enrico am 01. Februar 2008
Das Ausleihverfahren für Karten finde ich interessant. Viele von uns haben einen überwältigenden Pool (generell gesehen oder auch formatspezifisch), da kann man ja auch Karten davon hinterlegen und gegen eine Gebühr (oder "vertrauensdinges") ausleihen. Sicherlich ist die Höhe zu diskutieren, damit man theoretisch Diebstahl wirkungslos macht und wie die Karten hinterlegt werden sollen, denn nur zu Turnierzeiten ist das zu wenig, also müssen die Karten (die jeder zur Verfügung stellen möchte) z.B. im Laden beim Mario oder wie auch immer bereitgestellt werden. Darüber kann man sich noch eingehend unterhalten. Denn ich glaube nicht, dass die Leute so wenig Geld haben, um sich die Karten zu kaufen oder auszuleihen... nur ist Geld eben besser anzulegen (im Sommer etc.)... aber wenn ein Spieler in den Laden geht und einen Teil seines Decks ausleiht, bezahlt er den gegenwärtigen Preis der Karte, spielt das Deck und gibt die Karten nach dem Turnier wieder ab und bekommt sein Geld zurück.
Ich finde das mal interessant.
Kommentar von Bunter am 01. Februar 2008
[quote]bezahlt er den gegenwärtigen Preis der Karte, spielt das Deck und gibt die Karten nach dem Turnier wieder ab und bekommt sein Geld zurück.[quote] - Ich glaube da macht kein Laden mit. Jede Karte hat einen Wertverlust durch ihre Benutzung und außerdem will der Laden auch Gewinn machen. Folgendes Modell wäre angedacht, aber wie wir gleich sehen werden, eigentlich auch nicht realisierbar: Der Spieler bezahlt pro Tag der Ausleihe 10% des Kartenwertes, wie die Karte im Laden verkauft wird, als Ausleihgebühr. Nach 5 Tagen dann entsprechend 50 %, nach 10 Tagen gehört die Karte ihm. Wieviel dir der Laden bei der Ausleihe abnimmt ist dem Laden überlassen. Anfänglich würde ich 100 % nehmen und nach dem Turnier 90 % wieder zurück zahlen.... . Das würde jetzt für ein komplettes Deck ca. 800 € bedeuten (Quelle: http://magic.tcgplayer.com/db/deck.asp?deck_id=248273), also pro Turnier 80 €. Selbst wenn die Ausleihgebühr auf 1 % sinkt, sind das immer noch 8,- pro Deck. Also geht das nicht. Trotzdem könnte das Hole so etwas mal ansatzweise probieren. Die Karten kann man ja immernoch verkaufen ;-).
Ich zum Beispiel leihe auch Karten aus, aber achte darauf, daß die Leute die bei mir Ausleihen sich hin und wieder erkenntlich zeigen (Paul tauscht Fehlrares gegen spielbare Uncommons bei mir). Das klappt gut und viele Leute nutzen das auch (z.Bsp. Thomas Steeger, die beiden Philipps etc. als sie noch nicht so viele Karten hatten).
Vielleicht sollte man den Jüngeren wirklich mehr unter die Arme greifen, irgendwann kommt der Ehrgeiz die Karten selber zu besitzen.
Kommentar von Enrico am 01. Februar 2008
Der Verschleiß der Karten ist sicherlich vorhanden, jedoch mit Hüllen sehr gering... außerdem rede ich ja nicht unbedingt von den Karten, die wohl niemand so richtig an Fremde verleihen würde (z.B. alte Duals, Mana Drains, Tarmogoyf, Thoughtseize etc.)... sondern ich rede vor allem von solchen Karten, die nicht so viel kosten und die viele dennoch nicht haben oder sich bei Ebay kaufen möchten... z.B. Brainstorm, Counterspell, Duress, Painlands... also Karten mit denen man ein recht gutes Deck bauen kann, zumindest besser als viele Casualdecks es sind. Das Ausleihen oder der Verschleiß eines Brainstorms wird wohl niemandem schaden, oder?
Kommentar von Icewarlock am 01. Februar 2008
Da es ja jetzt festzustehen scheint mit dem 9.2. kann ich nur gratulieren zu dem Spitzentermin...Ich wäre echt gerne gekommen, aber nun gut. Bin mal gespannt wie viele Leute da sein werden...
Kommentar von Axel am 02. Februar 2008
... mal wieder ein cool Artikel und endlich was greifbares!!!! Ich denke daß das ein guter Anfang ist (von Perfektion ist übrigens am Anfang nie die Rede!!!).
Da ich als "alter Sack" durchaus einen Haufen Karten besitze die ich nicht benötige und auch keine Lust habe das Kilo für schlappe 10,- Eus im Internet zu verticken würde ich sie zur "
Ausleihe" dem Laden auch so für ein paar Kids zur Verfügung stellen!
Kommentar von Enrico am 02. Februar 2008
Wie gesagt, ich kann mich meinem Vorsprecher nur anschließen.
Und das Argument "das mache kein Laden mit" ist ja unwichtig, da nicht dem Laden die Karten gehören, sondern "uns"... Jeder selber muss entscheiden, ob er seine Karten dort hinterlegen möchte... sie gehören ja immer noch ihm...
das ein Deck 800 Euro kosten kann, streite ich nicht ab, aber es geht ja nicht darum sich vor dem Turnier das gesamte Deck zusammenzukaufen... vielmehr ist die Ausleihe eine sinnvolle Ergänzung zu dem Pool den derjenige besitzt...
Kommentar von MSiedentopf am 04. Februar 2008
Das Ausleihen von Karten kann sicherlich helfen, wenn wir Sachsen Leute zu GPs oder PTs schicken können, aber bei Turnieren der mittleren Ebene (GPT, PTQ) hilft es nicht, weil da ja alle ihr Deck selber spielen wollen und auch sollen. Es werden nicht mehr Tarmoguyf oder Thoughtseize in der Region durch Ausleihe. Allerdings gibt es ja immer noch die Alternative "preiswerter Ersatz". Nun ist gerade MiDi ein begnadeter Deckbauer und könnte durchaus hin- und wieder einen Artikel einstreuen, der neuen Turnierspielern zeigt, wie man gewinnfähige Decks mit reduziertem Geldpool baut. Ich weiß selbst, dass man Spitzendecks aus dem Net nicht mit All-Common-Decks schlägt, aber man braucht auch nicht immer die teuersten Rares, um ein oderntliches zusammenzustellen. Aber warum soll eigentlich immer MiDi alles allein machen. Also, sächsische Deckerfinder, hin und wieder mal einen Artikel zu einem interessanten Deck unter der Maßgabe: "Bezahlbarkeit" oder in englisch "Building on a Budget".
Kommentar von Bunter am 05. Februar 2008
Für den GPT in Dresden bieten wir einen Ausleihservice an. Der Martin müßte mich bloß mal wieder in die Kontakte für Dresden eintragen, dann bekommt ihr auch meine Mailadresse. Scheut euch nicht nach Karten zu fragen, aber haltet Maß bei euren Wünschen ;-).
Kommentar von Martin Golm am 07. Februar 2008
Ihr findet die EMail-Adresse des Bunten unter den Dresdener Kontakten auf der alten Reya-Seite: reya.schulzemike.de
Auch ich kann ein paar Karten für den GPT zum Ausleihen anbieten. Allerdings mangelt es mir ein wenig an den neuen Karten (von Morningtide habe ich z.B. praktisch keine, nur ein paar von zwei Prereleases).