Reya Dawnbringer

Magic the Gathering in Dresden und Umgebung

Leipziger Allerlei

Eigentlich wollte ich nur ein wenig Werbung für die beiden großen Turniere im novemberlichen Leipzig machen, doch dann fiel mir auf, dass Ihr sicher alle auf erste Erfahrungsberichte des neuen, sächsischen Highlanderformates wartet. Da das Ganze zu kurz für einen Artikel wäre, ich aber irgendwie auch keine Lust mehr hatte, neue Rekordforumseinträge zu schreiben, habe ich einfach mal noch ein paar Gedanken zum aktuellen Standard-Format (relevant z.B. für den Last Chance Qualifier in Berlin [dafür ist's leider schon zu spät --Martin] und natürlich für L.O.S.T.) eingeschoben und hoffe, dass diese Euer Interesse wecken. Auf geht's...

"Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem."
Johann Wolfgang von Goethe

An dieser Stelle würde ich gerne so etwas schreiben wie "...und mit diesem kreativen Deck habt Ihr gute Chancen, alle Gegner in Grund und Boden zu spielen."
Kann ich leider nicht.
Glaubt mir, ich habe es wirklich versucht. Ohne Erfolg. Was macht man an dieser Stelle? Richtig, man schimpft ein wenig aufs Format.
Hier stand mal ein Fluch. Aus Jugendschutzgründen - und weil Wingdings nicht von allen Browsern unterstützt wird - ist der jetzt nicht mehr hier. --Martin
So, das wäre geschafft. Danach kann man ja versuchen, konstruktiv nach den Ursachen zu forschen.

Mono-Bunt

Die Ursachen, ob ein Format funktioniert oder nicht, sind natürlich extrem vielfältig und komplex. Viele hängen z.B. davon ab, wie sehr die Grenzen ausgelotet wurden. Das führt dann dazu, dass ein Format am Ende der Saison (also in der Zeit um die DM herum) ziemlich ausgelatscht und langweilig erscheint, während es zu Beginn einer solchen vor verrückten Ideen nur so platzt.
Nicht so diesmal. Dabei gab es gerade eine Rotation, bei der altbackene Time-Spiral-Block-Karten gegen frische Alara-Pappen getauscht wurden. Trotzdem fühlt sich alles extrem bekannt an.
Natürlich liegt das zunächst an der vergleichsweise schwächeren neuen Edition (besonders im Vergleich zur Tribal-Power von Lorwyn und Morningtide), jedoch ist das nicht alles.

1) Extreme Spielstärkenunterschiede der Karten

Normalerweise ist der Powerlevel von Karten nur leicht unterschiedlich, wenn man von gewissen Volldeppen absieht. Dadurch ist es auch möglich, dass in verschiedenen Decks mit unterschiedlichen Ideen auch jeweils andere Karten genutzt werden. Selbstverständlich gibt es immer mal eine Karte, die offensichtlich so stark ist, dass sie in eine Vielzahl von Decks gepackt werden kann (erinnert sich noch jemand an ein seltsames Schwert des Herrn Umezawa?), aber eher als Ausnahme.
Zurzeit ist allerdings aus dieser Ausnahme die Regel geworden. Sehr viele Karten sind einfach so offensichtlich besser als alle direkten Alternativen (meist auch noch flexibler), dass sie immer gesetzt sind, was den Deckbau sehr eintönig gestaltet.
Typische Beispiele wären Figure of Destiny, Chameleon Colossus und Cryptic Command, die in annähernd allen Decks gesetzt sind, die das benötigte Mana aufbringen können. Für all diese Karten gäbe es dabei durchaus spielbare Alternativen, die so aber niemals eine Turnierkartenhülle von innen sehen sollten.

2) Farbstabilität

Eine Alternative zum angeglichenen Powerlevel ist eigentlich auch durch die Farbanforderungen der Spruchkosten gegeben. Dank der Vivid-Länder und ihrem Partner Reflecting Pool sind X Farben (es gibt zwar nur 5, aber theoretisch wären tatsächlich noch viel mehr spielbar) momentan kein Problem, wodurch diese Restriktion im Prinzip einfach entfällt.

3) Die Summe aus 1) + 2)

Geht man von den ersten beiden Punkten aus, muss man also nur noch schauen, welches die stärksten Karten sind, und wird feststellen, dass diese im Normalfall entweder ausgesprochen vielfarbig (z.B. die Alara-Charms) oder streng monochrom daher kommen.
Für den Deckbau gibt es also keine sinnvolle Einschränkung, was Sprüche und ihre Manakosten betrifft, so lange man den Geschwindigkeitsnachteil durch die getappt ins Spiel kommenden Länder ausgleichen kann.
Im Umkehrschluss sind jedoch die Beatdowndecks nahezu gezwungen, zumindest annähernd einfarbig zu agieren, da die stärksten Karten meist extrem farbintensiv sind und außerdem zwar sehr viele Länder vorhanden sind, die beliebiges Mana produzieren, aber nur wenige, die auch nur 2 Farben von Runde 1 an produzieren können. (Eigentlich nur die Painländer der 10. Edition, mit Abstrichen noch die Hybrid-Länder und – mit viel gutem Willen – einige der Tribal-Länder.)
Während jedoch für ein Control-Deck "Vivid Land – Go" eine legitime Eröffnung ist, muss das Beatdowndeck hier im Normalfall mehr präsentieren, da sie per Definition das schlechtere Lategame im Vergleich zu den Control-Boliden haben.

Zusammenfassend kann man also alle Decks grob in 2 Richtungen einteilen:

(Annähernd) Monofarbene Aggrodecks

Vielfarbige Controldecks

Dazwischen stünden jetzt noch die Midrange-Decks, welche aber aufgrund mangelnder Alternativen häufig auf eine ähnliche Manabasis wie die Controldecks zurückgreifen und sich dann entsprechend auch in ihren Spells immer weiter annähern, da sie ja automatisch wieder die stärksten Karten spielen können.

Darunter leidet meines Erachtens das Format. Man ist einfach gezwungen, über die Vivid-Länder zu gehen, wenn man das Deck nicht ansatzweise monofarben halten möchte. Sich danach noch auf zwei oder drei Farben zu beschränken erscheint einfach unnötig, wodurch bestimmte Karten immer und immer wieder auftauchen – und damit potentiellen Alternativen die Einsatzchancen verbauen.

Trotzdem hoffe ich natürlich, dass Ihr alle den 15. November schon im Kalender angestrichen habt. An diesem Tag gibt es nämlich bei L.O.S.T. II ein ganzes Display zu gewinnen. Sollte es nicht so gut laufen, haben wir uns schon ein paar Sachen einfallen lassen, damit ihr nicht völlig enttäuscht nach Hause müsst...

Damit es gar nicht erst soweit kommt, noch eine kurze Übersicht der Decks, gegen die man vorbereitet sein sollte:

Aggro:

Petit Blanc – White Weenie gibt es m.E. in zwei Varianten. Die eine (anzeigen/verstecken) sind die blockbekannten Kithkins, die andere (anzeigen/verstecken) ist etwas langsamer und verwendet statt der Tribal-Interaktionen lieber mehr eigenständige Powerkarten. Das Matchup gegen den Schwarzen Peter des Formats (Toast) ist nicht so schlecht, wie es oft dargestellt wird, und auch ansonsten halten sich die schlechten Matchups in Grenzen. Problematisch ist hauptsächlich das Mirror, da hier die Skillanforderungen bedenklich niedrig aussehen. Ich empfehle möglichst viel Procession-Ajani.
Eine dritte Variante splasht Rot für ein wenig Brand sowie die Kombination Painter's ServantChaotic Backlash. Ob diese eine schwächere Manabasis und die geringere Power der Einzelkarten wert sind, sei dahingestellt. Zumindest im angesprochenen Mirror dürfte man mit einer ordentlichen Menge Backlashs gute Chancen haben.

Mono Grün Aggro – Dieses Deck (anzeigen/verstecken) sieht eigentlich immer noch so aus wie bei Babak auf der DM. Man verliert ja auch nur die Groundbreaker und die Ratte, dafür lässt sich problemlos Ersatz finden. (Maindeck Snakeform, Tower Above, Giantbaiting, Colossus) Dass die meisten Control-Decks statt auf Firespout neuerdings wieder auf Zorn Gottes setzen, kommt diesem Deck extrem zugute, da beide hier annähernd gleichen Effekt haben, der Zorn aber eine ganze (oft entscheidende) Runde langsamer ist.

Mono Rot – Das vor kurzem noch beste Deck (anzeigen/verstecken) ist ziemlich abgetaucht, ohne wirklich viel verloren zu haben. Skred tut sicherlich weh, ebenso der Blood Knight, aber das Grundgerüst bleibt eigentlich bestehen. Allerdings hat sich das Metagame weiter gedreht und zwar in eine für rote Karten ungünstige Richtung. Wie schon angedeutet, feiert Zorn Gottes ein Comeback auf Kosten des Firespout, und im Gegensatz zu den grünen Männern zeigt sich besonders im Kampf gegen den Ashenmoor Gouger ein Unterschied für die roten Karten. Zusätzlich entsorgt das Spotremoval der Saison (Bant Charm & Condemn) ziemlich elegant den Demigod.
Für diesen Decktyp wäre somit eventuell ein kleiner Splash anzuraten, wahrscheinlich für schwarze Karten. Dadurch erhält man mit Blightning eine maindecktaugliche Ergänzung, sowie diverse Lösungen für die kleinen, weißen Männer, bei denen Monsieur Ruel (reya_card name="Ranger of Eos" text="die Karte">) sonst gern mal zwei Essenmänner aus dem Burrenton besorgt, gegen die ansonsten eigentlich nur Everlasting Torment hilft.
Als Zugeständnis ans Metagame wird gern Magma Spray schon im Maindeck gespielt, da selbst die kreaturarmen Decks immer einen Küchenhutzl bereithalten.

Aggro-Control:

Merfolk - Dem Meisterdeck fehlt sein Lord und damit die Konstanz im Beatdown. Ohne die Möglichkeit, die eigenen Männer (mehrfach) zu pumpen, fehlt den Jungs leider ein wenig die Kampfstärke um als Bedrohung wahrgenommen zu werden. Somit muss man auf die im Block gezeigte Alternative ausweichen und einfach das dickste Meervolk aller Zeiten splashen. Dieses Deck (anzeigen/verstecken) ist übrigens das für mich beste Beispiel, was in diesem Format schief läuft.

Doran / Elfen - Ich nehme die hier mal zusammen, weil sie sich relativ viele Karten teilen und auch die Idee des Decks ähnlich ist.
Wirkliche Neuerungen gibt es hier im Vergleich zur vergangenen Saison sowieso nicht. Das Deck (anzeigen/verstecken) funktioniert übrigens nur, weil hier mit Murmuring Bosk und dem Elfenpalast gleich zwei weitere Länder zur Verfügung stehen, die es erlauben, ab der ersten Runde mitzuspielen. Mit Thoughtseize und Tidehollow Sculler hat man zudem ein ganz ordentliches Arsenal an effektiver Hand-Disruption, welche, verbunden mit den fetten Bodies der Schläger, eine ziemlich gute Figur machen.

RB(g)-Token - Auf dem Papier (anzeigen/verstecken) sieht alles gut aus. Mogg War Marshal wird durch Dragon Fodder ersetzt, und mit Sprouting Thirax und Sarkhan Vol gibt es tolle Ergänzungen. Leider hat man absolut keine Alternative zum Gargadon, so dass alle Opfertricks mit der Hülle (mit Abstrichen noch Marsh Flitter, Bone Splinters und Siege-Gang Commander) durchgeführt werden müssen. Das ist m.E. zu wenig, um sich darauf verlassen zu können, wodurch man extrem an Konstanz einbüßt. Zusätzlich ist Dragon Fodder an vielen Stellen eben kein Goblin, und zur besonderen Manastabilität von dreifarbigen Decks habe (und werde auch noch) ich schon eine Menge geschrieben. Alternativ kann man den grünen Splash auch mal durch weiße Karten ersetzen (Spectral Procession).

Faeries - Esper Charm ersetzt die vermissten Visionen in vielen Listen, und ansonsten ändert sich wenig. Theoretisch wäre übrigens auch hier eine 5-Color-Variante möglich, allerdings ist das Maindeck derartig festgelegt, dass es tatsächlich kaum Möglichkeiten auf Veränderungen gibt. Übrig bleibt ein schwer zu packendes Deck (anzeigen/verstecken) mit wenigen wirklich schlechten Matchups (Monorot sollte eigentlich nur von wahren Fans gespielt werden), welches noch dazu sehr stark in den scheinbar wichtigsten Matchups aussieht.

Control:

5-color-Ultimatum - Überleben, bis das Ultimatum durchkommt. Danach wird es schwer werden zu verlieren. Ein großer Teil des Decks (anzeigen/verstecken) sieht dabei immer gleich aus, winzige Details können hingegen diverse Matchups massiv beeinflussen. Durch die Vielfarbigkeit logischerweise auch sehr schwer auszurechnen. Oft gibt es einen fließenden Übergang zu...

5-color-Reveillark - ...dem hier. Das gleiche Grundgerüst (Command, Wrath, Finks, Mulldrifter) andere Weiterführung (Deck anzeigen/verstecken). Der Fantasie, welche Kreaturen man wiederholt oder was man sonst noch veranstaltet, sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt.

Schlagt all diese Decks, und Ihr habt ordentliche Chancen, der Erfinder des nächsten Decks-to-Beat zu sein. Nach all dem Gemecker möchte ich übrigens noch positiv bemerken, dass sich die Spiele selbst oftmals recht spannend ausspielen und recht knapp sind. Ausnahmen sind meist sämtliche Mirrors, für die es im Normalfall zu gut geratene Einzelkarten gibt, von denen man besser mehr zieht, als der Gegner...

Überprüfen wir noch kurz den Einfluss von Shards of Alara. Von der neuen Edition machen eigentlich nur ein paar Männer im White Weenie (Ranger of Eos, Knight of the White Orchid) sowie diverse Charms (besonders Esper und Bant, aber auch alle anderen wurden schon gesichtet) mit.
Wirklich neue Deckkonzepte funktionieren im Moment wohl noch nicht. Die beiden besonders getesteten – Bant-AggroControl und Naya-Beatdown – kranken am angesprochenen Manaparadoxon. So ist eine Manabasis, die im dreifarbigen Deck einen Woolly Thoctar ermöglichen soll, deutlich instabiler (und meist Lebenspunkte intensiver) als die, in der Cloudthresher (immerhin GGGG zum Ausspielen, sonst zumindest GG) in ein UBW gesplasht wird.
Natürlich werden auch noch andere Karten gespielt: Broodmate Dragon, Hell's Thunder und alle der dreifarbigen Tap-Länder und die Planeswalker. Insgesamt trotzdem ein bisschen mager...

...allerdings ist auch noch nicht das volle Potential mancher Karten erkannt worden, deswegen gibt es jetzt - zum krönenden Abschluss meines kurzen Einblicks ins Standardformat - noch meine Top 5 an Karten, die ich Euch zu weiteren Testzwecken ans Herz legen möchte. Natürlich ganz subjektiv und ohne jede Gewähr.

5) Guttural Response – Profitiert von den neuen Charms, die meist auch einen blauen Tropfen rechts oben haben. Somit gut gegen die diversen Toast-Control-Decks einboardbar und dort gerne mal spielentscheidend.

4) Mutavault – Jetzt dreht der Diezel endgültig durch. Allein der €Anschaffungspreis€ zeigt doch deutlich, dass man sich des Wertes dieses Landes bewusst ist.
Mag sein, doch in welchen Decks spielt es eigentlich mit? Richtig – in annähernd keinem. Ursache ist mal wieder die extreme Anforderung an farbiges Mana, selbst in den einfarbigen Decks. (vgl. Figure of Destiny, Boggart Ram-Gang oder Demigod of Revenge)
Schade eigentlich, da Manlands eine ziemlich gute Waffe gegen die zahlreichen, formatdefinierenden Massremoval darstellen.

3) Glen Elendra Archmage – Macht im Normalfall auch den 2-1 Kartenvorteil und lässt sich danach gern wieder von Lark oder Mannequin wieder beleben. Bestimmt nicht der schnellste Mann, aber auch gegen die aggressiven Decks nicht völlig unnütz, da diese meist ebenfalls über ein beachtliches Potential an Nichtkreaturensprüchen haben.

2) Sigil of Distinction – Ein großartiges Equipment, das aus jedem Anfänger einen versierten Kämpfer machen kann. Leider fehlt noch ein wenig das Deck, ideal wäre etwas Aggressives mit möglichst vielen Evasionsmännern, etwa UG-Aggro. Dann reicht meist ein Ausspielen für 5 oder so für eine ordentliche Bonusmenge an Schaden. Deutlich schneller als der direkte Konkurrent Warhammer, wenn auch nicht so albern im direkten Duell zweier Race-Decks.

1) Relic of Progenitus – Die beste Graveyardhate seit Langem. In jedem Deck ausspielbar und damit potentiell dabei. Im Gegensatz zu den sonst üblichen Verdächtigen (z.B. Faerie Macabre) nie unnütz auf der Hand, da es sich jederzeit günstig "durchcyclen" lässt. Der Effekt selbst reicht, um sämtliche Mannequin & Reveillark – Spielereien zu unterbinden, und unterbindet gleichzeitig Persist. Dringend für die meisten Sideboards empfohlen!

It's a kind of magic

Nach den langen Diskussionen im Forum wurden einige Änderungen zum ansonsten üblichen Highlanderformat von Magicplayer.org zum Testen freigegeben:

  1. Abschaffung des Spoils-Mulligans zugunsten eines freien Mulligans pro Spiel
  2. Eigene Banned-Liste (siehe Forum)
  3. Best-of-3 Matches bei 60 Min. Rundenzeit, um den Glücksfaktor durch ungewöhnlich verlaufende Spiele abzumildern

Mittlerweile wurden nicht nur einige Testspiele gemacht, sondern auch ein Turnier durchgeführt. Die ersten Erkenntnisse sind ausgesprochen positiv.
Das Leipziger Metagame zeigte sich durchaus vielfältig, wobei Kombo-Decks noch unterrepräsentiert waren.
Beatdown, Aggro-Kontrolle und Kontrolle spielten dagegen auf relativ ähnlichem Niveau.
Auch die Spiele selbst waren meist spannend, wenn auch – der einzig mir bewusste Nachteil – in einigen Spielen tatsächlich gewisse Einzelkarten entscheidend waren.
Allerdings muss man immer berücksichtigen, dass sicher nur die wenigsten Decks ideal gebaut waren und somit noch Luft nach oben ist.

Um das Problem der "matchupspezifischen Karten, die das Spiel entscheiden" in den Griff zu bekommen, ist der Vorschlag aufgeworfen worden, einfach mit Sideboard zu spielen.
Die Best-of-3-Matches lassen sich zeitlich problemlos durchführen, und somit wäre eine Grundvoraussetzung schon mal gegeben. Mit Hilfe eines Sideboards wäre es jetzt möglich, bestimmte Einzelkarten bzw. ganze Strategien gezielt zu bekämpfen, ohne nutzlose Karten in anderen Matchups zu ziehen.

Die Frage ist also zunächst, ob man das 1) möchte und 2) in welchem Maße. (Anzahl der Sideboardkarten)

Ansonsten würde ich im Moment alle drei getroffenen Änderungen als gelungen bezeichnen.

Das nächste Highlanderturnier in diesem Format wird es übrigens am 28.11.2008 in Leipzig geben, danach sind wir hoffentlich noch schlauer.

Einen Tag später, also am 29.11.2008 könnt Ihr dann direkt einen Flug (inklusive PT-Quali) nach Kyoto gewinnen. Details gibt es hier.

Ich erwarte Euch also im November des Öfteren in Leipzig.

Bis dahin also,
Der MiDi


Michael Diezel, 05. November 2008


Kommentar von Konsti am 05. November 2008

nette metagameübersicht haste da geschrieben,
hab ja am wochenende das i pod tunier mitgezockt mit dem geliehenen feen und muss sagen, dass mir schon ein wenig artenvielfalt gefehlt hat. hab bei 7 runden gegen 3 verschiende deck sgespielt, 4x feen, 2x toast und 1x die weißen männer. habe ansonsten auch ziemlich wenig andere decktypen gesehn.
denke das feen derzeit auf jedenfall das deck to beat ist - und hoffe doch mal, dass sich irgendwer noch was nettes bahnbrechendes einfallen lässt, habe keine lust auf die sinnlosen "wer legt zu erst bitterblossom" spiele

Kommentar von Olaf am 06. November 2008

Was mir noch ein bisschen fehlt, ist ein Rant auf die Küchenhutzel. Momentan sieht der Deckbauprozess doch leider so aus: bunte Manabasis + 4 Küchenhutzel + 30 Karten. Danach Weg 1: 4 Figure -> OK, Aggro. Oder 4 Cryptic Command -> OK, Control. Weg 3: Gewollt kreativ (z.B. 12 Planeswalker-Deck). Aber immer wieder Küchenhutzel. Nicht grade originell.
Und trotzdem, meinem Vorschreiber stimme ich zu: Feen ist IMHO momentan das Deck to play.

Kommentar von Duodax am 08. November 2008

Tja, das passiert, wenn der MiDi keinen seelischen/moralischen Beistand vom Osteuropäer-PG beim Artikelschreiben bekommt, hat er doch glattweg die brokenste Karte dieses verdammten Formates vergessen oder euch, was ich imständig hoffe, absichtlich vorenthalten: Fulminator Mage. Zweite Runde mit Bird oder Elf gelegt, bedeutet dies den Sieg gegen diese Slow-Motion Controls, wenn er natürlich im entsprechenden Deck Unterstützung vom Playset MQ und Profane Command garniert mit Shriekmaw und Mulldrifter und anderer Secret Tech, genießt.
Huch, da hat wohl jemand Super Secret Tech verraten, wie nachlässig...

Mulldrifter sowie Makeshift Mannequin und Oona wird bei den eintönigen Karten einfach unterschlagen...

Midi, war das eine Formatübersicht für "konservative" Spieler oder wolltest du der Allgemeinheit mal wieder Tech vorenthalten? 8-)

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