From the Past -- Geddon und Alaaf - GP Köln
Dieser Artikel sollte ursprünglich - wie der letzte auch - im Februar 2001 erscheinen. Aus unerfindlichen Gründen ist das aber nicht geschehen. Und so wie 2001 und 2009 das Jahr mit einem GP in den Niederlanden begann, setzen beide Jahre mit einem GP in Deutschland fort. Nur wurde 2001 Sealed Deck gespielt, 2009 ja Extended. Freut Euch auf eine Fortsetzung der frühen Werke des Michael Diezel.
Wieder einmal war Karnevalszeit, und wo könnte man diese besser verbringen, als in der Hauptstadt aller Bekloppten und sonstigen närrischen Kollegen - Köln. Dass da nebenbei noch ein Grand Prix stattfand, war zugegeben auch noch ein Argument. Dementsprechend voller jäckischer Vorfreude hatte diesmal alles mit der Anmeldung etc. geklappt, und am Freitag Mittag ging das bewährte Leipziger Amsterdam-Quintett Sebastian, Stefan, Christian, Daniel und ich auf Reisen. Diesmal hatten wir uns übrigens Unterstützung aus der sächsischen Hauptstadt geholt, aber nicht irgendwelche Pro-Tour-Player machten sich auf den Weg in die Rheinmetropole, sondern El Mario [Zemke] himself featuring Sebastian the Grond. Zur Krönung schlossen sich auch noch zwei Geraer Spiellegenden, Thomas und Holger, den beiden an und vervollständigten die Macht des Ostens.
Das Turnier sollte (und wurde) als Sealed mit einem Starter Invasion und zwei Boostern Planeshift gespielt werden. Also ein Format, wo wir nicht völlig ahnungslos da standen.
Das Wetter war grandios. Tolle Idee, finde ich, auch mal das Wetter zu erwähnen, aber Schneestürme etc. haben eine Nennung durchaus verdient. Findet bestimmt auch der Basti, (das ist ab jetzt der Gronder Sebastian, da Richters Sebastian einfach Sebastian, oder kurz: der Meister, ist :)) da sich unsere Hauptstädter erstmal mit einer gestochenen 30 über vereiste Autobahnen, an querstehenden LKWs vorbei nach Gera fortbewegten und dort mit lächerlichen 3 Stunden Verspätung ankamen.
Wir hatten dagegen großes Glück, lediglich einen kleinen Stau, während Daniel ständig mit dem Finger auf die Gegenrichtung zeigen konnte, wo nicht mehr allzuviel ging bzw. fuhr.
Ansonsten war alles wie gehabt. Jump spielte brav Mauro, Gigi und DJ Bobo, Magic war als Gesprächsthema nahezu ausgeklammert, und das einzig wahre Ziel war ein McD in Alsfeld West. In Gießen erfahren wir, dass Gera&Dresden-United bald losfahren. Alaaf!
In der Faschingsmetropole angekommen fanden wir ohne Umstände das Hotel. Ganz bescheiden hat der Marc das Kaiser Hotel gebucht. Deswegen nutzten wir als erstes auch mal den Schuhputzautomaten, bevor (!) wir Christian einschleusten. (5 Mann auf zwei Doppelzimmern...) Nach kurzer Verschnaufpause beschlossen wir, die 1,5km (Marcs Schätzung) bis zum Theater am Tanzbrunnen, dem legendären Veranstaltungsort, per pedes zurückzulegen. Ein kurzer Blick in die Karte genügte als Wegbeschreibung, und los.
Wir wanderten gemütlich durch die nächtliche Rheinmetropole, bewunderten die potthässlichen Häuser mit ihrem allseits aufgeräumten Inneren und pfiffen lustige Liederchens. Nach ca. 20 Minuten fragte irgendjemand, ob wir überhaupt richtig laufen, woraufhin die restlichen vier Männlein überzeugend mit den Achseln zuckten. Dementsprechend angestachelt liefen wir weiter, gen Nasenspitze. Nochmal zwanzig Minuten später fanden wir das Messegelände, in welchem sich unser target befinden sollte. Natürlich waren weit und breit nur Messehallen zu sehen, so dass wir gezwungen waren, in einer Tanke nach zu fragen. Das dortige Paradebeispiel Kölner Lebensfreude beschrieb uns den Weg sehr genau, und es schien gar nicht mehr weit zu sein. Doch manchmal liegen Fakt und Fiktion ziemlich weit auseinander, und wir marschierten immer noch fröhlich pfeifend und quatschend zwanzig Minuten an der Steinmauer einer riesigen Fabrik entlang. Dann bogen wir wie beschrieben links ab und ... schlenderten an der Rückseite der Fabrik wieder zurück. Alaaf!
Nach einer Dreiviertelstunde standen wir auf einer Brücke mitten im Kölner Messegelände. Ich weiß nicht mehr, wie wir das Theater dann gefunden haben, irgendwie standen wir auf einmal vor diesen riesigen Bannern. Wurde auch Zeit, schließlich gingen uns gerade die Liederchens aus. Nach knapp zwei Stunden Stadtbesichtigung war die Anmeldung in zwei Minuten erledigt und ein klein wenig erschöpft schauten wir auf die angepriesenen Einzelkarten. Daniel kaufte schließlich ein Geddon für sechzig Mark, das sich hinter einer japanischen Mauerbelebung zu verstecken versuchte. Eine Viertelstunde und zwanzig Geddons von Daniels Seite später traf dann auch der verbliebene Rest ein, die das Tanzbrunnentheater irgendwie schneller gefunden hatten. Wir beschlossen, uns später bei uns im Hotel zu treffen.
Nach einer schwarzen Straßenbahnfahrt und einem Burger-King Mahl, von dem mir hauptsächlich die Beschallung im Gedächtnis geblieben ist (da sang doch ein Mädel den Hit des Wochenendes: "Ich hab' Kopfweh, Ich hab' Migräne"), fanden wir auch locker wieder unser Kaiser-Hotel.
Am Portier kamen wir locker vorbei und machten es uns schließlich in unserem Zimmer gemütlich. Heiß umfochtene Duelle mit brillianten Decks wurden ausgefochten und nebenbei Cottbus gefeiert!
Gegen halb zwölf klingelte auf einmal unser Zimmertelefon und die Spaßvögel aus der Hauptstadt mit Zubehör aus Gera teilten uns mit, dass sie zwar an der Rezeption stehen, aber keinen Bock haben, hoch zu kommen. Dann eben nicht. Wir diskutierten noch, wer das bessere Zimmer hat, da die anderen einen Breitbildfernseher mit echter Fernbedienung haben, während wir einen ca. 12 Zoll Monitor mit Tipse für laut und leise, sowie P+/-. Dafür ist unsere Maria-Statue bunt bemalt und nicht nur lackiert!
Die Nacht war unruhig, die Betten zu weich, die Narren vor unserem Fenster zu närrisch. Alaaf!
Der Morgen hielt eine Stunde VIVA parat, wo ich doch die Vergewaltigung von ERA mitan- und vor allem mithören musste. Ausgerechnet DJ Quicksilver covert Ameno. WAH! Schnell runter zum Frühstück. Das kaiserliche Frühstück
lässt besonders Daniels Magen aufgehen wie einen Pfannkuchen. Anstatt Kaffee und Kippen genießen wir Kaffee und Brötchen jeglicher Art, Kuchen, Pfannkuchen, Quarks, Corn Flakes, Obst, Gemüse, Schokolade, Eier .............. MMH. Christian saß übrigens in seinem Zimmer und bekam von uns ein leckeres Brötchen geschmiert...
So gestärkt machten wir uns mit wiederholt geputzten Schuhen und unter Beschuss von ständigen Geddons, die Daniel Stefan um die Ohren haute, auf den Weg zum Theater am Tanzbrunnen. Intelligenterweise hatten wir beschlossen, doch die Straßenbahn zu nehmen. An der Haltestelle empfängt uns erstmal die Nachricht: "Auto auf Gleis. Einschränkungen im Plan." Holger, wo sind wir denn wieder langgefahren... Bei der U-Bahn gibt's Betriebsstörungen, und bei unserem SOS-Funk an die Autofahrer (unseres war hoffnungslos zugeparkt) hatten wir anstatt des Frostes Martin Beck an der Leitung, der berichtete, wir sollten mal den Anmeldechluss aufhalten, da sie noch im Stau stehen... Alaaf!
Überraschenderweise kam dann doch eine Bahn. Natürlich verliefen wir uns wieder hoffnungslos, bis wir nach knapp 30 Minuten in einem Messetunnel andere Magic-Spieler trafen, die ebenfalls völlig orientierungslos rumtrabten. Entweder die Stadt ist unübersichtlich, oder wir orientierungslos. Wir haben uns noch nie groß verlaufen!
Im Gebäude angekommen, Featurmatchten der Basti und ich unsere zwei Obliterate-Decks gegeneinander. El Mario sah aus, als hätte er sich vom Karneval her verirrt und wir überlegten, wie wir den ca. 550 Mann klarmachen sollten, dass sie das Turnier noch ein bisschen aufzuschieben haben, da noch drei Spieler im Stau stehen.
Dann ging es los. Knapp 550 Leute wurden an riesig lange Tische gequetscht, nur einer hatte einen 32 Mann Tisch ganz für sich alleine. Ich! Als letzter Spieler des ganzen Grand Prix saß ich einsam und verlassen an Tisch 269 und wurde mit bemitleidenden Kommentaren vorbeilaufender Judges und ähnlichen Exoten aufgebaut.
Das Feld enthielt zwar keine Amis (die waren wohl in Boston) und keinen Slemr, aber ansonsten alle Europäischen Magic-Größen, inklusive den Ruels, Kai Budde, Noah Boeken, Holger Frost und wie sie alle heißen.
Nach dem Öffnen meiner Schachtel ging es ans Deckbauen. Es sah nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut aus. Die Rares waren wieder eine Augenweide: Bend Or Break, Planeswalkers Mischief, Phyrexian Lens und Natural Emergence (mit einer Cloak, als einziger G/R Verzauberung). Na gut, ein Planar Portal war auch dabei. :) Grün war gewohnt schlecht, obwohl ich einen verlockenden Vanguard hatte :), Blau war als Splash-Color gesetzt, da es mit Probe, Allied Strategies und Vodalian Serpent die einzigen wirklich guten Karten aufwies. Weiß war auch sehr stark, konnte ich aber nicht nehmen, da es meinen Removal auf eine Karte beschränkt hätte, da die anderen drei alle B/R waren. Also stand die Kombination mal wieder fest. Ich hatte eigentlich nicht wirklich mit einer anderen gerechnet. Nur dass ausgerechnet diesmal kein Flametongue Kavu dabei war... Na ja. Ich beschloss, ein aggressives Kreaturen-Deck zu bauen, da ich sehr gute rote Kavus hatte. Dazu ein paar schwarze Brecher, vier Removal und drei Card-Draw Karten. Klingt nicht schlecht. Leider fehlte ein Knaller, wie Magma Burst oder blaues Bounce. Ich denke, ein 4:3 ist realistisch.
Das Deck, mit welchem ich mein Glück versuchte, sah dann so aus:
- Thunderscape Apprentice
- Ravenous Rats
- Nightscape Familiar
- Rage Weaver
- Kavu Aggressor
- Kavu Scout
- Caldera Kavu
- Shoreline Raider
- Volcano Imp
- Mire Kavu
- Kavu Runner
- Hunting Drake
- Phyrexian Reaper
- Pouncing Kavu
- Nightscape Battlemage
- Vodalian Serpent
- Terminate
- Exotic Curse
- Crosis's Charm
- Probe
- Allied Strategies
- Plague Spores
- Planar Portal
- Salt Marsh
- Sulfur Vent
- 3 Island
- 7 Mountain
- 6 Swamp
Wie beschrieben, sehr solide Kreaturenbasis und auch eine extrem konstante Manaverteilung. Aus diesem Grund ließ ich auch zwei, drei gute blaue Sprüche draußen, um so den Rang als Splash-Color halten zu können.
Beim meditativen Treffen der Sachsen und Thüringer stach dann v.a. der Stefan heraus, der das Christian-Deck hatte, ebenfalls B/R/U, mit 200% mehr Removal als ich und vernünftigen Kreaturen. Damit wäre Tag 2 auf jeden Fall zu schaffen. Sebastian, der Basti und Mario haben ebenfalls starke Decks, die noch einen Tick besser sind als meins, wie ich nach ein paar Testspielen schnell herausgefunden habe. Basti kommt übrigens nach dem Deckbau noch an und lässt sich ein paar Tipps geben, die er auch tatsächlich noch auf der Deckliste vermerkt. :) Christian und Thomas haben durchschnittliche Decks, und Holger baut ein vierfarbiges Deck ohne Mana-Hilfe, was er später selbst als Fehler einsieht.
Unsere Stau-Freunde haben es übrigens noch geschafft, und gerade Martin hat noch ein paar solide Karten abbekommen, oder wie soll man sonst zu Darigaaz, Pyre Zombie und Kavu Monarch sagen?
Die erste Runde beginnt und Sebastian, Mario, Stefan und ich genossen unsere Byes. Der Rest schlug sich wacker. Basti und Thomas gewannen, Daniel und Holger nicht. Deswegen spielte Daniel mal wieder ein Geddon, und wir machten uns auf zu Runde zwei.
Dort ist besonders Stefans Auftritt hervorzuheben. Im ersten Spiel verreckte er, als er den Gegner auf eins hat. Vor dem zweiten kam ein langhaariger etwas übermüdet schauender Justus zu unserem Junior und fragte ihn, wo genau er seine Planeshift-Karten eingetragen hat. Stefan verlor daraufhin das Spiel ohne einen Schaden zu machen. Danach hatte er das berüchtigte Dauer-Chuck-Norris-Pairing, nur dass der Karate-Meister diesmal ständig anwesend war, während unser Stefan mit seinem Tag-2-Deck jetzt Cheerleader-Übungen für uns machen konnte.
Wir anderen gewannen einheitlich, bis auf die zwei, die schon verloren hatten, und Sachsens besten Limited-Spieler, Christian. Ich spielte gegen einen Holländer, der mir jedesmal einen Runde 2 Galina's Knight hinstellte, woraufhin ich erstmal alle Kavus zog. Spiel 1 gewann ich dank Portal und Spiel 2 dank gutem Spiels (muss mich auch mal loben...), da er auch noch ein 3. Runde schwarzen Planeswalker spielte. Ich hielt Länder auf der Hand und hatte ein wenig Schwein.
Runde 3 bekam ich meinen ersten Pro-Tour-Sieger zugelost. Okay, es ist schon 5 Jahre her, dass Frank Adler in Atlanta gewonnen hat, trotzdem. Ich zog göttlich. Trotz Mulligan gewann ich in 12 Minuten ganz locker. Die beiden Dresdner machten es prompt nach. Auch Daniel konnte gewinnen, der Rest verlor leider. Es folgt eine Mittagspause, in der wir Martins Deck tuneten, Stefan allen zeigen wollte, dass er das beste Deck hat, Daniel ein Geddon spielte und soweiter.
Runde 4 bekam unser Mario, publikumswirksam mit Schlapphut ausgestattet, gleich den guten Olivier Ruel vorgesetzt. Der beleidigte Mario, was er besser nicht getan hätte. El Mario verhaute den Franzosen und beschloss zu droppen. Ja, Mario stand 4-0, aber er hatte Kopfschmerzen, Migräne, all das, was bei Burger King besungen wurde. Nebenbei hat er jetzt wohl ein 1900+Rating. Übrigens der gute Ruel wurde am Ende 9., irgendein Dropper hatte ihm die Opponent-Score versaute. Lieber Mario, ich hoffe du grinst bei dieser Vorstellung genauso, wie wir hier alle! :-D
Basti, Daniel, Holger und ich gewannen. Ich spielte gegen Antoine Rottiers, von dem ich nur noch weiß, dass er Tag 2 geschafft hat. Basti und ich standen damit 4-0, die anderen 2-2 oder schlechter, oder waren mehr oder weniger freiwillig gedroppt.
In der nächsten Runde musste ich gegen Matthias Schulze-Kattelbach ran. Er gewann zweimal mit Hunting Drake- Nightscape Apprentice Kombo, da ich nur rote Kreaturen zog. Das erste Spiel hatte ich übrigens locker gewonnen. Wie in Amsterdam schien also die fünfte Runde zu unserem GAU zu werden, da auch Basti verlor. Alle anderen, mit Ausnahme von Daniel und Thomas übrigens auch, Christian droppte bei 1-3-1. Damit war die Ausgangslage klar. Basti und ich mussten mindestens 2-1 gehen, Thomas und Daniel 3-0. Bei diesen Ergebnissen wären die Tiebreaker entscheidend. Außerdem ging es für die drei um die 1700-er Preise, die von allen ausgespielt wurden, die nie ein 1800-Rating überschritten hatten.
In Runde 6 spielte ich gegen einen Franzosen, der mit seinem 5-farbigen Deck bescheiden zog und mir damit einen leichten Sieg schenkte. Daniel gewann gegen Jesse Cornelissen, den jüngeren Bruder von Kamiel, welcher wiederum gegen unseren Basti den Kürzeren zog. Wenn dieser dem Holländer sein Ranking genannt hat, wird der gute Kamiel wohl etwas blasser geworden sein... Die verbliebenen verloren einheitlich, mit Ausnahme von Sebastian. Ich hatte einen prima Opponent-Score und brauchte noch einen Sieg aus zwei Spielen. Da ich bisher wie ein junger Gott zog, musste das doch zu machen sein.
Schon in Runde 7 war es soweit. Mir gegenüber nahm Sebastian Marquart Platz, der mit Mönchskutte und Wollmütze auftrat. Ich gewann ein wenig knapp, aber doch verdient und war wohl im zweiten Tag und sprang ein bisschen in der Gegend rum. Alle anderen verloren, leider auch der Basti. Nur Holger konnte seinen zweiten Sieg feiern. Für die letzte Runde ging es vor allem für Basti um alles, da er ein lockeres 250$ Ante Match vor sich hatte. Das bedeutet, bei Sieg 250$ (bei Top 64 sogar mehr) oder gar nichts.
Um es kurz zu machen er gewann und unser aller Abendessen war gesichert. Daniel, Sebastian und Holger verloren, während Thomas gewann. Ich dagegen hatten einen ganz guten Nachwuchsspieler aus Holland als Opponent. Noah Boeken hieß der Gute, seines Zeichens Europameister, Grand Prix-Sieger etc. Erstaunlicherweise ließ er sich nicht auf einen Draw ein, den ich ihn in meiner Großzügigkeit angeboten hatte, sondern wollte es wissen. Spiel 1 behielt ich nach einer Probe nur noch eine Karte. Diese war jedoch das Portal, was mir bei 8 Ländern das Spiel brachte. Spiel 2 zog ich wieder mal göttlich und machte den mana-gescrewten Euro-Chef platt. Das war ja unglaublich. Ich stand auf Platz 9!!!!!!!!! Bei einem 550-Mann Grand Prix!!!!!!!!!!!!!!! Trotzdem hatte ich im Gegensatz zum Basti noch gar nix gewonnen. (Außer endlos viele Punkte gegen Noah, der nebenbei auch noch Europas am besten bepunktetster Spieler ist - oder besser: war?! :))
Erwähnt sei hier übrigens noch unser 4-0-Dropper, der als Einzigster noch begeisterter von unserer Performance war und seinen miserablen physischen Zustand scheinbar vergessen hatte.
Wir beschlossen, den Magic-Abend gemütlich beim Burger-King mit einem Test-Draft ausklingen zu lassen. (Besonders Stefan war erstaunlicherweise noch nicht Magic-müdde :)) So saßen wir dann, umgeben von unzähligen Whoppern XX- und
XXXL und interessiert beobachtet von einigen rotbehaarten Karnevalisten, sortierten aus unseren Decks neue Booster und drafteten. Aber irgendwie zog sich das in die Länge, und die Motivation sank rapide. Mit einer Ausnahme: El Mario! Mit unbändiger Energie verhaute er Christian und protestierte einsam gegen den zeitigen Abbruch der Aktion. (Er hatte seit seinem Drop übrigens weder geschlafen, noch meditiert, noch eine Massage erhalten!)
Ich beschloss, mir noch die Haare zu waschen, damit ich diesmal besser als der Kai auf dem Foto der Final 8 aussehen würde. Danach fielen wir alle erschöpft in die zu weichen Betten.
Punkt 6 Uhr verliessen wir diese auch wieder. VIVA spielte einen Megahit nach dem anderen und wir standen eine halbe Stunde später zum Frühstück bereit. Daniels Zigaretten und Kaffee gewöhnter Magen dachte bestimmt, die Welt geht unter, oder wie sonst wäre ein Obstsalat am Sonntag um 6.30 Uhr zu erklären gewesen? Während des Essens quatschten wir noch mit dem etwas lunatischen Pförtner, das heißt eigentlich redete nur er und wir nickten höflich zu seinen Ausführungen über Jauch, Karneval und Skat... und irgendwelche Berge, die wir in Köln besteigen sollten.
Christian wurde mal wieder rausgeschmuggelt und das Auto vom Eise befreit. Pünktlich trafen wir am Spielort ein, wo sich schon fast alle Spieler versammelt hatten, mit Ausnahme der Pros. Ach ja, Judges waren auch noch nicht da...
Mit einiger Verspätung wurde ich an meinen Drafttisch (Nr.2!) plaziert, an dem ich zusammen mit Jon van Cleeve, Jim Herold und natürlich Kai Budde (Wie immer im GP-Pullover! Ihr wisst schon, welchen ich meine... Wenn nicht, schaut euch mal ein Foto nach einem Turniersieg an... Egal welches Turnier - ist eh immer der selbe:)) saß.
Als erste Herausforderung wurden die drei Booster durch ein Klebeband der Marke Extra-Stark zusammen gehalten. Einige Cle(e)vere schafften es, so stark daran zu ziehen, dass die Packung zerriss und die Hälfte der Karten zu sehen war...
Nun gut. Erstaunlich gelassen ging ich dann die Sache an. Der erste Booster hatte nur Mist inside... mit Ausnahme einer Probe, die ich immer gerne nehme. Danach stand ich vor der Wahl Benalish Trapper-Tribal Flames und entschied mich für die Kreatur, da ich dachte, Rot wäre (und war auch) überdraftet. Danach kamen fast keine blauen Karten mehr an, so dass ich gezwungen war, weiße und schwarze Karten zu nehmen. Ich bekam solide Kreaturen, aber nichts wirklich Starkes. Der zweite Booster brachte Treva und Annihillate. Ich schwankte zwischen dem grünen Drachen-Splash und dem prima Removal und entschied mich doch für die scheinbar sicherere Variante mit dem Instant. Ich bekam noch Ratten und den Emissary und betete für eine Harpyie in Planeshift. Diese war auch prompt in meinem Booster zu finden. Da ansonsten nichts Bemerkenswertes drinnen war, nahm ich sie gerne. Prompt lächelte mich im nächsten Booster noch der schwarze Battlemage an. Auch zwei Silver Drakes gesellten sich noch zu der munteren Schar, so dass am Ende doch ein ganz ordentliches Deck entstand:
- Benalish Trapper
- Ravenous Rats
- Crimson Acolyte
- Cavern Harpy
- 2 Silver Drake
- 2 Samite Archer
- Disciple of Kangee
- Prison Barricade
- Razerfoot Griffin
- Duskwalker
- Urborg Emissary
- 2 Benalish Lancer
- Nightscape Battlemage
- Pollen Remedy
- Worldly Counsel
- Sleeper's Robe
- Death Bomb
- Lobotomy
- Probe
- Annihilate
- 7 Plains
- 6 Island
- 5 Swamp
Wie gesagt, sehr solide. Die Kreaturen sind okay, ich kann einiges ohne Kicker spielen, um die Gatings zu spielen, mit der Harpyie kann ich Spiele gewinnen (Ratte + 2 Bounce), doppel Archer klingt auch gut, und mit etwas Glück sind Lobotomy und Sleeper's Robe Gamebreaker. Allerdings will ich auch die Schwächen nicht verschweigen. Als erstes fehlt natürlich Removal. Dann könnte ich Probleme gegen Schwarz bekommen, und Sorgen bereitet auch das Mana, da ich im Prinzip mit drei Hauptfarben spielen muss, was man eigentlich vermeidet, ging aber nicht anders.
Mit diesem Gedanken machte ich mich also auf den Weg zu meinem ersten Match gegen Jim Herold. Dieser spielte Schwarz/Rot-Beatdown. Im ersten Spiel bekam ich seine Battleflies mit Maniacal Rage nicht gehandelt und verreckte an Fruchtfliegen!!!!!!!! Spiel 2 sah mich zunächst hoffnungslos Manascrewed. Nach einem Topdeck spielte ich eine Probe, zog den Acolyte. Nächste Runde fing meine Lobo ein Soul Burn. Danach legte ich den Acolyte, bouncte mit den Emissary etc. Half jedoch alles nichts. Mir fehlte letztendlich die eine Runde, in der ich keine Land spielte. Bei fünf Leben wurde ich via Backlash-Tribal Flames niedergebrannt.
Na ja, kann schon mal passieren. Danach wartete der starke Holländer Frank Kaarsten. Im ersten Spiel war ich haushoch überlegen, hatte Board-Control mit Fliegern, bis er anfängt rumzu-topdecken. Trotzdem bekam ich ihn auf 4, mit ner Harpyie und nem Drake, er keine Karten auf der Hand und keine Flieger. Seine Gegenattacke brachte mich ebenfalls auf 1, und er zog (und spielte) eine Spinne :(. Spiel 2 lief ähnlich, nur dass diesmal sein Beatdown nicht ausreichte. Im dritten Spiel zog ich sehr bescheiden und verlor klar. Schade, dieses Spiel hätte ich gewinnen können...
Schon deutlich weniger motiviert machte ich mich an einen deutlich weiter hinten gelegenen Tisch, wo immerhin Daniel Steinsdörfer wartete. Spiel 1 zeigte ihn Mana-Flooded und Spiel 3 Mana-Screwed, so gewann ich glücklich gegen das eigentlich bessere Deck.
Das bedeutete, dass ich mit meinem nächsten Draftdeck noch 2-1 für's Geld gehen müsste. Ich war sehr skeptisch. Diesmal draftete ich u.a. mit Raphael Levy und natürlich once again... Kai Budde.
Diesmal öffnete ich einen Reckless Spite. Mein Nachbar ließ einen Skizzik durch, den ich dann nach kurzer Überlegung über ein Exclude draftete und damit mit festem Plan (B/R-Beatdown) weiter machen konnte. Ich fing noch eine Scorching Lava ab und bekam ein paar solide Kreaturen. Der zweite Booster hielt natürlich fast gar nichts bereit, so bestand mein First Pick aus einer Scorching Lava. Auch ansonsten machte sich das Removal rar, und ich bekam lediglich noch einen Soul Burn. Die Kreaturen, die vorbeischauten, waren gut, aber alle ein bisschen teuer. Wo waren die Kavu Aggressors? Dafür könnte wenigstens ein Terminate bei Planeshift dabei sein. Bingo! Ich öffnete einen prima Booster, inklusive Terminate. Doch damit nicht genug. Im zweiten Booster lächelte mich gleich noch eins an. Ich huschte noch schnell durch den verbliebenen Rest... und fand eine Karte, die noch besser als das Terminate war: Talruum, den BSE-Chef. Außerdem kriegte ich tatsächlich als dritten Pick dann mein zweites Terminate und als Nr.4 einen Mire Kavu. YIP!
Am Ende stand ein sehr starkes Deck mit viel gutem Removal, Direct Damage, Knallern etc. Leider fehlten ein wenig die wirklich guten, billigen Kreaturen, aber für ein 2-1 sollte es trotzdem reichen:
- Phyrexian Battleflies
- Nightscape Apprentice
- Rogue Kavu
- Nightscape Familiar
- Lava Zombie
- Slingshot Goblin
- Mire Kavu
- Phyrexian Slayer
- Trench Wurm
- Firescreamer
- Skizzik
- Phyrexian Bloodstock
- Tahngarth, BSE-Hero
- 2 Duskwalker
- 2 Terminate
- Addle
- 2 Scorching Lava
- Reckless Spite
- Zap
- Plague Spores
- Soul Burn
- 8 Mountain
- 9 Swamp
So, hoch motiviert machte ich mich auf einen der besten Norweger, Eivind Nitter zu schlagen. Dieser sieht in etwa aus wie Claudia Schiffer nach 4 Wochen Girls Camp und quatschte mich auch gleich zu, how bad his deck was. I sagte him, that I really can nicht believen that and look in the zweite turn he legte down eine Crimson Acolyte. Ich vergaß zu erwähnen, dass mein Deck nur eine Karte fürchtete. DITO!!! Ich streckte den Zeigefinger in die Luft und beschloss, auf mein schwarzes Removal zu warten. Doch leider hatte ich nicht viel davon, so dass wir hübsch Kreaturen auf den Tisch packten, ohne irgendwelche Unterbrechungen. Zum Glück zog er außer dem Acolyten nur Dream Thrush und Familiar, die nicht wirklich weh taten. Dann ging ich mit Fruchtfliegen in die Luft, die er shacklete. Ich Bloodstock hinterhergelegt und angegriffen. Er packte Shackles um, ich griff weiter mit rotem Zeug an, er tappte sich Weiß aus und ich terminatete mir meinen eigenen Bloodstock, der bei Abmarsch in den Friedhof bekanntlich weiße Kreaturen zerhaut. Und so verabschiedete sich der Prot.Red.Knabe, und mein Beatdown beendete das Spiel schnell. Spiel 2 funktionierte ähnlich, nur dass der Eivind noch diesen Megaheiler aus Planeshift (Your Creatures gain Protection from a color of a permanent you own) legte. Na gut, er spielte W/U, ich B/R, nix Problem, zumindest bis der weiße Shimmering Angel auftaucht, wonach auch bei mir alles weiß wurde. Zur Krönung hatte er auch noch einen Tidal Vissionary parat, so dass ich neben dem Spiel auch noch meinen Verstand verlor. (Erwähnte ich, dass in dem Deck auch noch Shifting Sky war?)
Großmeister Budde kommentierte meine Situation übrigens so: "Der Meister mit dem Tahngarth hat aber auch ganz schön zu rudern..."
Ja, Kai, kein Wunder gegen Acolyte und ca. 7 weiße Mana. Trotzdem...
Nun gut. Spiel 3 zog ich die perfekte Hand mit Apprentice, Lava Zombie und Rest Removal (schwarz). Ich spielte den Apprentice, er Dream Thrush. Ich zögerte kurz, da ich außer dem Apprentice keine Kreatur mehr habe. Dann griff ich doch an, machte den Schaden und atmete erleichtert durch. Der Rest, inklusive des Heavyweight-Champs übrigens auch. Eivind hatte übrigens eine Starthand mit 6 Ländern und Dream Thrush behalten. Sein nächster Draw: Crimson Acolyte. Sein übernächster: Crimson Acolyte. Doch ich hielt Soul Burn und Reckless Spite bereit, und dies waren (neben einem Dream Thrush-Damage) die einzigen Schadenspunkte, die ich kassierte.
Damit gewann ich nicht nur das Spiel, sondern auch die ungebrochene Aufmerksamkeit des Oslo-Ökos, der mir minutenlang die sicherlich spannende Entstehungsgeschichte seines Decks erzählte. Leider sprach er so schnell, dass ich fast nix verstand. Außerdem wollte ich zu meiner Rauchpause, die ich mir für diesen Tag angewöhnt hatte. Nein, keine Angst, ich habe nicht einen Zug genommen, nur Daniel und Mario angefeuert. Aber frische Luft brauchte ich wirklich, schließlich stand ich nur noch einen Sieg entfernt von 250$, ganz zu schweigen von der Möglichkeit, beide Spiele zu gewinnen.
Mein Traumlos Kai saß wieder woanders. Statt dessen durfte ich gegen Joost Vollebregt spielen, der nicht nur ein übelst lustiger Knabe war, sondern auch noch übelst lustig 3 Magma Burst gedraftet hatte. Und so startete Game 1 auch gleich sehr enthusiastisch mit einem Apprentice, der sich ein Tribal Flames einfing. Ich schaute etwas entgeistert, da dieser ja wirklich nicht der Killer ist und versuchte ein Addle. Begeistert zählte ich zwei Magma Bursts, ein Tribal Flames, ein Serpentine Kavu und... einen Quirion Trailblazer. Da er auf drei Ländern sitzt nahm ich die Flammen, in der Hoffnung, ihn noch eins, zwei Runden kein Land ziehen zu sehen. Er zog, spielte ein Land, magma burstete mit Kicker meine beiden Kreaturen, nächste Runde kam ein Trailblazer, dann der Kavu. Den handlete ich, aber der Kleine wird Armadillo-gecloaked und nach Jims Fruchtfliegen-Beatdown verreckte ich diesmal an Gürteltier-Pfadtfindern... Ich beschloss auf Grund des Massenremovals auf seiner Seite lieber zu ziehen, als zu spielen, woraufhin er prompt seine komplette Beatdown-Schiene zieht. Mit schnellen Kreaturen (Familiar) und zwei Tribal Flames bekam er mich schnell auf 7 Leben, wogegen ich nur einen Slayer stellen konnte. Ich zog mit Soul Burn auf der Hand Reckless Spite, riskierte diesen (er noch nicht einen Burst gespielt!) und ging auf 2. Er hatte tatsächlich keinen Brenner, sondern nur eine Kreatur für mein Soul Burn, das mich wieder auf 4 brachte. Danach entwickelte sich dieses Spiel zu einem Top-Deck-Festival, dass von den zahlreichen Spielern um uns herum mit stummen "AHHH"'s und "OHHHOHO"'s aufgenommen wurde, während Joost und ich im gepflegten Oxford-English smalltalkten, was das Zeug hielt. Ich kriegte ihn auf 5, bis er eine Spinne spielte. Ich Urborg Skeletons hinterher, er dieses grüne Viech, was Schaden umleiten kann. (Skelette ohne Kicker :)) Ich Familiar, er Serpentine Kavu... Ich denke, für 4 Runden zogen wir beide keine Länder, aber auch kein (dann spielentscheidendes) Removal. Dann setzte ich ihm was zum Knabbern vor: einen Duskwalker. Doch er konterte elegant mit dem Cloak. Ich blockte mit dem Familiar und ging auf 2. Nächste Runde riskierte ich den Massenblock - mit Erfolg. Dann zog ich auch noch das Terminate, doch zu spät. Er überrennt mich einfach nächste Runde mit seinem ganzen Haufen.
Trotzdem das vielleicht schönste Spiel, was vor allem an der tollen Athmosphäre lag. I wished him the best for the nächste Match, welches would make him into the Final 8, wenn er wins. Er ist unsure, but ich told him, that er wird haben eine chance of about 30 Prozent with diesem average Deck.
Und ich drückte ihm ganz fest die Daumen, weil er wirklich ein ganz netter Kerl war.
Für mich selbst bedeutete dies jedoch, dass ich jetzt ein 250$-Ante Match bestreiten musste, was in etwa so ein Druck ist, wie bei einer bisher perfekten Fahrprüfung noch einmal überraschend einparken zu müssen.
Leider war das Hollywood-Ende nicht perfekt, da ich - trotz identischer Punktzahl - auch im letzten Spiel nicht auf Kai traf, sondern statt dessen gegen Tom de Wael aus Belgien spielte. Dieser hatte G/R-Beatdown gedraftet und schwitzte noch mehr als ich. Ich zog in Spiel 1 eine bescheidene Starthand, zog aber ganz vernünftig nach und sah eigentlich ziemlich überlegen aus, bis er dann dieses Massen-Landwalk-Treefolk spielte. Ich beschloss es Leben zu lassen (weise Entscheidung ohne Removal) und Beatdownte weiter, da ich hier klar führte. Bei einem gedachten Kreaturenaustausch würgte er ein Aggressive Urge durch und es wurde doch noch mal knapp. Gerade, weil er dann Restock auf das Urge und einen Climber spielte. Ich griff daraufhin mit dem Duskwalker an und Soul Burnte ihn auf 1 runter. Dies war eine Bauchentscheidung, da ich es auch auf den Final-Burn bei einem Land mehr hätte ankommen lassen können. Doch ich wollte die beiden Leben. Zu Recht! Er spielte den Climber, zog, spielte Urge, spielte Explosive Growth und attackierte mit dem Baumvolk. Ich war übrigens bei 6, danach bei 1... Tom der Wal griff sich an die Stirn. Hätte er erst das Urge gespielt, hätte er damit das Growth gezogen und mit Kicker spielen und gewinnen und mir damit den Weg zu dem Geld verbauen und überhaupt mich ärgern können... Hatte er aber nicht. Die zweite Starthand war Top, doch seine auch. Beide spielten wir schnell Kreaturen, brannten einige weg etc. Dann hatte er das Baumvolk und einen dicken Kavu, ich nur was Kleines. Außerdem war ich bei 7, er bei 8. Gerade spielte er seinen 4. Burn-Spruch, so dass ich wieder mal das Spite riskierte. Er spielte natürlich prompt eine kleine Kreatur. Ich griff für 3 an, brachte ihn damit auf 8. Dann hatte ich die Wahl und Soul Burn auf der Hand: Kreatur rösten, und hoffen, dass er nix nachlegt, oder ihn auf 1 rösten und hoffen, dass er nix nachlegt, oder warten und Land ziehen und ihn nächste Runde rösten. Ich höre wieder auf meinen Bauch, der da meint, ihn rösten, und Soul Burne ihn für 7. Prompt kommt nächste Runde der Angriff mit dem Kleinen und das Explosive, diesmal sogar Explosiv-Bonus-Wachsen. Macht summa summarum 6 Schaden für mich, damit war ich mal wieder auf 1... Tja, auch ich durfte einmal Glück haben. Der finale Angriff bringt mir einen feuchten Händedruck mit dem Wal und viele Umarmungen... und 250$ und Platz 19 und, und, ja, und 1 (in Worten: einen) Pro Tour Punkt (...wenn ich das noch 5x mache habe ich dann ein Bye beim nächsten Grand Prix!).
Schnell bekamen wir noch mit, dass der Joost es wirklich geschafft hat und dann gings nach Hause. Alle meine 3 Niederlagen an Tag 2 hatten es in die Final 8 geschafft und von meinen 7 Tag 1 Gegnern immerhin 4 in Tag 2... Macht einen beachtlichen Opponent-Score...
Mit - im Vergleich zur Hinfahrt - deutlich höherer Geschwindigkeit ging's direkt zu McD und Richtung Heimat, doch nicht ohne vorher noch das Rätsel um meinen Erfolg lösen zu können. Meine Sterne standen gut! Dies jedenfalls war der Standardsatz der Jump-Astrologin, unabhängig vom vorgetragenen Problem und noch unabhängiger vom Sternzeichen.
Da man das ausnutzen muss freuen wir uns auch alle schon auf den Grand Prix Prag, wo ich mit 1900er Rating, aber ohne BYE spielen darf...
Fazit: Manchmal ist es ganz gut, seine Planeshift-Karten aufzuschreiben...
Positiv aufgefallene Menschen:
- L.E.-Dresden-Gera-United... einfach klasse gegen Mitternacht bei BurgerKing zu draften...
- Joost V., hätten wir ein drittes Spiel machen müssen, hätten sie wohl das Auto mit den viereckigen Rädern für uns anrufen müssen...
- Eivind Nitter... sieht cool aus, quatscht noch mehr als cool und ist ein feiner Kerl...
Negative aufgefallene Menschen:
- alle Franzosen, die Ruels ins besondere... mit 16 LP die Karten auf den Tisch zu pfeffern und den Händedruck zu vermeiden ist nicht nur unsportlich, sondern einfach nur armselig...
- Kai Budde... setzt sich zweimal mit mir zum draften hin und spielt einfach nicht gegen mich...
- DJ Quicksilver... ein so schönes Lied so zu verhunzen...




Kommentar von Philipp Materne am 08. März 2009
ein hoch auf den MiDi^^
du hättest Jounalist werden sollen
Kommentar von gunnar am 09. März 2009
Ist der Midi nicht Lehrer geworden oder so ?
Dann muesste er ja wissen was hier falsch ist:
"Erwähnt sei hier übrigens noch unser 4-0-Dropper, der als Einzigster noch begeisterter von unserer Performance war und seinen miserablen physischen Zustand scheinbar vergessen hatte."
Sehr fluffig zu lesen ansonsten, wie gewohnt.
Kommentar von kai am 09. März 2009
slops im 7 jahre alten artikel, ich glaub es hackt!
Kommentar von Martin Sturm am 13. März 2009
"Erwähnt sei hier übrigens noch unser 4-0-Dropper, der als Einzigster noch begeisterter von unserer Performance war und seinen miserablen physischen Zustand scheinbar vergessen hatte."
das "einzigster" is in diesem Satz ein Neologismus um zu verdeutlichen wi wichtig es war wenigstens eine Person zum anfeuern zu haben.
Der Artikel ist wie immer mit einem super Stil geschrieben der es einem leicht macht mal wieder etwas Deutsches zu lesen.
der Martin