Reya Dawnbringer

Magic the Gathering in Dresden und Umgebung

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Coverage NQ Leipzig 2009

An einem schönen Samstag im Mai stand wieder die alljährliche Sachsenmeisterschaft an. Es hatten sich 78 Spieler in der altbekannten und idyllischen Location in Leipzig eingefunden, um einen der heiß begehrten 8 DM-Slots zu ergattern. Ich persönlich hatte mich zwar schon in Erfurt qualifiziert, wollte mir aber das Topevent nicht entgehen lassen (na ja, mir war eigentlich nur langweilig, weil die Abiprüfungen durch sind), und so fuhr ich mit Torsten, Martin, Moritz und Philipp zum NQ mit dem Plan, ein paar Feature-Matches machen zu dürfen. Nachdem ich ein paar Karten und Decks verliehen hatte, holte ich mir das OK vom Headjudge und ein professionelles Feature-Match-Area wurde eingerichtet. Traditionell sächsisch waren viele "An Kopp"-Decks unterwegs, darunter aber überraschenderweise weniger rote Brandsprüche, sondern eher schwarz-weiße Spielsteine. Außerdem kamen von der Dresdner Seite, wie erwartet, zahlreiche blaue Karten zum Einsatz, gern auch in Verbindung mit Wecklerchen. So gab es trotz vereinzelten Turbo-Fog- und Combo-Elfen-Decks und dem Tezzeret-Control-Eigenbau vom Moritz Kaltofen keine großen Überraschungen, und das Meta war standardmäßig langweilig. Mit der üblichen Verspätung ging es dann auch los, und ich hatte die Qual der Wahl für mein erstes Feature-Match. Wegen aktuell gehäufter PTQ-Präsenz und steigendem Bekanntheitsgrad entschied ich mich für folgendes Match:

Runde 1
Slavtscho Slawtschew aus Leipzig (Bant Aggro) vs Robert Wilbrand aus Ilmenau (Esperlark)

Slavtscho entscheidet den Würfelwurf für sich und eröffnet mit Noble Hierarch gefolgt von Rhox War Monk in Zug 2. Robert hat dem wenig entgegenzusetzen, da er weder blaues Mana noch ein viertes Land findet und kann nur eine Mistmeadow Witch zum Chumpblocken legen. Durch Dauntless Escort in Runde 3 und Kitchen Finks in Runde 4 von Slavtscho ist nun auch Zorn Gottes kein Out mehr für Robert, und er schiebt in Runde 5 zusammen.

Slavtscho 1:0 Robert

Slavtscho nimmt 2 Finks, 1 Finest Hour und 1 Jhessian Infiltrator für 2 Negate und 2 Gaddock Teeg raus, während Robert mit Dark Bant rechnet und die Manabase mit 3 reingeboardeten Fulminator Mages angreifen will. Robert beginnt mit Meddling Mage auf Dauntless Escort, um die beiden Zörne auf seiner Hand auch durchzubringen, doch das misslingt, denn Slavtscho zieht Gaddock Teeg und legt Runde 4 Rafiq, der nach einem Bant Charm auf Roberts Finks für 6 Schaden sorgt. Robert hat einen weiteren Finks, der Rafiq chumpblockt und ihn zurück auf 18 bringt. Der darauf folgende Shorecrasher Mimic von Slavtscho sieht zwar wenig beeindruckend aus, aber kommt mit Hilfe von Rafiq und der gelegten Finest Hour im nächsten Zug für tödliche 14+18 Schaden vorbei.

Slavtscho 2:0 Robert

Während Robert sich kaum mit T2 beschäftigt hatte, da er für die Pro Tour Block-Constructed getestet hat, nutzte Slavtscho die klassisch sächsische Strategie "Beim letzten mal hab ich Dark Bant gespielt, aber das war schon viel zu kompliziert, also musste etwas noch simpleres her – Ich muss ein möglichst einfaches Haudrauf-Deck spielen".

Das kennen wir doch schon:

 Wie bist Du darauf gekommen, Burn zu spielen?

Es ist einfach geil, geil, geil. Nein, im Ernst: auf dem NQ in Erfurt habe ich es mit Dark Bant versucht und war einfach zu schlecht damit. Deswegen musste ein Deck gefunden werden, was noch einfacher zu spielen ist. Außerdem ist man schnell fertig und kann raus in die Sonne.

Für die Quali hat es leider für keinen von beiden gereicht. Slavtscho droppt nach 1-2 und Robert nach 2-3.

Da die beiden Spiele doch recht schnell vorbei waren, kann ich noch bei ein paar anderen Matches zugucken, so sehe ich, wie Moritz' Tezzeret-Haufen mit grandiosen Highlights wie Etherwrought Page, Rings of Brighthearth und Wall of Denial gegen Stefan Menzels Kombo-Elfen gewinnt und diesen direkt zum 0-1-Drop bewegt; wie Martin Heruth's Turbo-Fog-Deck gegen die Austere Commands des 9jährigen Kithkinspielers einen Draw erkämpft und wie Martin Arndt mit meinem Feendeck recht entspannt gegen Philipp Leube's UW Lark gewinnt.
Eben dieser Martin Arndt bekommt dann auch das nächste Feature Match.

Runde 2
Martin Arndt aus Dresden (Faeries) vs Frank Morgenstern aus Dresden (Doran)

Martin fängt mit der standardmäßigen Runde 2 Bitterblossom an, die Frank mit Gaddock Teeg beantworten kann, welcher aber direkt Opfer eines durch Scion verstärkten Tokens wird. Frank kann allerdings gleich einen Doran nachlegen, der vom Feendeck nur schwer gehandled werden kann. Martin plant den Aufbau einer Tokenarmee, indem er Bitterblossom Nummer 2 legt. Frank hat dem nur Dauntless Escort und Treetop Village entgegenzusetzen, während die Zahl der Token rasch wächst und die Lebenspunkte beider Spieler konstant sinken. Ein Tidehollow Sculler von Frank wird erst einmal von einem Agony Warp auf Dauntless Escort beantwortet, die in Reaktion noch alle Kreaturen unzerstörbar macht, und dann findet der Sculler eine hand mit 2 Cryptic Command und 2 Countersquall vor, was die möglichen Outs von Frank auf 0 reduziert, und so gibt er auch einen Zug später auf. Vorher kam es zu einer Situation, die mich stutzig gemacht hatte, denn Frank aktivierte ein Treetop Village, dass von 2 2/2 Token tot geblockt wurde, doch in dem Zug wurde ja bereits die Dauntless Escort geopfert. Da beide Spieler aber eigentlich ziemlich regelfest sind (und ich nicht ^^) und die Situation nicht spielentscheidend ist, mischte ich mich nicht ein, aber befragte nachher den Herrn Headjudge, der mir meine Annahme bestätigt – das Treetop überlebt.

Martin 1:0 Frank

Frank boardet massiven Feenhate in Form von 3 Cloudthresher und 3 Zealous Persecution für 2 Gaddock Teeg, 1 Doran, 2 Maelstrom Pulse und 1 Behemoth Sledge rein, während Martin 2 Broken Ambitions und 2 Countersquall gegen 2 Plumeveil und 2 Remove Soul tauscht.
Der Herr Morgenstern hat einen starken Start mit Runde 1 Noble Hierarch, Runde 2 Behemoth Sledge und Runde 3 Wilt-Leaf Liege, der allerdings von Remove Soul beantwortet wird. Martin kann nur eine Bitterblossom in Runde 4 legen und einen Noble Hierarch mit Spellstutter Sprite countern, doch Dauntless Escort mit Noobhammer und einem Treetop Village in der Hinterhand bewegen ihn zum Concede.

Martin 1:1 Frank

Martin beginnt wieder stark mit Bitterblossom, und Frank hat wie in Spiel 1 den Runde 2 Gaddock Teeg nach einem Mulligan auf 6, doch diesmal läuft er nicht in den Scion of Oona, den Martin diesmal nicht hatte, aber sehr wohl ein Plumeveil, was ähnliche Folgen für den Gaddock Teeg hätte. Frank kann ein Behemoth Sledge resolven, dieses aber nicht equippen, da Martin eine Mistbind Clique im Upkeep spielt. Diese geht dann auch, durch Bitterblossom-Token unterstützt, hauen. Martin kann in den folgenden Runden alle Gefahren abwehren - Soul Manipulation für Chameleon Colossus, Spellstutter Sprite für Tidehollow Sculler, Plumeveil für mit Sledge equipten Gaddock, Cryptic Command für Dauntless Escort – und die Mistbind Clique fliegt den Sieg nach Hause.

Martin 2:1 Frank

Frank geht anschließend noch 1-4 drop, Doran scheint wohl keine gute Wahl gewesen zu sein...

Ich nutze noch die Gelegenheit, vor dem Kulturhaus die frische Luft und strahlende Sonne zu genießen, und dann darf ich mir schon das nächste Feature Match picken:

Runde 3
Daniel Weile aus Dresden (RGb Aggro) vs Torsten Anders aus Dresden(UWb Lark)

Vor dem Beginn der Runde kann ich Torsten noch nach seiner Einschätzung des Matchups fragen: "Wenn er 'nen schnellen Start hat, wird's schwierig, aber insbesondere mit Kitchen Finks sieht es gut aus."
Daniel, besser bekannt unter dem Spitznamen Chicken, bringt traditionell das Deck an den Start, was rote und grüne Männer nach rechts dreht und rote Karten an den Kopp haut. Das kennt man ja schon gar nicht mehr anders von ihm, obwohl er selber sagt, dass er mit blauen Karten im Deck am erfolgreichsten ist (spielt dabei auf das Pestermite-Kiki-Jiki-Kombo-Deck im Extended an, was auch gleichzeitig eine R-G-An-den-Kopp-Strategie verfolgt).
Wie es sich für den Aggrospieler gehört, startet Chicken mit Mogg Fanatic, der, durch Colossal Might und Incinerate unterstützt, den nach einem Mulligan fast wehrlosen Torsten schon auf 10 bringt. Ein Bloodbraid Elf findet Tattermunge Maniac, wird aber durch Cryptic Command gecountert. Ein hardcast Shriekmaw erledigt den Tattermunge Maniac und blockt einen weiteren Bloodbraid Elf in Chickens nächstem Turn, die mitgebrachte Jund Hackblade und Mogg Fanatic bringen Torsten aber schon auf wacklige 6 Leben. Ein Mannequin auf Shriekmaw erledigt den Mogg Fanatic, welcher Torsten lieber auf 5 bringt als den Shriekmaw zu töten; dementsprechend reichen Hackblade + Colossal Might auch nur, um Torsten auf 1 statt auf 0 zu bringen, doch ein evoketer Mulldrifter findet auch keine Lösung mehr, und Torsten stirbt am Anathemancer.

Chicken 1:0 Torsten

Torsten startet erneut mit einem Mulligan, hat aber diesmal den in diesem Matchup heiß begehrten Kitchen Finks, der auch direkt gegen den Runde 1 Tattermunge Maniac und Incinerate abtauscht und Torsten auf 22 bringt. Chicken hat dazu den passenden Satz: "Hutzel is ne asoziale Pottsau" – ja, da kann man ihm nur zustimmen. Torsten versucht, sich die nachgelegte Figure of Destiny mit Mannequin auf Hutzel vom Leibe zu halten, das misslingt aber gegen Incinerate und Colossal Might. Ein Sower of Temptation schnappt sich die Figure, und beide beginnen das Gegenrace. Zwei Bloodbraid Elf auf Boggart Ram-Gang und Jund Hackblade sorgen zwar für Schaden, aber werden durch Shriekmaw und Path to Exile schnell gehandled, sodass Sower und Figure den Sieg einfahren können.

Chicken 1:1 Torsten

Diesmal nimmt Daniel den Mulligan, startet gut mit Tattermunge Maniac, aber lässt dann 2 Landdrops aus, während Torsten die bösen Küchenhutzel hat. Die beiden Hackblades in Runde 4 und 5 sind nicht besonders beeindruckend, und durch Cryptic Command counter-bounce gefolgt von Soul Manipulation counter-return Hutzel schnell vernichtet. Chicken screwed weiter und kann außer Tattermunge Maniac nichts machen, nach Mulldrifter, Makeshift Mannequin, Shriekmaw und Reveillark ist das Spiel auch schon vorbei.

Chicken 1:2 Torsten

Für Chicken ist das Turnier nach 3-3 drop auch schon vorbei, immerhin war er einer der erfolgreichsten Rgb Aggro Spieler...

In Runde 4 hab ich nun zum ersten Mal eine wirklich schwierige Entscheidung bei der Auswahl des Feature Matches, Moritz Kaltofen mit seinem Rogue Tezzeret-Control spielt gegen den 9-jährigen Kithkinspieler Franz Plate - beide stehen 2-0-1 -, doch da das Matchup für Moritz fast unverlierbar ist, erwarte ich ein langweiliges Spiel. Außerdem wäre es das dritte Dresden-Dresden-Match in Folge, und daher entscheide ich mich für ein Controlduell Leipzig gegen Dresden beim Stand von 3-0.

Runde 4
Benjamin Jeschke aus Leipzig (Cruel Control) vs Martin Arndt aus Dresden (Faeries)

Das Spiel verläuft klassisch, die Second Turn Bitterblossom von Martin wird von Broken Ambitions neutralisiert, und anschließend kommt es zu einem rundenlangen Draw-Go, während sich die Zuschauer darüber amüsieren, was für ein "spannendes" Spiel ich doch featuren muss. Irgendwann in Runde 10.000 geht die Action aber richtig los: Benni versucht einen in-turn Plumeveil, auf den Martin mit Mistbind Clique reagiert. Diese resolved (!) und verleibt sich Mutavault ein; der Terror auf die Clique wird mit Spellstutter Sprite beantwortet. Martin greift mit dem Feenduo an und erledigt das Plumeveil mit Agony Warp. Ein Zorn von Benjamin wird mit Countersquall beantwortet, und dieser countert im Gegenzug Jace mit Cryptic Command. Benni geht auf 10 und muss den zweiten Zorn mit Broken Ambitions gegen Command durchbringen. Ein Angriff mit Mutavault wird durch Plumeveil abgeblockt, welcher aber am Agony Warp stirbt. Ein zweiter Angriff wird durch Fallout verhindert, lässt den Leipziger aber auf 8 Leben zurück. Ein Scion of Oona EoT gelingt und schlägt Benni langsam auf 6. Er versucht, sich mit Ultimatum mit Command-Backup zu retten, doch Martin hat ein eigenes Command und Broken Ambitions. Eine Soul Manipulation auf Mistbind Clique in Benjamins Upkeep beendet das Spiel zugunsten des Dresdners.

Benjamin 0:1 Martin

Benni verstärkt seine Handkartenzahl durch Mulldrifter evoke und Esper Charm, von zwei weiteren Charms auf Martins Handkarten wird eins durch Countersquall verhindert, und das zweite gelingt und befördert 2 Mistbind Cliquen in den Friedhof. Ein Volcanic Fallout tauscht 2-1 gegen Mistbind Clique und Spellstutter Sprite, während Benni konstant keinen Landdrop aussetzt. Ein Mulldrifter mit Command-Backup wird von einer Soul Manipulation mit Command-Backup neutralisiert, die auch noch eine Mistbind Clique zurückholt. Ein Broodmate Dragon läuft in das Cryptic Command, und ein zweiter wird durch Mistbind Clique und Agony Warp abgerüstet. Da Benni extrem flooded ist, kann Martin eine Mistbind Clique resolven (die vierte!), die den Gegner in wenigen Zügen auf 3 bringt. Martin hat noch zwei Spellstutter Sprites und ein Countersquall auf der Hand, sodass ich eigentlich schon fest mit einem Sieg rechne, da Benni auch nur 2 Handkarten hat, doch ich habe mich getäuscht: Der Leipziger spielt sein 15tes Land aus, lässt sich bestätigen, dass Martin 14 Lebenspunkte hat, tappt 15 Mana und spielt Banefire für 14 an ihn. Schade - hätte Martin einfach den schlechten Move gemacht und seine Spellstutter Sprites ausgespielt, oder hätte er eine seiner 3 Vendilion Cliquen gezogen, hätte er wohl gewonnen, doch so steht es:

Benjamin 1:1 Martin

Zu Beginn des dritten Spiels sind nur noch 10min auf der Uhr, und nachdem die beiden Wydwen auf Leipziger Seite von Soul Manipulation und Agony Warp vernichtet wurden und Martin einen Counterwar um eine Vendilion Clique verliert und wenig später eine weitere an Terror aufgeben muss, werden auch schon Extra Turns ausgerufen. Ein verzweifelter Beatdown von Martin bringt Benni zwar noch auf 5 life, gegen Martins 20, doch das Spiel endet in einem Draw.

Benjamin 1:1:1 Martin

Martin bekommt anschließend zahlreiche schlechte Matchups und geht 4-3-1, Benjamin im Gegensatz verliert nur noch ein Spiel und wird 2ter.

Es lässt sich kein anderes gutes Match finden und daher nehme ich zwei 4-0 Spieler:

Runde 5
Kai Fiedler aus Dessau (Boat Brew) vs Torsten Anders aus Dresden (UWb Lark)

Kai nimmt gleich 2 Mulligans und kommt mit der Runde 1 Figure of Destiny gut aus den Startlöchern, während Torsten die schlechte, langsame Hand einfach hält, da er ein Controlmirror erwartet. Die gepumpte Figure haut den wehrlosen Torsten entspannt auf 6 und wird nach einem evoketen Mulldrifter von Torsten noch durch Ajani Vengeant unterstützt, der das Spiel durch zwei Schüsse auch beendet.

Kai 1:0 Torsten

Das erste Play kommt von Torsten in Runde 3 in Form von Kitchen Finks, gefolgt von 3 Spirit Token auf Kais Seite, die aber gleich durch Zorn Gottes abgerissen werden. Kai nutzt dieses Zeitfenster, um Knight of the White Orchid und Flamekin Harbinger auf Reveillark zu spielen. Torsten evoked einen Mulldrifter und schickt das Reveillark im nächsten Zug auf den Weg ins Exil. Eine Mutavault wird zum Angriff geschickt, um Kai auf 15 zu bringen, und im nächsten Zug wird dann ein Kitchen Finks mit Mannequin animiert, entscheidet sich aber, nicht zu blocken. Kai legt ein weiteres Reveillark und eine zweite Windbrisk Heights nach, die Torsten direkt mit Nadel verhindert und zusätzlich noch einen Mulldrifter seinem Team hinzufügt. Kai kann Torsten im nächsten Angriff auf 14 bringen und sichert sich durch einen Stillmoon Cavalier ab, der aber durch Sower of Temptation geklaut wird, so dass Torsten wieder gegenracen kann. Ein Banefire von Kai erlegt die Control Magic-Fee, und der Angriff mit Reveillark, Knight und Harbinger wird durch einen mächtigen Move – Celestial Purge auf 1/1 vanilla – abgefedert, denn Kai spielt ja keine wirklich bedrohlichen roten Permanents wie Siege-Gang Commander, Balefire Liege, Figure of Destiny oder Ajani Vengeant - Torsten wird schon wissen, was er macht, schließlich geht er so auf 8 statt auf 7. Ein evoketer Reveillark bringt Sower und Mulldrifter zurück, so dass Torsten Kai auf 7 bringen kann. Kai zieht nichts Relevantes, kann nur go sagen und wird durch Stillmoon Cavalier auf 5 gebracht. Ein Kitchen Finks von Torsten bringt ihn auf sichere 10 Leben, da hilft auch der Ajani Vengeant nichts mehr – Kai schiebt zusammen.

Kai 1:1 Torstena

Kai startet mit Figure und Windbrisk Heights, doch als er sie auf 4/4 pumpen will, hat Torsten das Celestial Purge, diesmal zu einer sinnvollen Anwendung. Der obligatorische Runde 3 Küchenhutzel von Torsten lässt sich von Mogg Fanatic blocken. Ein Reveillark von Kai stirbt gegen Torstens Kreischmaul und anschließend ein Reveillark gegen das Path to Exile von Kai, doch Torstens zurückgeholter Mulldrifter beeindruckt mich mehr als Kais Mogg Fanatic, und auch das zweite Reveillark von Torsten ist nicht zu verachten. Shriekmaw bringt Kai bereits auf 10, obwohl die Ignite Disorder immerhin Kitchen Finks und Mulldrifter handled. Der Siege-Gang Commander von Kai wird nach einem Reveillark-Angriff mit Zorn besiegt. Kai legt Ajani Vengeant. Nun hat Torsten eot die Qual der Wahl: Holt er sich gegen den wehrlosen Kai auf 6 Leben mit Mannequin den Reveillark, um ihn für 6 zu hauen, oder holt er sich Kitchen Finks und tötet Kai nicht. – Klar, was da das gute Play ist: Man holt den Kitchen Finks, denn Kai könnte den tödlichen Damage ja noch mit einer seiner 0 Handkarten verhindern... Nun ist Torsten gezwungen, stattdessen den Ajani anzugreifen und gibt Kai noch eine Runde, dieser zieht Siege-Gang Commander, doch Torsten hat den Counter. Ja hier zeigt sich mal wieder deutlich, dass man nicht perfekt spielen muss, um zu gewinnen.

Kai 1:2 Torsten

Kai verlor anschließend noch 3 weitere Spiele und ging nach 4-0 4-4, während es für Torsten zur Quali mit 6-1-1 reichte.

Diesmal wollte ich es vermeiden, noch mal Martin oder Torsten zu featuren, aber da sich kein interessantes Match ohne Dresdner Beteiligung finden lassen konnte, nahm ich:

Runde 6
Eric Winkler aus Dresden(UW Lark) vs Sten-Magnus Mostek aus Dresden (BW Token)

Eric steht 3-1-1 und braucht unbedingt den Sieg, Sten hingegen steht 4-1 und hätte selbst bei einer Niederlage noch Chancen. Sten beginnt und hat sein erstes Play in Runde 3 in Form von Kitchen Finks, während Eric den guten Start mit Runde 1 Borderpost und Runde 2 Knight of the White Orchid hat, den Kitchen Finks mit Path to Exile entfernt und einen eigenen Hutzel legt. Sten schießt den Knight mit Murderous Redcap ab, aber Eric hat noch einen Knight und Sten noch einen Hutzel. Eric füllt seine Hand mit Tidings auf und legt mal wieder Kitchen Finks. Sten kann seine Persister mit 2 Glorious Anthem und Ajani Goldmane verstärken, doch die beiden Hutzel von Eric blocken wacker alles ab. Sten legt Bitterblossom und anschließend Anthem Nummer 3 und 4. Eric vergrößert seine Armee mit Mulldrifter, Sower auf Redcap und Reveillark, schickt Stens Hutzel ins Exil, bounced einen Bitterblossom-Token und haut Sten in 2 Runden tot. Tja, 4 Glorious Anthem sind in dem Matchup nicht wirklich toll...

Eric 1:0 Sten

Sten hält eine Hand mit 5 Ländern, Bitterblossom und Glorious Anthem und startet dementsprechend mit Runde 2 Bitterblossom, Runde 3 Kitchen Finks, Runde 4 Spectral Procession – gut nachgezogen. Eric hat einen wenig begeisternden Start mit Runde 1 Borderpost, Runde 3 Stillmoon Cavalier Runde 4 Borderpost im Obeliskmodus. Sten legt Glorious Anthem und schaut sich Erics Hand mit Tidehollow Sculler an, Path to Exile und Austere Command sind nicht gerade das, was er sehen wollte, aber er haut einfach noch 10 ins Gesicht, bevor das Board vom Command geleert wird. Der zurückgekehrte Hutzel prügelt Eric einsam runter, da dieser einfach exakt gar nichts außer Länder zieht. Er versucht sich auf 4 Leben noch mit Cryptic Command zu retten, aber als er da immer noch nichts findet, ist das Spiel vorbei.

Eric 1:1 Sten

Eric beginnt mit Runde 3 Kitchen Finks, Runde 4 evoke Mulldrifter, während Sten 5 Runden nur Länder legt. Ein Path to Exile besiegt die Kitchen Finks, doch Eric legt einfach ein weiteres nach. Nachdem sich Sten einen Mulldrifter mit Puppeteer Clique holt, werden die Extra Turns ausgerufen, und bei einem Lebenspunktestand von 18-16 und keiner überlegenen Boardposition auf einer Seite, ist klar wie das Spiel endet.

Eric 1:1:1 Sten

Eric gewinnt die letzten beiden Spiele zwar noch, aber scheitert am Oppscore und wird 9ter.

MiDi meint vor der Runde zu mir: "Ich würde Tisch 2 nehmen, die hattest du beide noch nicht." – Ja, genau mein Gedanke, also:

Runde 7
Sebstian Hübner aus Dresden(Boat Brew) vs Robin Steinborn aus Berlin(BW Token)

Der Sieger aus der Partie ist sicher qualifiziert, der Verlierer muss in der letzten Runde noch bangen. Robin beginnt direkt mit den stärksten Karten Runde 2 Bitterblossom, Runde 3 Spectral Procession, Sebastian hat nur 2 Knight of the White Orchid entgegenzusetzen. Robin legt stark nach mit jeweils Runde 4 und 5 Küchenhutzel und kloppt Sebastian auf 9 runter. Dieser geht mit Spectral Procession, gefolgt von Ajani Goldmane (ja richtig, der gute Ajani) und Path to Exile auf Hutzel in den Gegenbeatdown. Robin gelingt es zwar noch, den Ajani zu besiegen, doch seine Power ist verbraucht, und nach Balefire Liege und Mogg Fanatic auf Sebastians Seite ist er auch schon tot.

Sebastian 1:0 Robin

Sebastian muss 2mal Mulligan nehmen und sieht sich schon wieder dem Traumstart Runde 2 Bitterblossom, Runde 3 Spectral Procession gegenüber. Er selbst kann nur Mogg Fanatic und Runde 3 Knight legen und muss nach einer weiteren Spectral Procession aus dem Hideaway-Land schon seinen Zorn verpulvern. Das nutzt Robin geschickt, indem er Stillmoon Cavalier, Mutavault nachlegt und, durch Feentoken unterstützt, weiter beatzt. Sebastian hat zwar Spectral Procession und Figure, aber findet keine Solution für den Schutz-Ritter.

Sebastian 1:1 Robin

Sebastian nimmt mal wieder 2 Mulligans und hat außer der First Turn Figure das ganze Spiel über nix. Robin hingegen hat völlig überraschend (nicht...) Bitterblossom gefolgt von Spectral Procession - wie jedes Spiel - aber diesmal mit einer Runde Verzögerung, und als die Glorious Anthem in Runde 5 kommt, ist das Spiel schon vorbei.

Sebastian 1:2 Robin

Robin gewinnt dann seine letzte Runde auch noch – wahrscheinlich wieder mit der Konstante R2 Bitterblossom R3 Spectral Procession – und wird Sachsenmeister (Ein Berliner! Schande über uns!). Auch Sebastian qualifiziert sich noch, da sein Gegner wegen Stacking DQ'ed wird.

Für die letzte Runde wollte ich mir ein Match suchen, wo kein Draw oder Concede rauskommt oder der Gewinner nicht qualifiziert ist. Das misslang mir logischerweise, aber ich war nach 7 Runden Zettel&Stift nicht mehr genug motiviert, mir was Neues zu suchen.

Runde 8
Stephan Eichler aus Greiz(Jund Midrange) vs Sten-Magnus Mostek aus Dresden(BW Token)

Sten: "Willste nicht conceden? Du bist doch sowieso drin." Stephan: "Naja, ich überlegs mir, lass erstmal spielen. Bin ich denn sicher drin?"

Schon während des Mischens konnte die, nur aus Dresdnern bestehende, Zuschauertraube den zweifelnden Thüringer problemlos überzeugen, und mein Feature Match wurde zum Funmatch.

Sten kann wirklich froh sein, dass er das nicht ausspielen muss, denn der auf die Bitterblossom folgende Tidehollow Sculler erkennt bereits das Ausmaß der Katastrophe: Pyroclasm, Pyroclasm, Bloodbraid Elf – das will man als Tokenspieler nun wirklich nicht sehen. Stephan sieht noch keine Gefahr und verzichtet auf die Clasm, spielt lieber Bloodbraid Elf, der findet Jund Charm – tja so geht's auch. Mit beiden Pyroclasm in der Hand und dem nachgezogenen Cloudthresher kann sich Stephan sicher fühlen und die Bitterblossom runterticken lassen. "MURDEROUS REDCAP BÄBÄMM!" meint Sten, als er den Bloodbraid Elf abreißt, aber Stephan lässt das kalt, er zockt einfach den Cloudthresher aus und geht mit dem Klobo und seinem Treetop kloppen. Die Bitterblossom tickt weiter – Anathemancer – TICK TICK TICK – und aus. "Hier hätte ich mal die 4 Glorious Anthem wie gegen Eric gebraucht."

Stephan 1-0 Sten

Beide boarden irgendwelches Geraffel hin und her, Stephan will noch öfter Schaden an alle schießen, Sten will das verhindern. Stephan hält eine schlechte Hand ohne grün "Is ja eh egal jetzt" und Sten startet mit Bitterblossom, Anthem, Ajani – na ja was will man da noch sagen...

Stephan 1:1 Sten

"Gegen dich muss ich nur Bitterblossom legen und schon hast du gewonnen, oder?" Ja genau so lief es auch in Spiel 3, Sten geht chancenlos unter, obwohl Stephan 2mal Mulligan nehmen musste.

Stephan 2:1 Sten Stephan 1:2 Sten

Für mich als Feature-Match-Schreiberling war die Sache dann gegessen, 4 Dresdner und 2 Leipziger qualifiziert, alles in allem ein gelungenes Event.

Zum Schluss will ich noch 3 interaktive Elemente einbauen. Eure Meinung ist gefragt!

Die Sache mit dem Draw:
Obwohl Martin Golm zu Beginn des Turniers ganz klar festlegte: "Das ist ein Event mit Competetive Level, dass heißt, ihr solltet wissen, was ihr tut, und die Rundenzeit ist mit 50 min so angelegt, dass ihr eigentlich locker 3 Spiele schaffen solltet, also spielt zügig.", kam es zu ganzen 16 unintentional Draws (0 intentional!), dass sind 2 pro Runde. Woran liegt das? Ist das Format zu langsam? Sind die Spieler zu langsam (es gab Feature Matches, bei denen Ewigkeiten, EWIGKEITEN! gemischt wurde, länger als das eigentliche Spiel)? Sind die Spieler so schlecht und überlegen zu lange? Zerstören Decks wie Turbo-Fog und der Mangel an echten Aggro und Kombodecks (jaja, es gibt jetzt Swans Assault) das Format?

Die Sache mit dem Concede:
Runde 8, beide Spieler 15 Punkte, der Sieger ist qualifiziert, doch die Sache mit dem Draw tritt auf, weil sich keiner zu einem Concede durchringen konnte. Beide sind raus – schade - doch was soll man machen? Ebenfalls Runde 8 Torsten Anders, 18 Punkte gegen Christian Hilbert, 16 Punkte: Christian bittet um einen Concede, doch Torsten ist sich der Quali nicht 100% sicher und spielt aus. Es wird ein Draw. Christian ist verzweifelt und bittet erneut um einen Concede, doch Torsten bleibt hart. So ist Christian zwar raus, aber Matthias Langner schafft es rein. War das richtig von Torsten? Versetzt euch in Christians Lage. Wie hättet ihr reagiert? In meinem Feature Match aus Runde 8 conceded Stephan gegen Sten. Hätte er das nicht getan, wäre Sten zwar raus, aber Eric Winkler, der sich seine 17 Punkte durch Ausspielen erkämpft hat, wäre drin - sollten Concedes und Intentional Draws stärker eingeschränkt oder sogar verboten werden um einen "fairen" Turnierverlauf zu gewährleisten?

Die Sache mit dem Win:
Insbesondere im Hinblick auf die folgende PTQ Season hab ich mich auch mit T2 beschäftigt. Ich erwarte ein ähnliches Meta wie beim NQ, nämlich viel rotes Aggro, BW Token, Reveillark und das neue Überflieger-Deck 40+ Land Haufen (*hust* Gammeldeck *hust*). Alles wird man wohl kaum schlagen können, aber ich glaube zu wissen, was gegen alles hilft: Echte blaue Kontrolle. Remove Soul, Soul Manipulation und Puppeteer Clique sind toll gegen Reveillark-Decks. Runed Halo, Celestial Purge, Story Circle und Spotremoval rocken gegen rotes Aggro. Infest, Hallowed Burial, Zorn und Enchantmentremoval sind nice gegen BW Token, und das neue Kombodeck stirbt gegen alles, man muss eigentlich nur den Assault ausschalten und ein bisschen Spotremoval/ein paar Counter in der Hinterhand lassen. Daher ist meine Empfehlung ein counterlastiges UW UB oder UWB Deck. Was meint ihr? Lieg ich da falsch?

Puh, das wars dann erstmal von mir. Man sieht sich dann bei FNM, PTQ oder spätestens auf der DM.

Mit freundlichen Grüßen und tschüss, Thomas Steeger.


Thomas Steeger, 28. Mai 2009


Kommentar von Malik am 28. Mai 2009

Super Artikel,mit fiel Humor und Satire. Danke für die Mühe.

"Torsten wird schon wissen, was er macht" ;-)

@ Martin Golm: sollte man nicht als zuschauer dem Judge Bescheid geben wenn Spieler regelwidrig handeln?

Kommentar von Philipp Materne am 28. Mai 2009

Der Torsten hat mit seinem Sieg der Matthias überhaupt erst ermöglicht, sich in die Top8 zu lucken^^

Lokalpatriotismus 4tw

@Malik: wenn du dir SICHER bist, einen Regelverstoss gesehen zu haben, am besten folgendes machen:
den beiden sagen, das sie mal kurz warten sollen und dann laut nach dem Judge rufen

so sicher wie bei dem fiel^^
(kleiner Scherz am Rande)

Kommentar von Der MiDi am 30. Mai 2009

Sehr schöne, extrem unterhaltsame Coverage - kannst Du jetzt gerne jedesmal machen ;-)

Zu den interaktiven Mitmach-Fragen:

Die Sache mit dem Draw: Es kommt ja nicht von ungefähr, dass der Martin die Ankündigung gemacht hat. Die wichtigsten Punkte hast Du dann auch selbst alle angesprochen: Langsames Format (da sehr oft Midrange-Mirror), dass dazu unverhältnismäßig viele Spieler auskosten wollen, indem sie betont langsam spielen. (vielleicht auch, weil es für viele das 1. Standard-Event seit Längerem ist)

Die Sache mit dem Concede: Da fehlt auf einem solchen event m.E. einfach die Erfahrung. Die meisten Betroffenen waren noch nie in einer solchen Situation und haben entsprechend Probleme folgende Sachen richtig einzuordnen:

- Wie viele Punkte brauche ich zur sicheren Quali? (hat man gut an dem Bsp. Runde 8 Torsten vs. Christian(?) gesehen, wo es 100% sicher war, dass alle mit 6-2 rein kommen, sie das aber nicht glauben wollten)
- Warum soll ich überhaupt aufgeben? Sympathischer Gegner, Bekannter (z.B. aus der selben Stadt wie bei Matthias Langner vs. Mario Schmidt, die sich in Runde 7 beim Stand von 4-2 dank Draw eigentlich verabschiedeten) oder aber materielle Vorteile, von denen man natürlich nichts sagen darf, die aber trotzdem mehr oder weniger ungeschriebenes Gesetz sind. Da die Preisverteilung Top-Heavy ist, sieht das Ganze so aus, das z.B. beide Draw = Platz 11 und 12 je 4 Booster keine Quali. einer gibt auf: Platz 5 und 17 = 8 Booster und 3 Booster = 11 Booster - die bekommt meist der Conceder, der andere den Slot - beide gewinnen...
- Warum soll ich aufgeben und nicht mein Gegner? Weil er die gleiche Frage stellen könnte. Da man keinen Würfel in die Hand nehmen kann, kenne ich das so, dass derjenige, der das Spiel aller Wahrscheinlichkeit nach verloren hätte, aufgibt. Beispiel Runde 8, wo sich zwei 5-2 rausdrawen. In der Situation hätte einem der beiden (sorry, Namen vergessen) nur noch der 6. Extrazug gefehlt...
- Man sieht sich immer zweimal im Leben :)

Über die Legalität und Moralität sind schon seitenweise Artikel und Diskussionen entstanden, der ich jetzt nicht Neues hinzuzufügen hätte. Wie man jetzt an der Bundesliga gesehen hat, lässt sich eine gewisse Wettbewerbsverzerrung halt einfach nicht vermeiden.

So, dann hoffe ich mal, dass sich noch andere an diesem interaktiven Element beteiligen :)

Grüße, Der MiDi

Kommentar von Icewarlock am 30. Mai 2009

Coverage fand ich ganz gut, da nicht endlose play by play beschreibung

zu den draws: wie der Midi es schon angesprochen hat: das BW token deck ist nun wirklich nicht besonders schnell, die Hideawayländer tun ihr übriges dazu.

Das größere Problem finde ich aber eher die Unerfahrenheit der Spieler mit ihrem Deck. Gerade manche 5 color Leute brauchen da z.T. echt ewig in ihrem turn, obwohl man eh fast immer nur vividland-go macht. Ebenso unverständlich ist es noch mit dem Bantdeck, da sind fast nur Kreaturen drin, wie lange da z.T. nachgedacht wird, welche Kreatur man auslegt...

Zusätzliches "Problem" zu den draws: WEnn ich 1:0 vorne liege, und der Gegner ewig braucht für seine turns, dann ist das im Normalfall nicht mein Problem. Gerade in bekanntermaßen langen MUs wie BW-Lark oder controlmirrors. Zum Problem wird das ganze dann nur, wenn man dann noch noch 2 Banefire an den Kopp kriegt...

Zum conceden gibt es meiner Meinung nicht viel zu sagen, NQs sind dazu einfach viel zu niedrig im Niveau, als das conceden eine große Rolle spielen würde.

Zur Situation vom Torsten: Ist doch seine alleinige Entscheidung, ob er concedet oder nicht. Dadurch, dass er es ausgespielt hat, ist der M. Langner reingekommen. Warum sollte er an dieser Stelle seinem Gegner das Spiel schenken, wenn er ihn nicht/kaum kennt. Im Gegensatz dazu hat der Sten alles richtig gemacht, und einfach seinen Gegner "manipuliert" um seine Quali sicher zu haben. Kommt halt immer auf den Gegner drauf an, ob sowas klappt oder nicht.

Eric

Kommentar von LE Mario am 31. Mai 2009

@Herr Diezel: Matthias und ich standen nach dem Match 3:1:2, und Matthias HAT sich qualifiziert. Wenn er für mich aufgegeben hätte (was er deiner Meinung hätte tun sollen, da er das aktuelle Spiel aller Wahrscheinlichkeit nach verloren hätte), hätte er das definitiv nicht mehr geschafft.
Bei mir lässt sich das selbe sagen: Ich hatte nach dem gedrawtem Match noch Chancen auf Qualifikation.. concede bringt beiden Spielern in der Situation nichts.

Concede bedeutet Wettbewerbsverzerrung und ich finde es auch ganz schön ketzerisch Leute wie Torsten Anders hier öffentlich anzuprangern, weil er nicht conceden wollte.

Kommentar von Philipp Materne am 31. Mai 2009

also irgendwie kann ich nicht erkennen, das der Torsten hier angeprangert wird o_O

im Gegenteil, es wird ihm ja zugestimmt, bei dem, was er gemacht hat

Kommentar von Der MiDi am 31. Mai 2009

Was ich bei der Torsten-Situation "kritisiert" habe ist die Begründung des Nicht-Aufgebens anhand der erspielten Punkte.

Er kann jederzeit sagen "Nö, will ich nicht", aber wenn (und so kam es bei mir an) lediglich die Unsicherheit über das eigene Abschneiden im Weg steht ist das einfach ein mathematisches Problem.

Ähnlich wie bei Dir, Mario und Matthias, wo sich eben niemand qualifiziert, wenn nicht gerade 1)ausreichend Leute mit X-2 droppen, 2)unintentional draw gespielt wird und 3)der Opp-Score reicht. Das ist übrigens nicht sonderlich wahrscheinlich.

Über die moralische Seite möchte ich nicht weiter diskutieren, ist ein ziemlich heikles Thema, obwohl ich zumindest das Wohl meiner Testpartner schon im Auge hätte und entsprechend reagieren würde...

Kommentar von Moritz Kaltofen am 01. Juni 2009

Hey,
also erstmal danke an den Thomas das er das hier schreibt. Dann an alle die das lesen und nichts kommentieren... es macht keinen Spaß hier einen Artikel zu veröffentlichen wenn das nicht gewürdigt wird, also sagt ruhig mal eure Meinung und nicht nur stumm nehmen und weiter gehen.
Dann zu dem Artikel... auch wenn das von anderen als positiv eingestuft wurde, mich hätten längere Spielbeschreibungen nicht gestört. Aber es muss sie ja auch jemand schreiben ;). Nein ist gut geschrieben.
So dann was mir so aufgefallen ist was mich extrem gestört hat und was auch andere schon angesprochen haben: das ewige mischen und überlegen im Spiel. In der 6ten Runde habe ich gegen den Herren gespielt gegen den der Thorsten nicht concedet hat. Er begann zumischen... und mischte und mischte... und naja mischte. Dann kam der Deck-Check... warum auch immer...?^^ aber ich glaube Farit hatte seinen Spaß an diesem Tag, Deck-Checks durch zuführen denn so viele habe ich noch nie erlebt ;) . Wie auch immer wir bekamen unsere Decks wieder und... er begann zu mischen und es endetet in dem Spiel von eben, so das wir dann nach geschlagenen 17 Minuten anfangen konnten. (und der Deck-Check ging schnell). Leicht generft von seinem ewigen gemische war das erste Spiel in 9 min entschieden und es ging wieder zum mischen. 6 Minuten zum sideborden und zum mischen... dann kam der erste mulligan. ich glaube weiter muss ich nicht erzählen, dass ich spätestens hier keine Lust mehr hatte zu spielen, weil solche aktionen dem Spiel irgendwie seine Schönheit rauben. Das das Spiel nach wenigen minuten vorbei war ist auch egal. Ich finde das sowas eine Unverschämtheit ist, denn in diesem Format ist die Zeit z.T. doch recht knapp. Naja ich hoffe das sich sowas nicht wiederholt. Und auch so spielen viele Leute extrem langsam. Ich weiß nicht ob man da sich melden sollte,also ob es da irgendeine Vorgabe gibt...
Trotzdem war das Tunier sehr schön und ich freue mich das sich so viele Sachsen auf heimischen Boden qualifizieren konnten. Schade das der Eric es so knapp nicht geschafft hat.
Ansonsten kann ich nur raten auch mal was zu riskieren und mal nen eigen build zu spielen... und wenn es nur für die Gesichter eurer Gegner ist die keine Ahnung haben was sie gegen eine 0/8 mauer mit shroud machen können.
LG Mo

Kommentar von jürgen stephan am 01. Juni 2009

also ich finde es auch schonmal super das du, obwohl du schon qualifiziert bist, mit auf das turnier fährst und was drüber schreibst. sowas ist super für die community.
ich finde es auch gut das du die spiel auf die relevanten abläufe beschränkt hast. play by play beschreibungen ziehen sich oft sehr lange hin und in den meisten fällen lernt der leser da nicht viel. was allerdings sinn machen würde wäre auch die sicht auf nur einen spieler. also ein match bei dem man alle handkarten eines spielers, sowie die gespielten karten des gegners kennt und das spiel aus spieler perspektive dann mitspielen kann. ich finde sowas gibt es viel zu wenig in artikeln und man kann daraus viel mehr lernen. nicht das du das jetzt speziell so hättest machen sollen aber als anregung für kommende artikel. vielleicht lesen das ja auch andere autoren und machen das mal;)
zu den draws: ich glaube das es hauptsächlich an der unerfahrenheit der spieler mit dem format liegt. auf großen events und später in der saison gibt es viel weniger draws weil man einfach viele spielsituationen schon kennt und sein deck besser versteht. jedenfalls geht das mir so und ich spiele dann auch schneller/besser. von daher find ich man kann da nicht wirklich viel machen außer den gegner immer mal darauf hinzuweißen.
zum conceden: also die regel ist schon gut so wie sie ist. natürlich kommt da am ende dann etwas glück ins spiel(erwische ich einen gegner der auch drawen kann oder den ich kenne, so das er concedet etc.) und damit gibt es auch ein wenig wettbewerbsverzerrung, aber das ist wohl minimal und lässt sich nicht besser lösen. und die frage nach der moral von conceden und nicht conceden hängt wohl auch sehr von der einzelnen situation ab. wenn ich durch bin und mein gegner um den concede bittet, würde ich das wohl auch machen, außer ich kann wenn ich diesen verweigere noch freunden oder testpartnern höhere chancen einräumen. ansonsten steht da wohl einfach nett sein über etwaiger wettbewerbsverzerrung.
das mit dem unintentional draw und beide sind raus ist eine andere sache. das beste ist wohl wirklich der, der wohl eh verloren hätte gibt auf. wenn das der gegner nicht so sieht ist das zumindest bei mir genau die frage der nettigkeit von oben. ich denke ich würde wenn ich der meinung bin der zu sein der es mehr verdient hat zu gewinnen erstmal versuchen meinen gegner davon zu überzeugen und in 99% der fälle dann trotzdem conceden wenn er es nicht einsieht. aber ich hab auch schon nicht concedet als mein gegner schon im spiel versucht hat mir gameloss etc reinzudrücken.
zum meta: durch barca und seattle sind deine überlegungen wohl etwas hinfällig, ich denk einfach schwäne feen und bw sind die besten decks aber sachen wie 5color aggro, r/x aggro, doran, elfen, 5cc und uw lark haben genauso die daseinsberechtigung, das heißt es ist jetzt schwer ein deck zu finden was einfach uwb oder so zockt und das meta besiegt. aber da das ja nur die theorie ist und die meisten spieler einfach nicht die logischen entscheidungen bei der deckwahl treffen oder einfach bei ihrem alten deck bleiben, weil sie vielleicht kein anderes haben, könnte man da auch glück haben. auf jeden fall ist t2 jetzt viel vielseitiger als vor 2 wochen und das ist immer gut.

oh gott, so viel geschrieben, und wahrscheinlich will das eh keiner wissen, naja
bis denne
jürgen

Kommentar von Mike am 02. Juni 2009

Super Coverage und dann auch noch eine spannende Diskussion angeregt!

Jetzt müsste ich nur noch die Karten kennen. :)

Zur Concede-Problematik: wenn man sich sicher ist, drin zu sein, kann man auch conceden. Nicht ok ist es, wenn einem Leute einzureden versuchen, man sei schon sicher drin, wenn das nicht den Tatsachen entspricht. Wenn man also jemandem sagt, er sei sicher drin, sollte man sich selbst sehr sicher sein, sonst hat man schnell einen Feind mehr.

Meiner Meinung nach sollte man auch einfach den Würfelwurf erlauben, um bei einem Draw, das keinem nützt, fair einen Gewinner zu finden. Gemauschelt wir sowieso, alles können die Schiedsrichter nicht sehen.

Verbieten von Concedes and IDs bringt gar nichts, die Spieler würden immer noch einen Weg finden, nur wäre es dann nicht mehr legal.

Klar wird immer wieder mal jemand "unfair" rausgedrängt, weil jemand anders concedet, aber alle spielen nach den gleichen Regeln und beim nächsten Mal ist es vielleicht andersherum.

Kommentar von jürgen stephan am 02. Juni 2009

wenn der würfelwurf legal wäre würden viele spieler aber auch versuchen unentschieden zu schinden wenn sie merken das sie ein schlechtes matchup haben oder nicht mehr wahrscheinlich gewinnen können, um dann wenigstens am ende die 50/50 chance zu haben. und so darf es ja auch nicht sein

Kommentar von Mike am 03. Juni 2009

Jürgen, ich kann dir da nicht ganz folgen. Unentschieden schinden, das versuchen die Spieler ja jetzt auch schon, da gibt es ja die Regeln dafür, die zügiges Spiel verlangen.

Der Würfelwurf ist für die Situation gedacht, wenn beiden ein Draw nichts nutzt, beide nicht aufgeben wollen und es derzeit kein legales Mittel gibt, einen Sieger zu finden.

Der Würfelwurf wäre dann natürlich nicht Pflicht, wenn es ein Draw ist, ist es ein Draw, selbst wenn der eine lieber würfeln würde.

Kommentar von Jürgen Stephan am 04. Juni 2009

es gibt doch oft die situationen wo man ein spiel nicht wiklich noch gewinnen kann, nur noch über ein paar topdecks in folge und wenn der gegner nichts nachzieht. wenn ich jetzt aber weiß das ich nach dem spiel die 50/50 chance im würfelwurf habe, dann spiele ich doch auf dieses und versuche einfach nicht mehr selber zu gewinnen sondern nur noch nicht zu sterben. somit hab ich am ende höhere siegchancen. der gegner kann natürlich immer noch gegen den wurf stimmen, aber warum sollte er das machen wenn er eben genauso 50/50 chance hat und sonst immer raus ist.

Kommentar von Mike am 04. Juni 2009

Da hast du wohl recht, das könnte natürlich auftreten. Obwohl die slow-play Regeln ja weiterhin gelten würden. Und selbst bei den jetzigen Regeln würdest du, wenn du keine Chance mehr hast, wohl eher auf Draw spielen.

Kommentar von Phülüüüp am 04. Juni 2009

Schöne Coverage. mehr davon ;)! (auch auf reya)

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