Reya Dawnbringer

Magic the Gathering in Dresden und Umgebung

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Die Magic Turnierregeln

Die meisten unter Euch wissen sicher bereits, dass mit dem neuen Grundset am 11. Juli auch neue Regeln eingeführt wurden. Auf diese Regeländerungen will ich hier aber gar nicht eingehen. Mit diesem Thema befassen sich bereits unzählige Artikel und Blogs (besonders erwähnenswert natürlich die Ankündigung von WotC selbst). Sollte es dennoch Bedarf geben, können diese Änderungen in einem anderen Artikel noch einmal beleuchtet werden. Aber ich schweife ab... Neben den Magic-Regeln gab es bisher auch noch die Allgemeinen Turnierregeln, die Grundregeln, diese Regel, jene Regel, und noch viele andere Regeln. Na ja, ich gebe zu, ich übertreibe etwas. Jedenfalls hat WotC all diese Regeln, die sich mit einem Magic-Turnier befassen, in einem einzelnen Regelbuch zusammengefasst, welches eigentlich jeder Magic-Turnier-Spieler kennen sollte: Die "Magic: Die Zusammenkunft Turnierregeln" (die man im DCI Document Center findet, wo sie "Magic: The Gathering Tournament Rules" heißen). (Eigentlich...) Im Folgenden werde ich die interessantesten Sachen aus diesem Dokument präsentieren und auch die Neuerungen vorstellen.

Turniergrundlagen
Turniertypen

Zum ersten Mal wird erklärt, was mit "Limited"- und "Constructed"-Turnieren gemeint ist. In ersteren werden die Karten beim Turnier zur Verfügung gestellt, bei letzteren ist das Deck mitzubringen. Gut, das war jetzt nicht so aufregend, klargestellt sollte es trotzdem werden.

Decklisten auf einem Turnier

Viele Spieler fragen bei PTQs immer wieder, ob man denn in den Top8 die Deckliste des Gegners zu sehen bekommt. Die Antwort lautet: Nein. WotC behält sich das Recht vor, diese und andere Informationen (wie z. B. Strategie-Tipps) jederzeit während eines Turniers zu veröffentlichen. Der "normale" Turnierveranstalter eines PTQ darf das allerdings erst nach Ende des Turniers tun.

Pflichten der Spieler

Auf Turnieren laufen immer eine ganze Menge Leute rum. Diese kann man grob in drei Kategorien einteilen: Turnier-Offizielle (alle Schiedsrichter, Turnier-Organisator, der "Hüter der Ergebnisse" aka Scorekeeper), Spieler und Zuschauer (alle, die nicht in die ersten beiden Kategorien fallen). Für jede dieser Kategorien gibt es dann auch eine Menge unterschiedlicher Anforderungen, die auf einem Turnier zu beachten sind. Für Euch als Spieler sind das:

  • Alle Leute auf dem Turnier mit Respekt behandeln und jederzeit von unsportlichem Verhalten absehen. (Das gebietet sich eigentlich schon von selbst. Aber es gibt ja immer und überall einen, dem man das extra sagen muss.)
  • Das Spiel in einem sauberen und legalen Zustand zu behalten.
  • Bei Verstößen gegen die Spielregeln einen Schiedsrichter rufen.
  • Ihr dürft nur eine DCI-Nummer haben. Solltet Ihr, aus welchem Grund auch immer, mehrere DCI-Nummern haben, müsst Ihr WotC darum bitten, dass die alle Eure DCI-Nummern zusammenführen.
  • Ihr müsst mit den Turnierregeln vertraut sein. (Nach Lesen dieses Artikels solltet Ihr das im Großen und Ganzen auch sein.)

Auf einem Turnier müsst Ihr folgende Sachen dabei haben, um mitspielen zu können:

  • Eine physische, sichtbare und verlässliche Methode, um Spielinformationen darzustellen bzw. festzuhalten (Spielsteine (Token), etwas zum Zählen der Lebenspunkte, Papier und Stift, und so weiter).
  • Die eigene, gültige DCI-Nummer. (Wer noch keine hat, kann kostenlos und schmerzfrei eine beim Turnier-Organisator bekommen.)
  • Alle möglichen Materialien, die für das jeweilige Format des Turniers benötigt werden (z. B. das Deck und eventuell die zugehörige Deckliste auf einem Constructed-Turnier).
Zuschauer

Auf fast allen Turnieren ist es Zuschauern jetzt erlaubt, die Spieler einer Partie um eine Unterbrechung dieser zu bitten, wenn sie einen Fehler festgestellt haben. Bisher war es so, dass ein Zuschauer einen Schiedsrichter finden musste, damit der das Spiel unterbricht. Jetzt kann man als Zuschauer sagen: "Wartet mal kurz. Ich glaube, ich habe einen Fehler gesehen. Ich hol mal schnell 'nen Judge." Natürlich ist es immer noch nur der Schiedsrichter, der ins Spiel eingreifen darf, um die Situation zu klären.
Diese Regelung gilt nicht auf Pro Touren, Weltmeisterschaften, Grand Prix Tag 2 und sonstigen Turnieren auf Professional REL. Dort dürfen Zuschauer nie in ein Spiel hineinreden.
Beim Draften und Deckbauen in einem Limited-Turnier hat ein Zuschauer natürlich weiterhin still zu sein.
Mit "still sein" und "nicht hineinreden" meine ich, jegliche akustische und visuelle (Gesten und sonstige Verrenkungen) Art der Kommunikation zu unterlassen.

Turniermechaniken
Struktur einer Partie

Eine Partie Magic besteht aus einer Reihe von Spielen, die solange gespielt werden, bis ein Spieler eine bestimmte Anzahl (im Normalfall zwei, in seltenen Fällen drei) gewonnen hat. Unentschieden werden dabei nicht mitgezählt. Eine Partie dauert dann auch solange, bis ein Spieler diese Anzahl erreicht hat - oder die Zeit für die Runde abgelaufen ist. In letzterem Fall gewinnt dann der Spieler, der mehr Spiele gewonnen hat. Ansonsten ist das Spiel ein Unentschieden.

Das Vorspiel

Vor dem ersten Spiel in einer Partie würfeln die Spieler aus, wer das erste Spiel anfängt. Dabei muss man nicht unbedingt würfeln. Man kann auch jede andere Methode verwenden, die ein zufälliges Ergebnis hat (z. B. Münze werfen oder "Schnick-Schnack-Schnuk" aka Stein-Schere-Papier). Der Gewinner dieses Prozesses trifft obige Entscheidung. Dies muss er jedoch tun, bevor er seine ersten Karten gezogen hat. Ansonsten, bzw. wenn er nichts sagt, wird eben angenommen, dass er anfangen will. Der Spieler, der ein Spiel anfängt, übergeht in seinem ersten Zug sein Ziehsegment.
Vor jedem weiteren Spiel der Partie entscheidet der Verlierer des vorangegangenen Spiels, wer das anstehende Spiel anfängt. Dazu kann man bis nach dem Sideboarden warten. War dieses vorangegangene Spiel ein Unentschieden, darf derjenige Spieler noch einmal entscheiden, der für jenes Spiel entschieden hat.
Vor jedem Spiel darf ein Spieler eine Reihe von Aktionen ausführen:

  1. Jeder Spieler kann Karten aus seinem Deck mit Karten aus seinem Sideboard tauschen. (Dies gilt nicht für das erste Spiel einer Partie!) Die Anzahl der ausgetauschten Karten muss nicht bekannt gegeben werden.
  2. Jeder Spieler mischt sein Deck.
  3. Jeder Spieler präsentiert sein Deck dem Gegner, der es auch noch einmal mischen darf.
  4. Jeder Spieler zieht sieben Karten.
  5. Jeder Spieler entscheidet, ob er ein Mulligan nimmt. (Wie das funktioniert, steht in den Magic-Regeln, weshalb ich hier jetzt nicht näher darauf eingehe.)

Die Punkte 1) und 2) dürfen wiederholt werden. Bis zum Erreichen von Punkt 3) hat man jedoch insgesamt maximal drei Minuten Zeit. Das Mischen des gegnerischen Decks sowie das Nehmen eines Mulligans sollten in angemessener Zeit erfolgen.
Ein Spiel beginnt, wenn alle Spieler ihre Mulligans genommen haben.

Das Nachspiel

Ist eine Partie noch nicht beendet, wenn die Rundenzeit abgelaufen ist, werden nach dem gerade laufenden Zug noch maximal fünf Extra-Züge gespielt. (Bei Mannschafts-Turnieren wie 2-Headed-Giant gibt es nur drei Extra-Züge.) Wurde dem Spiel durch einen Schiedsrichter Extra-Zeit (z. B. wegen Deckchecks) oder Extra-Züge (z. B. wegen zu langsamem Spiel) zugewiesen, beginnen die Extra-Züge erst, nachdem diese Verlängerung abgelaufen ist.
Ist ein Spiel nach den Extra-Zügen nicht beendet, zählt es als Unentschieden. (In KO-Runden gibt es natürlich keine Unentschieden. Hier gewinnt, wer die meisten Spiele gewonnen hat. Wenn da ein Gleichstand herrscht, gewinnt der, der die höhere Zahl an Lebenspunkten hat. Herrscht auch hier Gleichstand, wird weitergespielt, bis einer jener Gleichstände nicht mehr besteht.)

Spiele/Partien aufgeben bzw. sie absichtlich Unentschieden enden lassen

Ist ein Spiel bzw. eine Partie noch nicht beendet, können die Spieler es/sie jederzeit aufgeben oder sich auf ein Unentschieden einigen. Ist ein Spiel bzw. eine Partie vorbei, darf eine solche Entscheidung nicht mehr getroffen werden. Eine solche Entscheidung darf auch nicht durch einen Tausch mit einem Gegenwert getroffen werden.
Weigert sich ein Spieler zu spielen, wird angenommen, dass er die Partie aufgibt.

Notizen

Es ist weiterhin erlaubt, während einer Partie auf Notizen zurückzugreifen, die während dieser Partie gemacht wurden. Wenn man also z.B. ein Duress spielt und die Handkarten des Gegner sieht, darf man sich weiterhin diese Informationen aufschreiben und innerhalb der gesamten Partie auf diese zurückreifen. Weiterhin nicht erlaubt ist es, während eines Spiels auf Informationen zurückzugreifen, die außerhalb der zugehörigen Partie gemacht wurden. Neu ist jedoch, dass man zwischen zwei Spielen einer Partie - also beim Sideboarden - auf solche Informationen - wie z.B. Sideboardpläne - zugreifen darf. Der Umfang dieser Notizen sollte allerdings nicht überhand nehmen; mehr als ein bis zwei Seiten sollte der Notizzettel nicht lang sein. (Es liegt übrigens im Ermessen des Schiedsrichters, ob der Umfang der Notizen zu groß ist oder nicht.)

Vorzeitiges Beenden eines Turniers (Droppen)

Möchtet Ihr ein Turnier vorzeitig beenden, müsst Ihr den Scorekeeper (in dem meisten Fällen ist das der, der das Turnier leitet; seid Ihr nicht sicher, fragt einen Turnier-Offiziellen) darüber informieren - und zwar, bevor die Paarungen für die neue Runde festgelegt werden. Taucht ein Spieler zu einer Partie nicht auf, verliert er diese und wird anschließend automatisch gedroppt.

Einwände gegen Schiedsrichter-Entscheidungen

Schiedsrichter sind auch nur Menschen und machen auch mal Fehler. Solltet Ihr also glauben, dass ein Schiedsrichter eine falsche Entscheidung getroffen habt, könnt Ihr eine Entscheidung durch den Oberschiedsrichter verlangen. (Dessen Entscheidung ist dann endgültig!) Dazu müsst Ihr aber erst einmal die Entscheidung des ersten Schiedsrichters abwarten.

Turnierregeln

Hier lasse ich eine ganze Menge weg, da es sich meiner Meinung nach um Sachen handelt, die eher für Schiedsrichter als für Spieler wichtig sind (auch wenn Kenntnis darüber nicht schaden kann). Solltet Ihr noch mehr Informationen wünschen, wisst Ihr ja, wo Ihr das Dokument findet...

Mischen

Vor jedem Spiel und immer, wenn ein Effekt es verlangt, muss das Deck in einen zufälligen Zustand gebracht, also gemischt werden. Zufällig ist das Deck dann, wenn kein Spieler irgendwelche Informationen haben kann, wo sich eine Karte bzw. in welcher Reihenfolge sich die Karten im Deck befinden. Hier wird ausdrücklich betont, dass "Pile-Shuffle" als einzige Mischmethode nicht ausreichend ist.
Ist Euer Deck gut durchgemischt, präsentiert Ihr es Eurem Gegner. Durch dieses Präsentieren sagt Ihr Eurem Gegner: "Mein Deck ist legal und zufällig gemischt." Euer Gegner darf dann Euer Deck mischen. Wenn Ihr das Deck des Gegners mischt, muss das in einer Art und Weise geschehen, bei der weder die Karten noch die Hüllen beschädigt werden! Wenn Ihr glaubt, dass Euer Gegner vor dem Präsentieren des Decks nicht ausreichend gemischt hat, solltet (müsst) Ihr einen Schiedsrichter rufen. Außerdem könnt Ihr auch einen Schiedsrichter bitten, dass er und nicht Euer Gegner Euer Deck mischt. Dieser wird nach eigenem Ermessen Eurer Bitte nachkommen (oder auch nicht). Aber bevor jetzt jeder jedesmal nach dem Schiedsrichter ruft: Ruft ihn bitte nur unter wirklich ungewöhnlichen Umständen! (Ich glaube, ich hätte "Schiedsrichter mischen lassen" lieber weglassen sollen. Ich kann mir schon das nächste Turnier vorstellen...)
Auf wettbewerbsorientierten (PTQ, NQ, GPT, GP Tag 1) und professionellen Turnieren (PT, GP Tag 2) müsst Ihr eigentlich immer das Deck Eures Gegners mischen. Das sieht man - leider - nur ganz selten; meist wird nur abgehoben und manchmal nicht einmal das...

Karten im Friedhof

Enthält ein Deck nur Karten, die seit Urza's Saga gedruckt wurden, ist es dem Spieler jederzeit erlaubt, die Reihenfolge der Karten in seinem Friedhof zu ändern. Beim Durchschauen des Friedhofs eines Gegners ist eine solche Änderung nicht erlaubt.

Kommunikation zwischen Spielern, Shortcuts

Wichtiger Bestandteil eines Spiels ist die Kommunikation zwischen den beteiligten Spielern. Dazu gab es hier auf Reya schon mal einen Artikel. Allzu wesentlich hat sich hier nichts verändert. Und außerdem wäre das einen eigenen Artikel wert.
Gleiches gilt für die Shortcuts.

Verstöße gegen Turnierregeln

Ist auch eher für Schiedsrichter interessant. Für den Spieler gilt: "Macht es einfach nicht." Mit "es" sind hier Betrug, Bestechung, Wetten, unsportliches Verhalten sowie (absichtlich) langsames Spielen gemeint.

Regeln für Constructed-Turniere
Einschränkungen beim Deckbau

Ein Constructed-Deck besteht aus mindestens 60 Karten. Eine Obergrenze gibt es nicht. Wenn Ihr ein Sideboard verwenden wollt, muss es exakt 15 Karten enthalten. Jede Karte darf in Deck und Sideboard zusammen maximal viermal vorkommen (hierfür zählt der englische Name der Karte). Dies gilt jedoch nicht für Karten mit dem Supertyp "Basic" sowie Karten, deren Regeltext eine entsprechende Ausnahme macht (z. B. Relentless Rats).
Eine Karte darf nur dann in einem bestimmten Format verwendet werden, wenn sie aus einem Set stammt, das in jenem Format erlaubt ist, oder wenn sie den gleichen Namen hat wie eine Karte aus einem im Format erlaubten Set. Karten, die in einem Format ausgeschlossen sind, dürfen überhaupt nicht verwendet werden. Karten, die in einem Format beschränkt erlaubt sind, dürfen maximal einmal verwendet werden (Deck und Sideboard zusammengezählt).

Verwenden des Sideboards

Bevor ein Spiel beginnt, muss jeder Spieler sein Sideboard (verdeckt) präsentieren. Man darf auch die Anzahl der Karten im Sideboard des Gegners zählen - anschauen natürlich nicht. Während eines Spiels dürft Ihr Euch auch die Karten in Eurem Sideboard anschauen, solange diese klar von allen anderen Karten getrennt sind. Generell ist das Sideboard klar von Euren restlichen Karten getrennt zu halten.
Vor jedem Spiel einer Partie - ausgenommen dem ersten - dürft Ihr Karten aus Eurem Deck mit Karten aus Eurem Sideboard tauschen. Dieser Austausch muss 1-zu-1 geschehen, so dass das Sideboard immer 15 Karten enthält. Wie viele Karten Ihr zwischen Deck und Sideboard austauscht, ist nicht beschränkt und muss Eurem Gegner auch nicht verraten werden.
Vor jedem ersten Spiel einer jeden Partie müsst Ihr Euer Deck in den Originalzustand zurückversetzen. Hat ein Spieler durch eine Strafe das erste Spiel verloren, bevor es überhaupt angefangen hat (z. B. nach einem Deckcheck), dürft Ihr für das zweite Spiel der Partie keine Karten zwischen Deck und Sideboard tauschen.

Banned-/Restricted-Listen

Siehe Formate.

Regeln für Limited-Turniere
Einschränkungen beim Deckbau

Limited-Decks bestehen aus mindestens 40 Karten. Eine Obergrenze gibt es nicht. Jede Karte kann auch mehr als viermal verwendet werden.

Verwenden des Sideboards

Alle Karten, die Ihr gedraftet bzw. geöffnet habt und nicht in Eurem Deck sind, landen in Eurem Sideboard. Ihr dürft Euer Sideboard während eines Spiels anschauen, solange es von allen anderen Karten unterscheidbar bleibt (siehe oben).
Vor jedem Spiel einer Partie (außer dem ersten) dürft Ihr Karten aus Eurem Deck mit Karten aus Eurem Sideboard tauschen. Zu diesem Zeitpunkt könnt Ihr auch zusätzliche Standardländer anfordern. Ihr könnt beliebig viele Karten austauschen. Der Austausch muss nicht 1-zu-1 erfolgen - solange Euer Deck nach dem Tauschen mindestens 40 Karten enthält, könnt Ihr auch mehr Karten ins Deck herein- als aus ihm herausnehmen oder umgekehrt.
Vor jedem ersten Spiel einer Partie müsst Ihr Euer Deck in den Originalzustand zurückversetzen. Werden auf einem Limited-Turnier keine Decklisten verwenden, ist dies nicht notwendig.

Verwendete Karten

Ihr dürft auf einem Limited-Turnier natürlich nur Karten verwenden, die Ihr auf diesem Turnier von einem Turnieroffiziellen erhalten habt. Dieses Material muss entweder neu (ungeöffnet) oder vom Turnierorganisator vorbereitet (gestempelt) sein. Jeder Spieler erhält die gleiche Art und Anzahl an Produkt. (Wenn ein Spieler also zum Draften einen Booster Chronicles, einen Booster Mirage und einen Booster 6. Edition erhält, müssen alle anderen Spieler auch jeweils einen Booster Chronicles, einen Booster Mirage und einen Booster 6. Edition erhalten.)

Abweichungen beim Produkt

Niemand kann garantieren, dass jeder Booster immer die gleichen Anzahlen der verschiedenen Seltenheitsstufen aufweist. Erhaltet Ihr einen Booster, der von der normalen Verteilung abweicht (z. B. der nur-Commons-Booster oder zweimal die gleiche Karte (ohne dass eine davon foil ist)), verständigt bitte einen Schiedsrichter. Turnierorganisator und Hauptschiedsrichter entscheiden dann nach Absprache, ob der betreffende Booster ausgetauscht wird oder nicht.

Regeln für Team-Turniere

Bäh, übertreiben wir's mal nicht. Wenn Ihr mehr über Team-Turniere und Two-Headed-Giant-Turniere erfahren wollt: In diesem Artikel nicht :p


Und da wären wir auch schon (?) am Ende dieses Beitrags. Ich hoffe, ich konnte dem Einen oder Anderen die Grundlagen des Turnierspiels und die zugehörigen Regeln näher bringen.


Martin Golm, 15. Juli 2009


Kommentar von Robert Weber am 16. Juli 2009

Super Artikel! Danke dafür und mehr davon!

Kommentar von Martin Golm am 16. Juli 2009

Da habe ich doch zwei Dinge übersehen, die durchaus wichtig sind, und die in einem ähnlichen Artikel (http://www.planetmtg.de/articles/artikel.html?id=4842) angesprochen werden:

1) Wenn Ihr Euer Deck vom Gegner zurückbekommt, nachdem dieser es gemischt hat, dürft Ihr selber nicht noch einmal abheben.

2) Geht im Turnierverlauf eine Karte verloren oder ist sie so stark markiert, dass sie ausgetauscht werden muss (da kommen mir diverse Foils in der letzten Zeit in Erinnerung), und Ihr könnt keinen Ersatz dafür finden, könnt Ihr bei diese Karten durch Standardländer Eurer Wahl ersetzen. Natürlich müsst Ihr darüber auch einen Schiedsrichter informieren. Allerdings gibt es dann kein Zurück mehr. Habt Ihr später einen Ersatz für die ausgemusterten Karten gefunden, dürft Ihr nicht mehr zum ursprünglichen Deck zurück.

Kommentar von Der MiDi am 17. Juli 2009

Ich denke, diesen Artikel werde ich jetzt immer verlinken, wenn Turniere angekündigt werden. Für diese Möglichkeit ein dickes Dankeschön ;-)

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