Reya Dawnbringer

Magic the Gathering in Dresden und Umgebung

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From the Past -- Wir im S(ch)lem(me)r-Land

Diesmal ein Bericht über den GP Prag 2001. Ein weiteres Beispiel von MiDis Schreibkunst.



Nur 2 Wochen nach dem Grand Prix in Köln stand schon wieder ein solches Großereignis auf dem Programm. In der tschechischen Hauptstadt Prag sollte sich die europäische Magic-Elite einfinden, um einmal mehr um viel Geld, die Qualifikation zur Pro Tour Barcelona und natürlich Pro-Punkte zu spielen. Diese zu erreichen war jedoch nicht unbedingt unser Ziel. Während Sebastian, Stefan und ich hauptsächlich das Ranking verbessern wollten, um zur Euro zu kommen, gab Holger Frost, seines Zeichens legendärer Geraer Magic-Guru das Ziel für den Rest aus: Möglichst in das Geld der U1700-Division zu kommen, also der besten 16 Spieler, die noch nie dieses Rating überschritten hatten. Mario schließlich trat wie immer an, um einen möglichst spektakulären Zeitpunkt zum Droppen zu finden. ;-))

Bevor ich jetzt jedoch genauer auf das Turnier eingehe, möchte ich einige Begriffe definieren, die im Nachfolgenden öfters verwendet werden und (noch) nicht zum Magic-Alltag gehören.

  1. Random Czech [Magic-Spieler in dessen Namen, mindestens 5 Konsonanten ohne eingeschobenen Vokal stehen. Dementsprechend meist tschechischer, oder polnischer Herkunft. Keine großartige Turniererfahrung. Zeichnen sich u.a. durch überdurchschnittlichen Zigarettenkonsum aus]
  2. ...den Mario machen [...nach einem vielversprechenden Dresdener Nachwuchsspieler: zu droppen]
  3. ...den Stefan machen [...nach einem Leipziger Jugendtalent: richtig dolle Scheiße bauen, wenn es gerade gut aussieht...]
  4. ...den Stefan machen (II)[nach dem gleichen Spieler benannt: Fähigkeit, ohne Hand zu gewinnen, in dem man immer genau die Karte zieht, die man benötigt; auch von oben]
  5. Chuck Norris [...nach einem Engländer benannt, der beim GP Amsterdam nicht auftauchte: Gegner, der keine Gegenwehr zeigt]

So, los geht's. An einem wunderschönen Freitag Nachmittag fuhren wir mit ca. 1 Stunde Verspätung los. (Stefans Mathelehrerin sei dank... Ich kenne die Dame... Reizendes Wesen... Ihr Lieblingsspruch war immer: "Michael, das gefällt mir nicht. Ich glaube, wir wollen uns mal ansehen, ob Du wirklich schon soviel weißt, dass Du hier so auftreten kannst..." ...Das sagte sie ohne den Mund auf zu machen und schon stand ich an der Tafel...)
Neben den vier Musketieren saß ausnahmsweise nicht Christian stumm in seiner Ecke, sondern Andreas, der sich auch gleich mit leckeren Würsten beliebt machte. Während wir also während der Rush Hour in Dresden einen Sonnenuntergang sehen konnten, gingen wir noch einmal mögliche Drafttaktiken durch. Dies ist natürlich eine Lüge. Ich glaube, wir unterhielten uns über die besten Ausreden für verpasste Chemie-Stunden. Direkt nach der Grenze erhielten wir dann körperlichen Auslauf, die wir zu einer Schneeballschlacht im T-Shirt nutzten, bevor wir zum interessantesten Teil der Fahrt kamen. Die armen Mädels, die in der Kälte der Nacht - nur sehr spärlich bekleidet - im Schaufenster oder am Straßenrand stehen mussten, gerieten ins Blickfeld. Dies führte dazu, dass Daniel ständig seine Scheiben putzte, alle Scheiben anliefen und Stefan sich erstmals über den Mittelplatz beschwerte, ohne das Wort "Thrombose" in die Hand zu nehmen. Wie wir später erfuhren, erging es den Dresdenern ähnlich. Mario soll wohl sogar ein paar Stunden im Schaufenster bei einem GP-Sieg in Aussicht gestellt haben. Allerdings relativiert sich diese Aussage, wenn man bedenkt, dass Mario maximal 5% seiner Turniere auch nur zu Ende spielt.
Danach fuhren wir mit einer lockeren 40 im Nabel einem tschechischen LKW hinterher, der gleichmal die Nebelschlussleuchte anknipste und uns auch so das Rotlicht näher brachte. Trotz allem kamen wir noch vor dem Ende der Registration an. Es wurde jedoch nochmal richtig knapp, da wir - brav der Karte folgend - auf der E55 blieben. Da wussten wir natürlich noch nicht, dass jede 2. große Straße in Prag die E55 war. Trotzdem waren wir noch Punkt 5 vor Toreschluß im Kongresszenter, dem sehr schön gelegenen Spielort. Kurz danach erreichten wir auch das Hotel Otar, ein 3-Sterne-Hotel, in dem wir residieren würden. Die Dresdener (sorry, Holger, dass ich Dich Geraer da einfach mit dazu zähle...) hatten schon einen Test-Draft gemacht und spielten gemütlich. Wir checkten ein und ließen uns den Weg zum Geldautomaten erklären. "Links, links, dann 5 Minuten", erwies sich jedoch als etwas optimistische Schätzung. Nach einer Viertelstunde fragten wir erneut und auch hier war die Beschreibung ("Links, links, 5 Minuten") sehr grob gehalten. Irgendwie fanden wir doch McD, wo wir erstmal ca. 7 Tabletts mit Big Mac-Menüs und Cheeseburgern bestellten. Dann ging es zurück, wo noch ein wenig T2 gespielt wurde und dann ins Bettchen.
Die allmörgendliche Routine (Weckerklingeln, Wecker an die Wand werfen, unter die Dusche hüpfen, aufwachen) und das Frühstück (Salzhörnchen mit Schwarztee-Marmelade) waren schnell erledigt. Danach machte sich die Sachsen-Delegation (sorry again, Holger) auf den Weg (und fand ihn diesmal sogar :)). Gerüchte besagten, dass noch ein einzelner Leipziger (Sebastian V.) und zwei Bad M.er (?) sich per Zug und Auto dazu gesellen wollten. Wir waren gespannt.
Wie immer dauerte es ewig, bis es endlich los ging. Mit knapp 2 Stunden Verspätung saßen dann alle 617 (oder so) Teilnehmer an den Tischen, in erregter Erwartung der Spielkarten. Ich saß an Tisch 8, umgeben von zahlreichen Random Czechs, denen ich auf Englisch erstmal das Land-Swapping erklärte. (Übrigens mit sehr viel Ausdauer, da wir unsere Englisch-Fähigkeiten nur mühsam unter den Hut bringen konnten...)
In der Plastik-Schachtel guckte mich dann der rote Battlemage an und in mir reifte der psychopathische Gedanke eines Discard-Decks. Prompt bekam ich noch Ratten, Bog Down und ein Addle. Lustig, aber nicht wirklich gut. Der beste Discard-Spruch (Probe) fehlte ebenso, wie zahlreiche andere wichtige Karten in allen Farben. Die Rares waren wie immer extrem brilliant. Zu Pure Reflection und Phyrexian Tyranny gesellte sich der grüne Planeswalker und Obliterate. Dann hatte ich tatsächlich den weißen Master, und das Discard-Deck verschwand aus meinen Gedanken. Doch schnell fand es den Weg wieder zurück. Denn außer dem Master, einer Armadillo Cloak und einem Tapper hatte ich W/G fast nichts. Blau brachte lediglich einen Repulse und einen Apprentice. In Kombination mit Rot wäre das Mirrorwood Treefolk noch sehr stark gewesen. Da hätte ich aber mit einem 28 Karten Deck spielen müssen. Nun gut. Ich fand mich damit ab, dass jedes Deck besser sein würde als das Amsterdamer Vanguard-Deck und überlegte zwischen U/B/R-Discard-Obliterate und W/G-Irgendwas.

Wieder sah dieses Deck auf den ersten Blick nicht ganz schlecht aus. War es auch nicht. Trotzdem ließ gerade die Kreaturenbasis nicht gerade hoffen. Dream Thrush, 2 Sea Snidd, Rainbow Crow, Rogue Kavu waren nicht gerade Brecher. Auch die Kombination Discard-Obliterate erschien lustig, aber nicht unbedingt wirkungsvoll. Alternativen hatte ich übrigens gar keine, da die einzige verbliebene Karte (Sinister Strength) aufgrund der sehr geringen Kreaturenanzahl geknickt wurde.

Alternativ stand wie gesagt ein G/W/U-Deck zur Auswahl, welches dann etwa so ausgesehen hätte:

Auch dieses Deck war ein Selbstbauer, ohne echte Alternativen. Und es sieht auch nicht wirklich schlecht aus. Ist es ebenfalls nicht. Das Problem hierbei ist einfach die Umgebung. Man konnte davon ausgehen, dass ein Großteil mit Schwarz/Rot oder Schwarz/Blau rumrennen würde, wogegen die ganzen Verstärker-Sprüche wirkungslos geblieben wären. Außerdem würde man mit diesem Deck ohne echtes Removal spielen, was bedeutet, dass man schnell gegen einzelne Kreaturen (Master, Tahngarth, Nemata etc.) ganze Spiele verliert. Zusätzlich fehlen ein wenig die richtigen Knallerkreaturen. Zuviel mittelmäßiger Durchschnitt eben.
Trotzdem fiel mir die Auswahl wirklich schwer. Ich entschied mich dann, das erste Deck zu spielen, da es erstens lustiger aussah (Obliterate!) und zweitens ich mehr Erfahrung mit diesem Decktyp hatte.

Der Rest hatte in den üblichen Maßstäben zugegriffen. Mario die übliche Bombe, Holger ebenfalls, und auch Andreas' Deck sah sehr stark aus. Martin, Basti (ihr wisst schon, der Sebastian G.), Daniel und Stefan spielten mit prima Decks, die bei guter Behandlung (gut ziehen und spielen...) durchaus Tag-2-fähig waren. Nur Sebastian hatte auch ein wenig ins dunkelbraune Glück gegriffen, das unangenehm riecht. Sein Deck verfügte zwar über starke Einzelkarten, allerdings in 4 verschiedenen Farben, ohne grüne Unterstützung.
Das Feld bestand übrigens aus zahlreichen Random Czechs, wenigen Deutschen und Holländern und auch nur relativ wenigen Pros.
Ach ja. Eine Größe war natürlich da und diese Größe hatte ein Heimspiel. Jakub Slemr, ehemaliger Weltmeister, Prager Local Hero (sowas, wie Marc für Leipzig und Holger für Gera) und Sponsorpartner der tschechischen Zigarettenmarke Sparta, war uns schon am Vorabend aufgefallen, als er einige Saufkumpel beim Poker um einige Kronen beschiss und dann mit der Sparta hinter die Ohren geklemmt rumrannte. (Diese Geschichte gewinnt wie alle Storys noch deutlich an Kult, wenn man Slemr mal gesehen hat...)
Und um noch einen Pro rankten sich neue Sagen und Legenden. Kai Budde, unser Heavyweight-Champion, wurde von einem hochmotivierten tschechischen Zöllner nicht reingelassen. Sein Pass war abgelaufen... (Zöllner; 1RWU; Creature - Soldier; 1/2; Tap: Counter target Budde; 2: Bounce target Budde back to Hamburg)

Runde 1 begann ich dann mit einem komischen Gefühl im Magen, immerhin hatte ich ein 1900er Rating auf den Kopf zu hauen (inklusive DM & EM) und nicht unbedingt das Über-Deck. Ich spielte gegen einen Random Czech, der eine Bombe von U/W/G hat, inklusive des Pheddalgreifs, dermein Deck alleine auseinander nimmt. Trotzdem gewann ich zweimal dank überlegenem Bog Downs, das ihm eben diese Promo-Karte von der Hand klaut. Ich spielte übrigens ein Addle auf Grün, was bei blauer Hand ins Leere ging...(sollte mir noch oft passieren...)
Alle anderen konnten auch gewinnen, mit Ausnahme von unserem Junior. Stefan erzählte, wie er von Random Czech mit Flametongue Kavu-Tidal Visionary-Harpye-Kombo zweimal auseinander genommen wurde. Damit musste er alle verbleibenden 6 Spiele gewinnen, um sich eventuell in der letzten Runde reinzudrawen. Unmöglich? Mal sehen...

Ich überlegte mir, nicht den Mario zu machen, sondern weiter zu spielen. Prompt gewann ich auch gegen einen weiteren Random Czech. Spiel 1 war trotz Mana Screw des Gegners furchtbar knapp, und ich dachte mir, dass es mal Zeit wäre, das Deck zu wechseln, da er G/W/R spielte, wo Deck 2, dank massivem Protection Red ganz gut kommt und v.a. keine Blauen oder Schwarzen Removal/Bounce warten. Gesagt, getan, ich verhaute ihn mit einem 7/7 Acolyten und entschied mich wieder, weiter zu spielen. Auch der komplette Rest gewann. Ach nein, Daniel kam etwas angesäuert an. Kein Wunder. Er war gerade an Random Czech mit Power-Fruchtfliege verreckt, die neben Sinister Strength auch noch einen Keldon Mantle trug.

Danach durfte ich schon an Tisch 2 sitzen, wo mich ein netter Deutscher furchtbar verhaute. Während ich mir größte Mühe gab, nicht alles aufzugeben, (Sea Snidd aktivieren, um eins seiner Länder umzuwandeln, damit die Power Armor nur +2+2 gibt...) zieht er erstmal Rushing River, Magma Burst, Flametongue Kavu, Annihilate etc.
Der Rest gewann wieder, mit Ausnahme von Holger. Basti spielte irgendwann mal Unentschieden, Andreas auch und wir schlossen Wetten ab, wann der Mario seinen Namen gerecht wird und den Mario macht.

Runde 4 verlor ich wieder, wieder gegen ein prima Deck. Sebastian bezog an Tisch 1 Haue. Lediglich Mario wiederholte sein Köln-Ergebnis und stand 4-0. Übrigens vergaß er wieder, das Drop-Feld zu umkringeln. Der Rest stand glaube ich komplett bei 3 Siegen und 1 Unentschieden oder Niederlage. Jetzt hatte ich nichts mehr zu verlieren und konnte locker weiterspielen.

Ich durfte gegen einen Holländer ran, und der rannte mich glatt mit ein paar Riesenviechtern und Removal förmlich um. Als ich dem Tod ins Auge blickte und die Karten zusammen packen wollte, erinnerte ich mich einer roten Hexerei in meinem Deck, zog doch noch, spielte Obliterate, was bei dem armen Gegner Gesichtsentgleisungen zur Folge hatte. Meine nächsten Draws sahen dann etwa so aus: Land, Land, Ratte, Land, Lava Zombie, Land, Terminate... :) In Spiel 2 blickte mich dann ein Sinister Strengthed Volcano Imp ziemlich böse an. Ich schickte Sea Snidd ins Rennen und machte mir rundenlang Insel zu Ebene, um mit dem Apprentice zu tappen.
Ein großartiger Sieg...
Der Rest stand nach Runde 5 entweder 4-1 (Mario, Stefan, Martin), 3-1-1 (Basti, Daniel) oder 3-2 (Holger, Sebastian und ich). Das klang prima, und noch hatten 5 Männeln Chancen auf Tag 2.
Diese relativierten sich lediglich für Martin eine Runde später. Alle anderen konnten gewinnen. Lediglich Sebastian zog mal wieder eine bescheidene Land-Karten-Verteilung. Und dann gab es ja dann noch mich, der den Stefan machte. Doch von vorne:

Ich schaute also an diesen lustigen Aushang und flötete, dass ich am Schnapstisch 222 spielen darf. Daniel wunderte sich kurz, über die hohe Zahl, aber mir war es egal. Ich marschierte also quer durch den Raum und kurz vor der 222 sprang Justus Rönnau, langhaariger Kultjudge, auf mich zu und bat mich, zu den Judge-Tresen zu kommen. Ich natürlich hin, während die Runde gestartet wurde. Musste ja was dolle Wichtiges sein. Ich kam an, da quatschte der Headjudge Gis, ein Holländer mit der Statur eines Wikingers, gerade mit einem Landsmann. Kurz blickte er auf und bat mich zu warten. Ich machte es mir auf der Tribüne bequem und lauschte, wie die zwei sich lustige Wörter zuwarfen. Auf einmal erkannte ich meinen Gegner aus dre vorigen Runde als zweiten Gesprächspartner. Nach knapp 10 Minuten kam der Gis zu mir und erklärte mir auf Englisch, dass wir die Score-Slips falsch ausgefüllt hatten. Soll heißen, obwohl ich gewonnen hatte, hatte er versehentlich sich als Sieger eingetragen. Ich war schon im Zusammenpacken und hatte fix unterschrieben, ohne groß auf's Ergebnis zu gucken. Der Judge war auch schon ziemlich übermüdet und malte lediglich einen Bestätigungskringel. Gis sagte, dass das Ergebnis dadurch leider so bestehen bleiben würde, was ich gleich als meinen Fehler akzeptierte. (Keine Ahnung, was passiert wäre, wenn ich mich geweigert hätte)
Damit war das Ganze erledigt, und ich trabte ein wenig geladen zu Tisch 222, wo ein älterer Random Czech sich schon über ein Game Win freute. Ich machte ihm klar, dass ich noch was mit dem Headjudge zu klären hatte und dass wir einfach Extra-Zeit kriegen. Er glaubte mir natürlich nicht und rief einen Judge. Dieser war völlig uninformiert und musste erst überredet werden, Gis zu suchen. Dieser war wohl gerade auf dem Klo, jedenfalls dauerte es ewig, bis ich die Bestätigung erhielt. Prompt zog ich eine bescheidene Mulligan-Hand. Trotzdem legte ich 2nd turn Rogue Kavu und danach eliminierten wir alle Threats gegenseitig, was dazu führte, dass mein Gegner anfing, Witze über 21-damage-Rogue-Kavu zu machen und jedem Tschechen, der vorbei kam, etwas darüber zu erzählen. (Klang in etwa so: "Crzxyoighaghoi Kavu Rogue Jgsiuap")
Im zweiten Spiel nahm ich dann Doppel-Mulligan und verlor, bevor ich zu Beginn des 3. Spiels etwas von MVP faselte und damit weder Terminate, noch Soul Burn meinte, sondern Rogue Kavu. Mein Gegner verschoss sofort ein Tribal Flames auf das Tierchen, danach spielte er Bog Down, lachte sich halb tot über das discardete Obliterate, und dann verlor er gegen Doppel-Sea Snidd. Trotzdem netter u.v.a. lustiger Kollege. Damit hatte ich gewonnen und stand trotzdem 3-3. War gar nicht so einfach, das den anderen zu erklären.
Aber das musste warten, da Stefan gerade das Musterbeispiel von "von oben" lieferte und bei einer Patt-Situation in 6 Karten 1 Land und in 3 Karten zwei Battlemages zog...

Runde 7 begann mit dem kompletten Zusammenbruch der Technik. Das Lesegerät für die Ergebnisse hatte versagt und zahlreiche Ergebnisse waren falsch. Im Gegensatz zu meinem kleinen Fauxpas eine Runde früher wurden diese jedoch - per Hand - geändert, was eine lockere Stunde Unterbrechung zur Folge hatte. Diese wurde sehr unterschiedlich genutzt. El Mario skatete, andere talkten mit ihren Gegnern, tauschten etc. Ich saß in einem Pulk von Random Czechs und zockte einem nach dem anderen im 4-gewinnt ab. :)

Als die Runde dann los ging, bemerkte ich, dass mein Gegner wirklich sein erstes größeres Turnier spielte und bügelte ihn in ca. 10 Minuten. Danach gab ich noch Tipps, wie er sein Deck verbessern könnte, lobte aber gleichzeitig seine eigene Leistung. Immerhin 3-4 bei einem GP.
Alle anderen verloren. Mit einer Ausnahme: Stefan kam freudestrahlend an und erzählte, wie er den legendären Chuck Norris geschlagen hatte, der 2 Spiele lediglich Reckless Assault spielte und nicht einmal anwendete. Der Junior stand damit 6-1 und wäre bei Sieg oder Draw in Tag 2. Niederlage würde wohl (kein Bye, Niederlage in Runde 1) nicht reichen. Doch - wie immer - er hatte das Glück und kann drawen.

Ich saß direkt am Fenster und mir gegenüber ein Random Czech, der aussah, als würde er sich das Geld fürs Magic über Erpressung und Raubüberfälle beschaffen. Kahlgeschoren und muskelbepackt. Ach ja, ein Hammer-Deck hatte er auch noch. In Spiel 1 vermöbelte er meine Sea Snidds und Rogue Kavu per Terminate, Doppel-Magma Burst, Flametongue Kavu und Phyrexian Scuta mit Sinister Strength...
Dabei konnte ich mich noch nicht einmal konzentrieren, weil ich ihm ständig auf den Mund schauen musste, wo er den Kaugummi so enthusiastisch kaute, dass ich ständig Angst hatte, sein Kiefer renkt sich gleich aus. Doch statt dessen verschluckte er sich bloß.
Spiel 2 repulste ich den Scuta :), Terminate seinen Strength-Imp und verhaute ihn mit meinem gesideboardeten Sinister Strength-Sea Snidd...
Spiel 3 lief ähnlich, nur das ich noch irgendwo mal ein Obliterate einstreute. Er verschluckte sich nochmal und guckte mich so böse an, dass ich froh war, dass nachher VIELE Menschen um mich herum sein sollten.
Der vereinte Rest kackte noch einmal komplett ab, mit Ausnahme unseres Marios, der aber die ganze Zeit erzählte, er wölle lieber ausschlafen als Tag 2 zu spielen. Nun, dieser Wunsch wird ihm erfüllt, er wurde 71. Damit sah es Finalement so aus: Stefan 6-1-1, Mario 6-2, ich 5-3 (6-2), Daniel & Basti 4-3-1, Holger & Martin 4-4, Sebastian 3-3-Drop.

Insgesamt würde ich sagen: Sehr beachtlich, auch wenn man sagen muss, dass das Feld qualitativ doch deutlich schwächer als Amsterdam oder Köln war. Aber wen interessiert das schon. Ich selbst hatte mir durch eigene Blödheit DM und EM vermasselt, na ja, müssen wir uns eben direkt qualifizieren - stimmt's, Großer Meister?

Mittlerweile war es - wie immer - nach Mitternacht, und wir steckten Stefan zum Ausschlafen ins Bett und machten uns auf den Weg, Prag unsicher zu machen. Eigentlich wollten wir nur was essen. Doch unser Stamm-McD. war schon längst geschlossen. Holger, der scheinbar öfter hierher fährt, zeigte uns jedoch sofort die City-Alternative, die bis 1.00 Uhr geöffnet hatte. Wir waren da gegen ... 1.03 Uhr, klopften an die Scheibe, was bis auf ein widerliches Grinsen der Damen inside keine Folgen hatte. Daniel nahm danach auch die Tschechen zu seinen 3 Lieblingsnationen auf, und wir sprinteten zu KFC, die gerade das Eisengitter runterließen. Wir hingesprintet und Indiana Jones Manier unten durchgetaucht...
Viel Huhn später lagen wir dann im Bettchen. Kurze Zeit später verließen wir dieses auch schon wieder. Während Stefan erste Anzeichen von Nervosität zeigte, zeigten Sebastian und Daniel nichts außer Müdigkeit. So saßen wir beim Frühstück und aßen Kaffee. Dann beschloß ich, Stefan mal körperlich zu fordern und wir machten frühs 7 Uhr, Sonntag, erstmal einen kleinen Treppensprint zur 4.Etage. Na ja, Junior, gut gehalten. Wenn Du irgendwann mal so groß bist, wie ich... Aber an diesem Tag war er eh der Größte...

Das Turnier startete erstaunlich pünktlich, und Stefan hatte einen soliden Drafttisch mit Gabor Papp, Trey van Cleeve und Bram Snepvangers, einem Ösi und 3 Random Czechs. Ich stellte mich so, dass ich bei Trey und Gabor sowie einem RC mitdraften konnte. Die Booster waren mäßig, bis auf die des Herrn van Cleeve, der ein extrem starkes B/R/U abbekam. Stefan selbst draftete B/R-Beatdown mit endlos vielen Kavus (u.a. Rogue Kavu :), 2 Maniacal Rage, 1 Sinister Strength, aber fast völlig ohne Removal (2 Soul Burn, 1 Ghitu Fire). Als wir das Deck sahen, tippten wir auf 1-2 oder 2-1, da es sehr gut und schnell laufen konnte, aber doch Removal fehlte.

Runde 1 durfte er dann gegen Gabor Papp, den wohl besten Ungarischen Magic-Spieler aller Zeiten ran. Das war ein ganz Lieber, der allerdings den Tick hatte, immer traurig zu gucken. Der zog den Acolyten und guckte, als wäre seine Schildkröte gestorben. Der zog das 12. Land in Folge und schaute, als hätte Ungarns Fußballnationalmannschaft gegen Andorra verloren...
Um es kurz zu machen, er zog wie im letzten Beispiel. Spiel 1 & 3 legte er ständig ungekickerte Lancer und Faerie Squadrons, während Stefan von oben alles zog. Lediglich in Spiel 2 konnte er überzeugen, in dem er erst Galina's Knight und dann Obsidian Acolyte rausbrachte.

Ich schaute mir das an und dachte: "Der Junior macht das schon..." und ging draften. Zusammen mit dem Quoten-Ösi und 6 Random Czechs gings ans Draften. Zunächst kriegte ich ein Demise, dann Lava, dann ?, bis mir auffiel, dass keiner Grün nahm. Also umgewechselt und 9th Pick Rooting Kavu, 10th Pick Harrow, 11th Pick Quirion Elf, 12th Pick Samite Pilgrim!!!!
Booster 2 war asiatisch und deswegen ging ich mal aus den Farben, um mir das Absorb zu nehmen...;-)
War auch nicht nötig. Ich bekam Tonnen von Elfen, prima grüne Critters, Exotic Curse, Explosive Growth etc. Als 7ten Pick nehme ich noch die Probe mit...
Nun gut. In Planeshift bekam ich 2(!) Allied Strategies(!), Strafe etc. (Ach ja, First Pick Meddling Mage;-)) Das größte Problem war es, ein Deck zu bauen, da ich beim Grob Cut ca. 33 prima spielbare Karten zählte. Ich verrate lieber nicht, was ich draußen ließ, sondern gebe lieber zu, dass ich im Halbfinale rausflog. Nachdem ich Spiel 1 gewonnen hatte, durfte ich nämlich zweimal Doppel-Mulliganen und zur Beschreibung meiner Hände danach nur soviel: In Spiel 3 machte ich 3 Schaden - in dem ich 3x Sparkcaster spielte - ohne Kreatur outside...
Den anderen sollte es übrigens bei diesen Side-Events ähnlich ergehen...

Stefan kam irgendwann an und berichtete, dass er gegen Herrn Snepvangers durch Match Loss dessen gewonnen hatte... Der Junior eben...

Daniel plättete derweil im T2 mit Cowardice Counter-Rebels und Sebastian gewinnt einen Boosterdraft.

Danach traf Stefan auf Pile-Shuffler van Cleeve, der ein einfaches Verfahren anwandte, um eine ordentliche Land-Karten-Verteilung zu bekommen, ohne dass es als Stacken nachgewiesen werden kann. Stefan hatte die Pause jedoch genutzt, um mit El Mario die beste Anti-Pile-Strategie zu entwickeln. Das Ende vom Lied war, dass der Mann-der-mit-Whiskey-gurgelt ständig 1-Land-Hände behielt und einmal keins (Sieg Stefan) und zweimal genügend (Siege Trey) nachzog.
Trotzdem stand Stefan prima da und... er durfte an einem Tisch mit dem tschechischen Nationalhelden Jakub Slemr draften. Doch bevor es soweit war, ging ich noch mal aufs Klo, wo ich mit Gabor Papp quatschte, der ganz nett ein paar Grüße an Stefan ausrichtete.
Dann ging ich nochmal zu den Sideevents, wo Mario gerade einen Draft mit 7 Random Czechs starten wollte und von Matthias Nagy - Sideevent-Headjudge - den Auftrag erhalten hatte, den Draft selbst zu leiden. Natürlich griff ich ihm unter die verschwitzten Arme und machte Sitzreihenfolge und Ansetzungen klar. Wer jetzt denkt, das sei doch nichts besonderes, der kann ja mal probieren, 7 Namen mit 12 Konsonanten und 2 Vokalen aufzuschreiben, wenn diese von 7 ärztlichen Handschriften vorgeschrieben wurden... Als das erledigt war, bat mich Matthias noch so ein Standing-Blatt zu klauen, damit er auch was vom GP hätte. Ich also zu dem Bord gehüpft und so ein Zettelchen abgerupft. Als ich jedoch verschwinden wollte, stand wie der Fels in der Brandung der 2-Meter-Gis vor mir und fragte mit Reibeisenstimme: "What are you doing here?" Ich mit Eichhörnchen-Timbre: "For... äh... the Sidevent... Judges... äh... They..." "Okey, man". Puh! Dafür feilschte ich mit Matthias um einen schönen oder billigen Draft, und er entschied sich, nichts zu ändern.

Deswegen verzichtete ich auch und ging zu Stefans Drafttisch. Diesmal schaute ich Local Hero Jakub Slemr und Gabor Papp (ja, der schon wieder) über die Schultern.
Jakub öffnete erstmal Barrin's Spite und bekam in Booster 2 nur Schrott. Zu meiner Überraschung nahm er nicht den Tidal Visionary, sondern Zap. Danach pickte er jeden roten Kavu, der drinne war, sowie 1, 2 schwarze Karten. Gabor baute derweilen ein echt starkes U/W/B zusammen mit 2 Glimmering Angels, Ordered Migration etc.
In Booster 2 machte Local Hero Slemr Undermine auf und ignorierte gekonnt alles Rot und Schwarz und stürzte sich auf die Rare. Ich überlegte den Hintergrund... Ob es ihm für die Sammlung fehlt? Dazu würde passen, dass er schon einige Rares über durchschnittliche Karten gedraftet hat, wie z.B. Winnow über Aggressive Urge.
Auf jeden Fall schien er sich auf Counter eingeschossen zu haben und nahm erstmal jeden, der vorbeikam: Exclude und Prohibit. Danach draftete er glaube ich jede Rare inklusive Pure Reflection und Kangee. Letzterer dürfte Gabor geärgert haben, da er mittlerweile immerhin 2 Ordered Migrations besaß...
Während der Ungar also ein Hammer-Deck baute, saß Slemr auf einem absolutem Müllhaufen, doch es kam ja noch Planeshift. Da öffnete der Local Hero erstmal Flametongue Kavu, Terminate und Magma Burst... Danach bekam er noch 2 Crosis's Charms, Terminate, etc. und natürlich noch Counter (Confound und Ertai's Kicker-Counter). Ach ja, 4,5 Rares griff er auch noch ab, inklusive Goblin Game. Jakub Slemr, Raredrafter.
Stefan hatte diesmal ein Fattie-Deck mit Yavimaya Wurm, Verdeloth u.ä. gebaut, dazu Harrow, Elf und 2 dieser Mini-Planeshift-Harrows... Ähnlich stark wie sein erstes Deck zu bewerten.

Ich bechloss jetzt, doch noch einen Draft zu wagen und schloss mich einem Grüppchen mit DDD, einem weiteren deutschen Spieler und 5 Random Czechs an. Der Draft lief komisch, doch am Ende hatte ich ein hübsches R/B/U, mit Beatdown, Removal und 2 (!) Fact or Fiction. Stefan kam vorbei, erzählte von einem ungefährdeten Sieg und schaute durch mein Deck. Zuerst meinte er ich hätte mir irgendwoher ein Nether-Go besorgt (2 Fact or Fiction, Spite/Malice, Exclude), bevor er mir zu meinem Constructed-BD-Deck gratulierte. Während wir drei deutschspeaking people auf unsere Kontrahenten warteten, fiel uns die merkwürdigen Angewohnheiten der Random Czechs beim Deckbau auf. Sie verzogen sich schnell ins hinterste Eckchen usw... Besonders hart traf es den dritten von uns, der erst sehen musste, wie sein Gegner langsam Karten eintütete, dann tauschte und dann wieder gemächlich austütete!
Ich begann das erste Spiel souverän, er spielte lediglich einen Rushing River. Zwei Runden später fällt mir auf, dass es ziemlich unmöglich ist, einen Rushing River zu spielen, wenn wir asiatisch PL gedraftet haben, heißt, er könnte Chen-Pöng mit Rushing River-Bild spielen, aber eben nicht Rushing River. Als ich ihn damit konfrontierte brach er fast zusammen und stammelte in gebrochenem Englisch eine Entschuldigung, zeigte mir ein paar Karten aus seinem Deck, meinte, wäre eigentlich Barrin's Unmaking etc.
Na gut, bei so was war und bin ich eben viel zu nett und außerdem war ich gerade am gewinnen. Ich ließ es durchgehen, gewann das Game und scheiterte dann zweimal an einer Starthand mit 2 bzw. 3 Ländern, weil ich bei beiden ca. 8 Runden keins nachzog... Und dann wundern sich die Menschen, dass es nur noch Egoismus auf der Welt gibt...

Ich nahm die Sache positiv, konnte ich doch jetzt bei meinem großen Kleinen zu schauen, der prompt wieder in die traurigen Augen eines Bekannten blickte. Gabor Papp nahm gegenüber Platz und mischte sein extrem starkes Deck. Stefan zog eher mäßig (obwohl es beeindruckend ist, für einen gehobbelten Yavimaya Wurm erstmal Sparkcaster zu ziehen...) und verlor dementsprechend. Damit kam er in eine sehr schwierige Situation: Ein heftiges Ante-Match.
Er stand so da, dass er bei einer Niederlage (dank schlechter Opponent-Score) eventuell völlig ohne alles und bei einem Sieg mit 500 USD und der Quali nach Barcelona rausgehen könnte.

Doch zunächst beobachteten wir, wie Monsieur Antoine Ruel zweimal den gleichen Fehler (Goham Djinn... Farben zählen :-)) machte und deswegen gegen Trey verlor... Local Hero Jakub Slemr kämpfte sich übrigens zu einem 2-0, wodurch auch er noch Chancen auf die Final 8 wahrte.

Dann ging's für den Junior ans Eingemachte. Er musste natürlich gegen Random Czech spielen, der ein vernünftiges G/R/B gedraftet hatte, es aber in beiden Spielen versäumte, vernünftig Länder zu ziehen und damit Stefan zu einem ungefährdeten Sieg verhalf.

Schnell gingen wir zum Feature-Match-Tisch, wo Gabor und Jakub den Teilnehmer für die letzten Acht ausspielten. Spiel 1 hatte der Krusovice-Abonnent gewonnen, doch Spiel 2 sah ihn Monorot gegen Acolyten anrennen.
Im entscheidenden Spiel 3 zeigte unser Local Hero jedoch das Beste: Mit soliden roten Kreaturen wurde Druck aufgebaut, und der Mana-screwte Gegner überlegte, was zu spielen, während MeisterSchlemmer eine Hand mit Undermine, Exclude und Probe zeigte...

Stefan wurde tatsächlich 14. und damit Teilnehmer der Pro Tour Barcelona, wo er jetzt die Chance hat, auf Zvi, Kai und Jakub in einem Turnier zu treffen...

Damit war Magic in Prag erledigt. Fix machten wir uns auf zu unserem gelbem "M" und bestellten wieder zwei Tische voll. Tja, wenn der Junior mal einlädt...:-) Dankeschön!!!
Die Rückfahrt verlief dann ertaunlich unspektakulär, mit Spielerlebnissen und Slemr-Stories. Doch das änderte sich, als 22 Uhr endlich die berühmte Astro-Show gesendet wurde. Gespannt hörten wir, wie die Sterne für jedes Problem gut standen. Lediglich Frauen, die verheiratete Männer begehren, scheinen sie nicht zu mögen...
Wir beschlossen, doch mal anzurufen, aber das heben wir uns für später mal auf.

Fazit: Immer die Score-Slips & Ausweise kontrollieren!

Props:

  • the Sachsen-Connection inklusive Holger... immer wieder eine lustige Truppe
  • Jakub Slemr... das lebende Beispiel dafür, was man trotz übermäßigem Zigarettenkonsum noch erreichen kann
  • Gabor Papp... vielleicht liest er das und guckt dann nicht mehr so traurig. Nice Guy!

Slops:

  • again... the Ruels... selbe Begründung, wie in Köln. Sehr nett, solange sie gewinnen... Aber wehe, wenn nicht...
  • tschechische McDonalds-Damen... wer kann nur so herzlos 10 hungrige Kerle in der kalten, Prager Nacht stehen lassen...?
  • Ryan Fuller... wie kann man nur Local Hero Jakub Slemr beim Heim-GP rausschmeißen?????????

Michael Diezel, 02. September 2009


Kommentar von Gunnar am 03. September 2009

Hehe, der grüne Planeswalker liest sich heute ganz anders, waere damals wohl DIE Bombe gewesen.

...und guckte, als wäre seine Schildkröte gestorben.... thats Midi Style

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