Reya Dawnbringer

Magic the Gathering in Dresden und Umgebung

Dieses Turnier gibt es nicht.

PTQ in Leipzig - Ein Rückblick (Teil 1)

Am letzten November-Samstag fand in Leipzig mal wieder ein PTQ statt. Der Sieger konnte sich für die PT San Diego qualifizieren. Dazu musste er aber erst mal die Sealed-Deck-Lotterie überstehen.
MiDi hatte vorsichtig mit 50 Spielern gerechnet. Und nachdem ich hörte, dass viele Dresdener nicht kommen konnten/wollten, hatte ich mich auch schon auf eine solche Teilnehmerzahl eingestellt. Dass es dann 71 Spieler und sieben Runden zu spielen wurden, war doch eine freudige Überraschung. (Wir hatten für 72 Spieler aufgebaut - "Das reicht doch locker!" Gegen 11 Uhr waren dann auf einmal alle Tische belegt. "Ähm, MiDi, brauchen wir noch Tische?" Aber es hat ja genau gepasst. Mann, sind wir gut!)
Ich habe mir mal den Spaß gemacht, die gespielten Decks nach ihren Farbkombinationen aufzuschlüsseln. Mal schauen, was dabei heraus gekommen ist:

Deck
Gesamt
12 und mehr Punkte
15 und mehr Punkte
Top 8
W/U
3
1
1
 
W/B(/x)
9
6
5
2
W/R
13
5
4
4
W/G(/x)
2
2
1
 
U/B
2
   
U/R
4
1
1
1
U/G
1
   
B/R(/x)
16
5
  
B/G(/x)
7
2
  
R/G(/x)
5
1
1
1
3farbig
9
3
1
 

Statistik ist ja schön und gut. Viel interessanter ist doch aber eigentlich, wie die Decks aussahen, die da so erfolgreich gewesen sind. Na dann, auf in die unendlichen Listen der Sealed-Decks: (Ursprünglich hatte ich geplant, diesen Artikel in der auf den PTQ folgenden Woche zu veröffentlichen. An diesem Vorhaben bin ich aber grandios gescheitert. Das Abtippen der Decklisten dauerte ewig. Na ja, eine Woche Verspätung...)

1. Platz: Daniel Gräfensteiner (19 Punkte)
MaindeckSideboard
 
2. Platz: Jasper Grimmer (17 Punkte)
MaindeckSideboard
 
3. Platz: Tomasz Dudziec (16 Punkte)
MaindeckSideboard
 
4. Platz: Martin Heruth (16 Punkte)
MaindeckSideboard
 
5. Platz: Jonas Glowalla (16 Punkte)
MaindeckSideboard
 
6. Platz: Thomas Krohn (16 Punkte)
MaindeckSideboard
 
7. Platz: Tobias Mede (16 Punkte)
MaindeckSideboard
 
8. Platz: Kevin Körner (15 Punkte)
MaindeckSideboard
 

Puh, geschafft!
Mit dem zweiten Teil geht's dann im zweiten Teil weiter. Der wirft einen kleinen Blick auf die Top8.

Zum Schluss würde ich gerne Eure Meinung zu folgender Situation wissen:
Anton hat zwei Kreaturen - eine 4/4 und eine 2/1 - im Spiel, Norbert auch zwei (ungetappt, Stärke/Widerstandskraft egal). Jetzt ist Anton im Begriff, eine Soaring Seacliff (When Soaring enters the battlefield, target creature gains flying until end of turn.) auszuspielen. Dabei zeigt er mit der Seacliff auf die 2/1-Kreatur. Kurze Denkpause, dann legt er das Land und will damit der 4/4-Kreatur das Fliegen beibringen. Norbert ruft daraufhin nach einem Schiedsrichter.
Von Euch möchte ich jetzt wissen, wie Ihr reagieren würdet. Betrachtet die Situation bitte sowohl von Antons als auch von Norberts Seite. Ist das Umentscheiden in Ordnung oder nicht? Begründet bitte.
(Irgendwie hört sich für mich der letzte Absatz an wie die Aufgabe aus einer Deutsch-Prüfung...)


Martin Golm, 10. Dezember 2009


Kommentar von Philipp Materne am 11. Dezember 2009

krass, wieviel Arbeit du die gemaht hast. Respekt.

zu der Situation:
Hm, ich denke, die Situation ist eindeutig:
Er spielt das Land mit der Intention, der 2/1 Flugfähigkeit zu geben über die ausgelöste Fähigkeit der Steilklippe. Diese Intention zeigt er an, in dem er mit dem Land auf den 2/1er zeigt. Von daher würde ich nicht umentscheiden lassen (zumind auf nem PTQ nicht (das ruleslevel sollte man dabei nicht vergessen)).

So einen Fehler kann Anton auch ganz einfach vermeiden, in dem er die Entscheidungskette "Land legen - Ziel ansagen - kurze Denkpause" einfach abändert in "kurze Denkpause - Land legen - Ziel ansagen"

Kommentar von Der MiDi am 11. Dezember 2009

Hehe, ich dachte, Du wolltest nur die Decks abtippen, von den zugehörigen Sideboards hätte ich Dir doch abgeraten...unendliche Arbeit :)

Zur Situation, die m.E. (und verschiedene Judge-Diskussionen geben mir Recht) längst nicht so eindeutig ist:

Die Frage ist, inwiefern das Antippen einer Kreatur mit einer Handkarte schon als Ausspielen zu werten ist.
Theoretisch darf man ja mit seinen Karten in der Hand anstellen was man möchte (außer sie vielleicht auf den Gegner werfen oder so). Dazu gehört, sie dem Gegner zu zeigen usw.
Solange das Land aber nicht im Spiel ist, kann es technisch gesehen kein Ziel haben etc.
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

a) Man wertet das Ganze als Shortcut, wodurch es bei der fliegenden 2/1 bleiben würde.
b) Man tut das genau nicht, wonach das Land die Hand nie verlassen hat. Ergebnis - Umentscheidung ok, der dickere Man fliegt.

Ich tendiere übrigens zu b), weil ich den Unterschied nicht sehe zu sagen wir:

- ein (standard)Land wird von der Hand gezeigt und befindet sich auf dem Weg ins Spiel. Doch der Spieler entscheidet sich um und legt ein anderes.
- In Berechnung eines Angriffs werden drei Kreaturen getappt, nicht los gelassen und schließlich eine davon zurückgedreht.

Eine andere Situation wäre es logischerweise, wenn das Land im Spiel gelegen hätte.

Kommentar von Philipp Materne am 11. Dezember 2009

hmm

da hast du wohl recht.

Bei solchen Situationen gibt es meistens 2 Probleme:
1) Anton hätte einfach noch 10s länger überlegen müssen/können/sollen, dann hätter er sich nicht umentscheiden müssen

2) was aber viel nerviger ist, das solche Situationen meist entstehen durch mangelnde Kommunikation zwischen den Spielern......
wenn Anton mit einem Land, was einen citp-Trigger besitzt, auf eine Kreatur im Spiel zeigt, gehe ich davon aus, das er das Land spielt und mit dem Trigger die Kreatur anzielt (ähnlich zBsp wenn man 4B in den Pool nimmt und dann mit nem Shriekmaw auf eine Kreatur zeigt).
Die Situation wäre viel einfacher aufzulösen, wenn Anton zBsp sagen würde, mit dem citp-Trigger ziele ich den 2/1er an.... dann wäre es eindeutig.


Aber das wäre ja zu einfach^^

Kommentar von Gunnar am 16. Dezember 2009

Insofern das Abgetippte so stimmt, kann ich echt nur mit dem Kopf schütteln....

6. Platz: Thomas Krohn
Sideboard:
Trusty Machete .... HALLO Geht's noch ?

Der Spruch mit dem Agrarökonomen-IQ ist reziprok zum Ertrag seiner Feldfrüchte stimmt wohl doch.

Kommentar von Duodax am 17. Dezember 2009

Der Knecht hat auch noch 2 tote Karten in Form der Expeditions gespielt... wer hat diese PTQs überhaupt eingeführt, große Tuniere müssen doch Constructed + Draft sein!!!

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