Reya Dawnbringer

Magic the Gathering in Dresden und Umgebung

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From the Past -- That's Life - That's Polen

Weiter geht's mit unserer Reise in die Vergangenheit. Diesmal MiDis Bericht zum GP Warschau (8./9. Sept. 2001).


In Anbetracht der Dinge, die sich momentan in den USA abspielen, wirkt so ein Bericht erstaunlich klein. Ebenso die Wichtigkeit des gesamten Magic-Spiels. Hätte ich nicht schon den Anfang geschrieben gehabt, ich denke, er wäre deutlich kürzer ausgefallen. Auch so erkennt man vielleicht, dass ich einige Schwierigkeiten hatte, mich an die wichtigen Momente mit der nötigen Lockerheit zu erinnern. Ich weiß, einige werden das jetzt für übertrieben halten, aber als (hoffentlich) angehender Geschichtslehrer stehe ich vielleicht auch noch ein wenig anders zu diesen Dingen. Nichts desto Trotz hoffe ich, doch noch einen ganz passablen (lang ist er auf jeden Fall :)) Bericht abliefern zu können. Viel Spaß!

An Stelle des GP Warschaus sollte ja eigentlich die PT NY stehen, doch da es den Stefan gleichzeitig zu seiner Abschlusskursfahrt ins sonnige Kroatien zog, verzichteten wir auf das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und bevorzugten so das Land der begrenzten Wahrscheinlichkeiten: Polen. Dies allein reicht mir jetzt mal als Grund, einen Extended (oder besser Typ 1) Bericht folgen zu lassen... Die Theorie sah eine gemütliche Zugfahrt mit folgender Übernachtung in einem Studentenwohnheim in Polens Hauptstadt vor, die von einer Freundin unseres Magic spielenden, Polnisch sprechenden Reiseleiters Mike organisiert wurde. Viel mehr wussten wir auch nicht, als wir 3 Leipziger, Daniel, Sebastian (RSR) & ich uns auf den Weg machten. Doch schon der Anfang der Reise verlief vielversprechend chaotisch: Wir spazierten auf unseren schönen Hauptbahnhof, nur um festzustellen, dass man mit dem Sachsenticket nur Bummelzüge & langsamere benutzen durfte, was dazu führte, dass wir statt gemütlich 20.30 Uhr schon 18.55 Uhr los mussten. Das bekamen wir kurz nach 6 mit. Und Daniel erfuhr es 5 Minuten später, als wir ihn zu Hause anriefen. Dieser war gerade gemütlich beim Tasche packen & hatte noch einen Weg quer durch die Stadt vor sich. Der RSR und ich machten also ein Picknick mit Aldi-Bouletten & Aldi-Senf auf dem Bahnsteig (wusstet ihr, dass Aldi mit Senf sein Geld verdient... alles billig, aber nur 99 Pfennig Senf!) & warteten voller Ruhe auf unseren Kameraden. Pünktlich 3 Minuten vor Abfahrt tauchte er dann auch auf & watschelte gemütlich auf uns zu. Nach einem kurzen Plausch über die fehlenden Reisepässe von Daniel & mir (und RSRs überlegenes Grinsen, da er ausgestattet war...) waren wir auch schon in unserer hübschen Landeshauptstadt angekommen, wo wir uns mit einigen Random Dresdnern vereinigen sollten. In der Theorie. Selbstverständlich tauchte wieder keiner auf, aber wir waren Warten am Bahnsteig ja gewohnt & so zeigte sich keiner überrascht, dass der Martin 2 Minuten vor Abfahrt gemütlich pfeifend auftauchte. Dass wir etwas eher kamen, schien für ihn allerdings ein Weltwunder & so blieb er auch der einzige Dresdner, der mit uns nach Görlitz fuhr. Ein kurzes Telefonat sorgte dafür, dass der Rest mit Teurer Bahn nachkam...

In Görlitz angekommen war es mittlerweile Mitternacht & der Bahnhof bis auf eine etwas schwer verständliche Angestellte menschenleer. Uns hatten sie mittlerweile richtig Angst gemacht, mit den Pässen & wir wollten spontan noch welche besorgen, um nicht den "Kai in Prag" zu machen. Doch die Grenzstation war leer. Martin & RSR blieben ruhig, bis sie mal nach der Dauer ihres Passes schauten. Martin... August 2003, RSR... 9.4.2001... Ups... Dann fuhr der Zug ein & mit ihm kamen die restlichen Dresdner, Polnische Zöllner & BGSler. Letztere hatten dann auch alle Hände voll zu tun, Übergangspässe für 7 von 9 Warschau-Reisenden auszustellen (und sich dabei eine goldene Nase zu verdienen...). Irgendwann saßen wir dann in Polnisch-Zug, der direkt bis Warschau fahren sollte. Nach einer kurzen Überlegung, ob 2 oder 3 Abteile nötig wären, verständigten wir uns auf 2, da das ein besseres Testen ermöglichen würde. Und so lief dann auch der 1. Teil der 9-Stunden-Fahrt ab. Kaum einer hatte schon genaue Vorstellung von dem Deck to play & so setzte eine heiße Testphase ein, die nur spärlich für einen Schluck Wein oder den Besuch der größten Attraktion, dem PPK (Polnisch Plumps-Klo) unterbrochen wurde. Später dann legte sich Mike, der als einziger den weiteren Plan kannte, auf 3 der etwas... äh... gewöhnungsbedürftigen Sitze... Am frühen Morgen dann, als auch die härtesten Tester die weichen Sessel pickten, wurde es regelrecht kuschlig. Ich bekam einen der legendären Mittel-Sessel (B-Seats), mit Daniel zu meiner Linken, Mike zu meiner Rechten & RSR direkt gegenüber. Meine Beine vollführten bizarre Verknotungen mit denen von Sebastian, während mein Arm dem ständigen Druck meines Kopfes ausweichen musste. In dieser Gemütlichkeit hielten wir es dann wenige Stunden aus, bis die polnische Hauptstadt wirklich in die Nähe rückte. Während wir von der uns erwartenden Erholung träumten, weihte uns Mike in den weiteren Plan ein... der natürlich kein Himmelbett vorsah, sondern einen Aufenthalt in Warschau bis in den Nachmittag, wo seine Freundin noch brav studierte.

Um 9.30 Uhr am Bahnhof angekommen, beschlossen wir, nicht mit all unseren Taschen etc. durch Warschau zu toben, sondern diese einzuschließen. War auch ganz einfach. Türe auf. Taschen rein, Türe zu. Türe zu. Türe zuhu!! Immerhin, beim zweiten Schließfach ließ sich die Tür schließen. Dann Geld reinstecken. 8zt. Erst den Fünfer, dann den Zweier. Geht nicht. Gut dann den Einer. Noch ein Einer. NOCH EIN EINER! Nach kurzen Versuchen, den Automaten mit handgreiflicher Freundlichkeit zu überreden, tauchte auch schon ein hilfsbereiter Bahnhofsmitarbeiter auf, der uns die richtige Taktik mit etwas gröberen Methoden demonstrierte. Dann wagten wir uns auf die Straße. Warschau ist wohl keine wirklich schöne Stadt, hat aber ihren Reiz, besonders im Sommer, wenn die Mädels nicht so viel anhaben, wie uns Mike versicherte. Tja ja, wir beschränkten uns dann halt auf die einzige Attraktion, die wir in jeder europäischen Großstadt besuchen und betraten das McDonalds. Dieses schien ein Sammelplatz für einsame Mädchen und böse Drogendealer zu sein. Erstere bevölkerten alle Tische und letztere schlichen sich in meditativen Dreiergruppen aufs Klo. Wir packten also BigMacs und Karten aus und zockten einige Stunden in einem Warschauer McD. Was sollte man auch sonst tun, nach einer Nacht ohne Schlaf (ausgenommen Mike, der es sich ja in weiser Voraussicht bequem gemacht hatte:)).

Irgendwann kurz nach Mittag kamen wir zu dem Schluss, dass wir gerne was anderes machen würden und liefen mal kurz durch Warschau, bis wir zu einer Art Freiluftkneipe kamen, die mitten an einer größeren Kreuzung stand. Was machen Magic-Spieler. Richtig. Magic-Spielen. Bis 4 um genau zu sein, dann liefen wir wieder zurück, ca. 2km bis zum Bahnhof, quer über den prallvollen Markt. Am Bahnhof Taschen gegriffen und zurück über den Markt zu einem größeren Platz, der als Treffpunkt dienen sollte. Wir lehnten uns also an eine bemalte Mauer und schauten auf die vor uns hin und her laufende Menge, in der Hoffnung, das Mädchen mit dem langen braunen Haar zu finden, was uns unsere dringend benötigten Betten besorgen sollte. Und wir schauten. Und wir lehnten. Außer uns waren noch unzählige polnische Freunde auf dem Platz, die entweder einem politischen Puppenspiel beiwohnten, oder bei unserem speziellen Freund, dem Bläser von Warschau, vorbeischauten, der mit scheinbar unbezähmbaren Geduld alte, russische Depri-Mukke in seine Trompete tutete und damit die Stimmung nicht wirklich anheizte. Nach scheinbar ewiger Zeit (ca. 12 Trompeten-Lieder) tauchte dann auch ein Mädel mit kurzem braunen Haar auf, fiel Mike um den Hals, der ihr auch prompt 100 Zloty zusteckte. Wenige Sekunden später waren sie beide verschwunden... Punkt. Punkt. Punkt.

Als sie strahlend wieder kamen, hatten sie auch Tagesfahrscheine für alle dabei und wir konnten uns auf den Weg zur Bushaltestelle machen. Auch dort hatten wir einen etwas längeren Aufenthalt, da wir natürlich mit dem Bus fahren wollten, der gerade weg war. Aber so eine Warschauer Bushaltestelle ist ja auch was Tolles und so ein Bus erst... Irgendwie kamen wir dann doch in unserer Unterkunft an. Von außen sah diese erwartungsgemäß so aus, dass der El gleich wieder umgekehrt wäre, aber der war ja zu Hause geblieben. Wir dagegen enterten das Haus und warteten (fallen Euch eigentlich gewisse Wortwiederholungen auf? :)). Mike und Natalia (das langhaarige Mädchen mit den kurzen Haaren) diskutierten mit der älteren Dame, worüber kann ich leider nicht sagen, da mein Polnisch etwas eingerostet ist. Ähem. Plötzlich jedoch kam Stimmung in den Laden, als erst Natalia, dann Mike, und dann die ältere Dame mit einem dicken Grinsen auf mich zeigten und ihr Kauderwelsch zum Besten gaben. Ich grinste natürlich mit, war ja auch zum Totlachen, doch dann gings tatsächlich auf die Zimmer. Mike erklärte mir gnädigerweise noch, dass ich als einziger in der Nacht die Gesichtskontrolle bei der älteren Dame bestehen würde und war somit sozusagen der Schlüssel für's Haus.

Daniel, Martin und der RSR, also das ältere Kaliber :), waren etwas erschöpft und legten sich direkt in die Betten. Der Rest besuchte kurz die Gemeinschaftstoilette & begab sich dann auf den Weg zum Spielort, Voranmelden. Natalia hatte natürlich von der Tennishalle, wo der GP stattfinden sollte, noch nie was gehört, nur die ungefähre Richtung kannte sie und die war wirklich viel versprechend. Mit dem Bus Nr. 521 ging es einmal quer durch die Stadt, so ne halbe Stunde lang. Dann sah ich eine große Kuppel und der Prager Spielort fiel mir wieder ein, dieses beeindruckende Was-auch-immer. Tatsächlich schien der Weg richtig zu sein, dies versicherte uns zumindest eine ältere Dame. Die Straße war ungewöhnlich bewachsen, doch wir setzten unseren Weg fort, denn die Kuppel gehörte zu einem eindrucksvollen Gebäude. Kurz davor wollten wir uns dann nochmal der Richtigkeit unserer Informationen versichern und befragten eine ältere Dame (dies ist ein sicheres Zeichen dafür, dass Natalia fragte. Jedesmal wenn Mike irgendwas wissen wollte, hat er mit außergewöhnlicher Zielsicherheit ein Junges, hübsches Mädel gefunden...) Diese schickte uns erstmal in die entgegengesetzte Richtung. Logisch. Und während sich die Sonne also glutrot färbte und hinter dem bröckelnden Putz verschiedener Gebäude versank, erreichten wir eine Art Tennishalle. Von hinten. Etwas besorgt schauten wir auf die verrosteten Metallgiebel, doch sie schien zumindest noch ein Wochenende mitzumachen. An der Vorderseite zeigten sich dann endlich weitere Verrückte mit Karten und Ordnern.

Wir meldeten uns schnell und erstaunlich problemlos an, bevor wir mal wieder eine längere, unfreiwille Rast an einer Bushaltestelle einlegten. Diesmal jedoch erhielten wir Gesellschaft von einem alten polnischen Kriegsveteran, der uns mit seinem doppel bespitzten Schirm bedrohte und unbedingt alte Kriegsnarben zeigen wollte. Als er dafür seine Schulter entblößte und wir zu beten begannen, dass er nicht all zu lange hatte kämpfen müssen, kam eine Straßenbahn, in die wir SPONTAN hüpften. In dieser machten wir dann Bekanntschaft mit Polnisch-Kontrolleuren, und ich formuliere es mal so. Wenn die bei uns auch so aussehen würden, gäbe es keine Schwarzfahrer mehr...

Nach einer Diskussion über unser weiteres Vorgehen kehrten wir bei KFC ein. Nach unseren Erlebnissen im Prager-KFC stimmte mich das sehr bedenklich und ich schloss mich dem Geflügel-Boykott einiger von uns an. Statt dessen ließen wir uns dann in ein Pizza Hut bringen, wo Mike und Natalia alle Hände voll zu tun hatten, einige Sonderwünsche weiterzugeben. (In Polen gibts halt keine Spezi :)) Nach guten 40 beinahe schlaflosen Stunden konnte ich mich dann endlich in mein Bettchen legen, natürlich nicht ohne noch mit der älteren Dame am Empfang zu schäkern, die sich mein Gesicht sehr genau anschaute...

Schlafen... Nur Schlafen...

Doch der Boiler neben meinem Kopf war erbarmungslos...

Ausgeschalfen und gutgelaunt, nein, das gehört zu einem anderen Text... Also, irgendwie schafften wir es gegen 8 an der BuHa zu stehen und auf die 521 zu warten. Frühstück? Fehlanzeige. Auf dem Plan stand 5 nach 8 und 25 nach 8 wurde es dann. 521 tauchte auf, öffnete Türen. Wir sahen Menschen. Und Menschen, und noch mehr Menschen. Doch wir waren ja einiges gewohnt (mit dem Zug nach Warschau, halt...) und quetschten uns einfach dazu. Bis auf drei, die zu langsam waren. Und so prallten Basti, Martin und ich gegen die polnische Menschenmauer und mußten zu Plan B greifen. Während der Bus dann ohne uns abfuhr, bemerkten wir, dass es keinen Plan B gab. So blieb uns nichts anderes übrig, als abzuwarten und Decklisten zu schreiben. Nur wenige Minuten später stand auch schon der nächste 521er da und wir fanden gute Plätze. Nach nur kurzen Umwegen von vielleicht 15 Minuten erreichten wir dann den Tennispalast, der übrigens von innen deutlich besser aussah, als von außen. Da das alleine nicht wirklich ein Kompliment ist, möchte ich hinzu fügen, dass die Tische groß, die Decken darauf hauptsächlich Dunkelgrün & alles in allem sehr geräumig war.

Wir machten es uns an einem dieser Tische gemütlich und prompt gesellten sich einige Hamburger hinzu. (Oder war es anders herum?) Diese sind ja für fast alles bekannt, nur nicht für ihre biedere Ernsthaftigkeit. Dementsprechend gut gelaunt fand ein lockeres TrashTalk-Festival statt, bis die Eröffnung alle verstummen ließ. Genau 400 Leute hatten die Tennishalle gefunden (ich möchte nicht wissen, wie viele die Suche verzweifelt abbrechen mussten...), unter ihnen hauptsächlich die Leute mit den vielen Konsonanten in ihren Namen. Ein kurzer Blick auf die PlayerList zeigte, dass nur wenige Pros angetrteten waren, sicher v.a. durch die zeitgleiche PT NY bedingt. Somit waren 2 Byes etwas wirklich besonderes und 3 eine echte Rarität.

Dementsprechend wenig Leute konnten dann der ersten Runde gelassen entgegen sehen. Unter ihnen waren aber doch Sebastian und ich. Wir holten erstmal das ausgefallene Frühstück nach und revealten Leberkäse inklusive Senf, während sich die ersten schon Niederlagen einfingen. Ein kurzer Spaziergang durch den Saal brachten uns wichtige Metagameerkenntnisse:
1. Sehr breites Feld, ohne herausragenden Decktypen, obwohl U/W/B, U/W/R & U/G/r beherrschend waren (da gibts aber schon allein ca. 6 Decktypen für...)
2. Hübsche Estinnen spielen verstärkt U/B/r-Control.

Während Sebastian dann sein 2. Bye genoss, musste auch ich mit dem gesamten Rest von uns ins Geschehen eingreifen und tat das auch gleich voller Enthusiasmus. Wie immer hatte ich das WildResearch.dec am Start, erstens weil ich es für wirklich gut halte & 2. keinen Bock hatte, mir noch ein neues Deck einzuverleiben.

In Runde 2 musste ich dann gegen Pavel Tempfr ran. Zu dem vielversprechenden Namen gesellte sich dann ein enttäuschend kleiner Junge. Doch seit Stefan habe ich es mir abgewöhnt, jemanden, der kleiner ist (auch wenn es 3 Köpfe sind), zu unterschätzen. Auch Zvi (eins meiner zahlreichen Idole) ist nich viel größer als ein Gartenzwerg. Pavel würfelte eine relativ solide 20 und startete mit Shivan Zombie, dann seinen pyromanischen Artgenossen, dann Blazing Specter etc. IBC-MachineHead also, ohne Grün. Eins der vielen Freilos-MatchUps für mich.
Ich stabilisierte mich irgendwo um die 10 Leben. Zog den Moat so, dann hatte er fast nix mehr im Deck, was ihm noch helfen konnte. Ich legte noch Wild Research, bevor ich ihn mit Bolt und KiggaRage entsorgte.
Spiel 2 lief ähnlich, nur dass ich zur Abrundung noch 2 GayKnights hinzugesellte, die das Spiel gemeinsam mit Sabrina's Abras (a.k.a. Trenches-Token) bei soliden 25 Leben für mich beendeten. Das klappte ja ganz gut.
Auch beim Rest sah es zu diesem Zeitpunkt noch ganz gut aus. Auch beim Robert "The Strossus", der mit einem - ich formuliere es mal vorsichtig - ungewöhnlichem Deck sein Glück versuchte. Mit Hilfe von Vodalian Merchants & Proben wurden große (ich meine GROßE!) Kreaturen abgeworfen, die dann via Twilight's Call das Licht der Welt erblickten, während sich die Deed um den Rest kümmerte. Was ist halt die größte Block-Kreatur? Richtig, Devouring Strossus. Wer den Witz jetzt nicht kapiert hat, nehme den Strossus aus seinem Tauschhefter (dort ist er ganz sicher, dort wird er auch ganz sicher bleiben :)) und lese ihn mit Bedacht. Das Deck ist richtig gut, wenn man (wie Robert in Warschau ständig...) 3 Twilight's Call zieht.

Nun gut. Robert stand also 1-0-1, ich 2-0 und in Runde 3 wartete dann Ronald Coiffe auf mich, der, wie man vielleicht am Namen erkennt, kein wirklicher Osteuropäer ist, sondern Franzose. Dementsprechend gepflegt waren auch seine Handlungen. Erst würfelte er eine 20 (again!), dann startete er mit AirBär & Mongoose. Als ich route (Vergangenheit von Rout? Routete?), legte er nochmal Doppel-Mongoose hinterher. Ich versuchte mich zu stabilisieren, starb aber an Doppel-Rage.
In Spiel 2 durften sich dann von Beginn an 2 Mongoose an mir austoben, was immer wieder eine Herausforderung ist. Selbstverständlich wies mein Deck in diesem Moment diese als nicht bewältigbar zurück, und ich stand 2-1.

Als ich mich vorsichtig nach dem Essen hier erkundigte, hatten unsere Testobjekte schwer zu kämpfen, die Testprodukte nicht wieder hervorzuwürgen, was meinen knurrenden Magen erstmal überzeugte.

In Runde 4 sollte ich gegen Woyzeck spielen, sorry, Woyciech. Ich gewann mal das Würfeln, behielt eine Starthand mit 2 Ländern, 2 Ice (Fire eh fast nie gespielt...), 2 Repulse, 1 FOF. Irgendwann stand es dann 9-3 für seine Länder...:(
Im zweiten Spiel kam dann die gleiche Hand, nur mit einem Ice weniger, dafür Land mehr. Das endete auch irgendwann bei 8-3 für seine Länder. Ich hatte am Ende der beiden Spiele zusammen addiert 5 FoFs, 4 P.Bolts etc. auf der Hand.

Dieses Format bevorzugt Topdecker.

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass Woyzeck U/B/r-Control spielte, was eigentlich (für Trenches) ein gutes Match-Up ist...

Auch Sebastian hatte zum zweiten Mal in Folge sehr unglücklich verloren... Doch ich will in keine erneuten Diskussionen um das Format ausbrechen. Das kommt später :)

Juraj Smrek, slovakischer Worlds Teilnehmer (um mal das Potential, was auch in den stryczykwklyscz-Spielern steckt, die gerne unterschätzt werden, zu verdeutlichen), bezog dann mit R/G-Beats Stellung. Beim Testen war das ein 80-90% AutoWin für mich, doch Block wäre nicht Block, wenn alles anders kommen würde. Ich startete mit Doppel-Mulligan, er mit Doppel-Mongoose (once again...), ich 4 Länder, dann RandomIrgendwas. Er Titan mit diesen Bonuskosten, ich Rout auf der Hand und damit die Chance zum Comeback. 2 Runden ohne Land später dann Sideboarden.
Spiel 2 machte ich dann den RSR in Berlin (Am Ende 7-0 Karten, 22-0 Leben, 7-0 Permanents). So wie es halt eigentlich läuft.
In Spiel 3 musste ich dann WIEDER Doppel-Mulligan nehmen. Diesmal hatte er jedoch keinen Mongoose, ich kam aber auch nie ins Spiel, zumal er meine einzige Chance, ein Trenches, per BM entsorgte.
Doch ich verschwendete keine Zeit, um wieder einem Spiel von "Strossus"-Robert beizuwohnen, der just in diesem Augenblick wieder (sehr zur lauten Begeisterung der versammelten Hamburger & Sachsen, aber auch zum stummen Brauenheben des Flix) Doppel-Strossus und Doppel-Penumbra Wurm ausbuddelte...

Während Sebastian & einige Zeit später auch viele andere droppten, beschloss ich, bis zum bitteren Ende durch zu spielen. Prompt bekam ich auch ein weiteres günstiges Match-Up ab: Hippo. Das Spiel war sehr schnell entschieden. Ich bekam 3 FOFs durch und saß bei 19 Leben und 7 Handkarten, während er quasi nix hatte. In diesem Augenblick jedoch wurde das Spiel abgebrochen, da einige Tischnummern verrutscht waren & wir gar nicht gegeneinander gepaart waren.
Statt dessen durfte ich jetzt gegen einen wohlbeleibten Warschauer ran, mit dem ich mich prima über die Tischnummeraffäre unterhielt. Er brachte eine Deck-Eigenkreation in den GP ein, die mit Deed den Tisch stabilisierte und dann einen Fattie (Spiritmonger aufwärts) in Massen ins Spiel brachte. Bei der Masse an Countern und Bounce eigentlich kein Problem. Doch was ist schon eigentlich... Ich habe ein wenig Angst vor dem Engel mit Kigga und deswegen spiele ich sehr vorsichtig. Im Nachhinein sicher ein Fehler, da er diesen gar nicht spielte (was man bei B/W aber schon erwarten kann, oder?), aber in diesem Moment hätte er die sichere Niederlage bedeutet. Und ich hatte ja ewig Zeit. Doch es kam, wie es kommen musste. Der einzige FoF revealed 5 Länder, Repulse zog ich mal gar nicht und irgendein Random Spiritmonger verhaute mich dann.
Beim Sideboarden schüttelte ich meinen Kopf so stark darüber, dass ich auch noch Spiel 2 verlor. Ich habe verschwommene Erinnerungen an dieses Spiel, weiß nur noch, dass es ein Necra-Modulon mit den Doppelten Bonuskosten war, was mich gefinished hatte. Der Gedanke alleine reicht aber auch, um alle Erinnerungen zu löschen...

Zu diesem Zeitpunkt waren eigentlich lediglich Martin & Basti mit guten Aussichtenm auf Tag 2 verblieben. Und natürlich der Strossus-Man, der gerade seinen Score auf 2-0-4 (ungeschlagen!) gepushed hatte.

Ich wurde an Tisch 12624 (oder so ähnlich) gesetzt und spielte wieder gegen ein Hippo-Deck. Das erste Spiel lief wie gegen den TestHippoGegner und es stand schnell 1-0. Das zweite Spiel lief genau anders rum, und es stand 1-1.
Im dritten Spiel bekam ich nach einem Mulligan eine mittelschwere Katastrophe als Hand, was dazu führte, dass irgendwann auf meiner Seite das Doppel-Raka-Modulon mit DIESEN doppelten Doppel-Bonuskosten standen, während ich meine Hände faltete, das sein Deck weder Repulse (3), noch Rushing River (2) ausspucken würde. Gott erhörte mich scheinbar (wurde auch Zeit!) und ich gewann mit knapp 40 Lebenspunkten...

Die letzte Runde begann dort, wo die erste aufgehört hatte. Ein MachineHead, diesmal mit Grün, was aber nicht viel an der Tatsache ändert, dass schon viel schief laufen muss, damit ich dieses MatchUp verliere (Doppel-Mulligan, dann Doppel-Mongoose ist immer 'ne Möglichkeit:() Mein Gegner, ein Este, hatte seine Dolmetscherin mitgebracht, die sich erst mit meinem Dolmetscher Mike auf irgendwelchen undefinierbaren Kauderwelsch unterhielt, bevor wir dann alle vier in einem fröhlichen Mix aus Russisch, Polnisch, Englisch und Deutsch miteinander kommunizierten. Die Spiele selbst waren relativ leicht, da ich wirklich gut zog und nie unter 12 Leben sank.

Damit endete der GP Warschau für mich ähnlich enttäuschend wie für viele andere auch. Aber einer konnte doch strahlend in den Bus zum Pizza Hut steigen. Der Basti hatte mit seinem Discard-No-Mar ein 6-1-1 erreicht, den letzten Gegner in die Tränen getrieben (echt!) und sich damit für den Tag 2 qualifiziert. Nach einigen spektakulären Feature-Matches zwischen dem Strossus-Deck und dem Rest der Welt machten wir noch Bekanntschaft mit der außergewöhnlichen Freundlichkeit polnischer Busfahrer, als dieser solange wartete, bis ein kleines Magicspielergrüppchen bis zu seinen offenen Türen gerannt war, um diese im letzten Augenblick zu schließen und abzufahren... (Wir saßen schon drin.) ;-)

Gegen 22.30 Uhr erreichten wir unseren Pizza Hut, und bestellten erstmal Party-Pizzen oder Doppel-Nudel-Portionen. Gesprächsthema Nummer 1 natürlich der Strossus, der wohl einmal sein Upkeep nicht bezahlt zu haben schien, und erst nach einem Twilight's Call wieder von Richtung Graveyard (WC) auftauchte. Nachdem wir dann die Öffnungszeit mal um ein Stündchen überschritten hatten, wurden wir herauskomplimentiert, doch als höfliche Gäste wünschten wir gemeinsam einen "Guten Feierabend". Ob sie es verstanden haben???
Schnell und erschöpft ging es dann in die Betten, wo wir kurz nach 6 wieder draus auferstehen wollten. Pünktlich 6.40 Uhr wurden wir munter und stellten fest, dass unser Bus in einer knappen halben Stunde los wollte. Somit gingen unsere morgendlichen Aktivitäten etwas schneller von statten und dementsprechend zerzaust warteten wir auch auf den Bus. Einen Umstieg später saßen der Basti & ich alleine da, während der Rest Zwischenstopp am Bahnhof einlegte. Einige von ihnen nahmen auch direkt den Zug nach Hause, da die einzige Alternative erst nach 21.00 Uhr fuhr.
Ich dagegen wohnte Bastis Tag 2 Auftritt bei. Er spielte wirklich klasse und gewann. Dann beschloss ich doch noch beim GP-Wien-Trial mitzuspielen, bei dem es 2x 3 Byes zu gewinnen gab. Ich stand also hübsch in der Warteschlange (100 Leute... 1 Computer... bedient von einem Menschen, der zum ersten Mal das Programm sieht...), und quatschte mit den Hamburgern (die natürlich auch ihr Glück versuchen wollten) und dem Basti, als die 2. (oder 10. Runde) des Grand Prix begann. Der Basti legte einen Sprint ein und kam auch nur 30 Sekunden zu spät und deswegen "nur" einen GameLoss. Das musste ihn mächtig motiviert haben. Mit insgesamt 5 Vindicates und brillianten Shuffle-Techs mischte er seinem Gegner den DoppelScrew und stand damit kurz vorm Geld.
Um die Situation mal zu verdeutlichen. Bei noch 4 ausstehenden Matches bedeutete das: 4-0, 3-1 Final 8 und richtig viel Geld; 2-2 Top16, ca. 750 $; 1-3 Top 32 250 $, 0-4 Top 64 0,00 $. Ihr ahnt sicher, was kommen muss. Teils durch Pech, teils durch ungünstige Matchups, teils aber auch durch kleinere Fehler (Frust!) verspielte der Basti in den Großes-Ante-Matches viel Geld und auch die New Orleans Quali :(
Trotzdem ein riesiger Erfolg, wie ich finde, und zu dem ich ihm jetzt auch nochmal ganz öffentlich gratulieren möchte.

Ich selbst nahm derweile an einem etwas seltsamen Turnier teil, bei dem die 100 Spieler von genau 1,7 Judges betreut wurden, von denen genau einer ein dafür um so schlechteres Englisch sprach. Dementsprechend lange dauerte es, bis alle Spieler Platz genommen hatten & die Sealed-Päckchen in ihren Händen hielten. Eine weitere Viertelstunde nahmen Diskussionen zum Aufschreiben der Karten in Anspruch, da es keine vorgedruckten Decklisten gab und die verwöhnten Magicspieler damit völlig überfordert waren. Irgendeiner stellte dann fest, dass man ja einfach die Nummern aufschreiben könnte, woraufhin es 5 Minuten dauerte, bis noch hinzugefügt wurde, dass man da aber die Editionen unterscheiden müsste...
Also hübsche Tabelle gezeichnet und Starter aufgerupft... Und was schaute mich da ganz böse an...? Richtig, der Strossus. Ich nahm das als Zeichen, musste aber Deck tauschen. Danach erhielt ich einen vernünftigen Kartenpool, aus dem ich ein starkes U/R/b Deck mit 19 Kreaturen und nur 4 Sprüchen (Magma Burst, Exclude, Scorching Lava & natürlich Jaded Response:)) baute. Zugegeben, Shivan Emissary & der blaue BM sind nicht wirklich Kreaturen... Außerdem hatte ich noch die Möglichkeit, gegen rote Decks Weiß zu sideboarden, was mit Galinas Knight, Acolythe & Pollen Remedy wartete. (Dieser Plan wurde tatsächlich mehrfach in die Tat umgesetzt...)

Tja, was soll ich sagen. Ich hatte das Glück, was beim Grand Prix gefehlt hatte und nach 5 Runden stand ich mit 5-0, 10-0 auf Platz 1 und konnte mich in die Finals drawen. Dabei gab es nur ein Problem. Auf Grund der besonderen Art der Durchführung hatte sich das Turnier stark in die Länge gezogen und die Finals würden nicht vor 21.00 Uhr gestartet werden. Zug Abfahrt 21.21 Uhr. Ups. Ich wollte das alles bei ein paar Spagetti überdenken, die ich dann auch während einer Runde Chinese-2-Headed-Booster Duell genoss. (Justus Rönnau beendete erfolgreich meinen Part, als ich weiter Trialen musste. Danke & Viele Grüße!)

Mein Problem löste sich schließlich, als Mike sich bereit erklärte, mit mir den Trip ins Ungewisse (a.k.a. Zugfahrt durch Polen ohne Ahnung wie... :)) zu wagen. Währenddessen wurden freundschaftliche Beziehungen zu den Esten geschlossen (Bleistifttausch), Hamburger mit Karten mit Bonuskosten verhauen etc. Dann verschwand der Rest, und ich begann meinen Rochester Draft. D.h. ich wollte. Zunächst einmal wurde eine viertelstündige Diskussion ins Leben gerufen, wer wo sitzt. Als dann Rickard Österberg seinen Pokal (und a bissl Geld obendrauf) entgegennahm, hatten sich alle darauf geeinigt, dass ich an Position 1 sitzen musste, und die jeweiligen Viertelfinalgegner direkt gegenüber. Im ersten Booster pickte ich den Shivan Emissary als einzige R oder B Karte über viel gutes U/W/G und alles sah gut aus, bis die Packs & besonders das Schwarz und Rot immer schlechter wurden. Spontan beschlossen die anderen fast einheitlich mal 4/5cg ohne weitere Manafixer zu versuchen und nahmen alles, was gut war.
So geschah es, dass mir alles vor der Nase von bisher NichtRotNichtSchwarz draftenden Leuten geklaut wurde. Ähnlich lief es auch in Planeshift. Dort entwickelte sich aber nach dem 3. Booster (und dem 2. Implode) ein wirrer LD-Plan. Natürlich tauchte keiner der elementaren Nightscape Familiar auf, und ich stand vor Apo mit 10/11 spielbaren Karten da. Als auch der Apo Booster 1 nix Ordentliches in B/R revealed, griff ich zum Vindicate, um wenigstens einen materiellen Wert mit nach Hause nehmen zu können. Gleichzeitig gab mir das die Möglichkeit ins Weiß zu springen (was ich am Anfang extra vermieden hatte, da eigentlich jeder außer mir in Weiß war. Aber es war auch fast jeder in U,R,B,G...)

2 Legionnäre, 1 Deso Giant, 1 Flagbearer etc. später war ich gar nicht mehr so unglücklich. Trotzdem kam ich nicht an den LDs vorbei. Ich beschloss, das durchzuziehen, auch weil mein Gegner im Viertelfinale ein sehr teures Deck (und sehr bunt dazu :)) gedraftet hatte. Ich packte also 6 potentielle LDs ins Deck und trat an gegen Boris-Mit-dem-unaussprechlichen-Nachnamen-aus-der-Ukraine-der-immerhin-Feature-Matches-beim-GP-hatte-und-bei-den-Worlds-den-Daniel-den-Zink-verhaun-hatte.

Spiel 1 gewann ich mit einem 4th Round Dwarven Landslide, der sein potentiell 5. Land für den Moat zerstörte. Vor Spiel 2 nahm ich erstmal einen Doppel-Mulligan, kam dann aber gut ins Spiel. Bei 3 Ländern und 3 Kavus blieb ich stehen. Boris hatte wieder nur seine 4 Länder, und als er im letzten Moment das 5. zog und Moat spielte, hatte ich das Vindicate schon parat... :) Damit war es nur noch ein Spiel, gegen Luca Irgendwas aus Italien.

Im ersten Spiel zog er fast nur Länder, ich fast nur schwarze Karten. Er halt die paar Kreaturen mehr, als ich Sümpfe. Am Ende starb ich mit 7 (von 8) schwarzen Karten auf der Hand, 6 (von 7) Gebirgen, 4 (von 4) Ebenen draußen und dem Potential von Removal für 2 Spiele...
Im zweiten Spiel hatte er dann den Normal Draw & ich den mit Doppel-Implode, Bloodstock & Giant und den 4 Ländern, zu denen sich keins mehr gesellen wollte. Sehr ungünstiger Zeitpunkt, um den Topdeck-Mode wieder abzulegen, aber was solls...

Danach sprintete ich mit Mike erstmal lockere 500m (er noch 200m mehr :)) zum Bus, der nicht wartete, dann fuhren wir mit dem Taxi zum Zug, in dem es nur teure Schlafwagenplätze gab... Wir hatten natürlich nur knappe 2h das Vergnügen eines Bettes. (Und die hübschen Mädchen im Nachbarabteil, während unter uns eine alte Oma schnarchte...)
Dann standen wir mitten in der Nacht auf dem Posener Bahnhof und mit uns ungelogen 200 andere Menschen, die auch prompt alle in unseren Anschlusszug wollten. Dementsprechend bekamen wir prima Gangplatz in unbeheiztem Hänger. Wir froren und jeder Knochen tat weh, aber lustig war es doch. Außerdem haben wir so glaube ich jeden Mitfahrer kennengelernt, so oft, wie wir auf stehen mussten, damit jemand zum Klo laufen konnte. Danach fuhren wir von Breslau nach Görlitz, wobei wir natürlich noch den polnischen Schaffner bestechen mußten, da wir die 500m von Zgorzelec nicht bezahlen wollten... :( In Görlitz dann wollten die noch 2,50 pro Nase extra zum Sachsenticket, weil das erst ab 9.00 Uhr gilt. Wann fuhr unser Zug? 8.58 Uhr... (Haben wir natürlich nicht bezahlt.)
Nun gut... Irgendwie kam ich dann im verregneten Leipzig an, so gegen 13.00 Uhr. Doch damit war ich noch nicht zu Hause, da selbstverständlich gerade da die Bahnen ausfallen mussten & ich im Regen laufen durfte. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich keine Jacke dabei hatte??? Aber was interessiert Euch schon mein Elend? Nun gut, ich hab's überlebt und mich nicht mal erkältet. Und damit endet recht abrupt dieser Epos, und ich hoffe, ich konnte ein wenig von der Stimmung, die die Fahrt ausmachte, herüberretten. Ich denke (auch wenn es sicher nicht einfach war...), dass es auf jeden Fall ein Erlebnis war, zu dem ich nur allen raten kann. In diesem Sinne: Macht's gut!

Props:

  • MagicSpieler/u.v.a.innen aus Estland... witzig, mulitikulturell & wirklich hübsch anzuschaun...
  • Mike, für die Organisation... war wirklich nicht alles spitze, aber er hat genug Haue bekommen & das hat er bestimmt nicht verdient... außerdem für's Warten am Sonntag
  • Kai Budde... im Viertelfinale bei den Trials ham sie NY-Ergebnisse bekanntgegeben... war einfach nur unglaublich... Außerdem ist er ja manchmal in meinen Reports etwas... äh... unglücklich weggekommen, was wirklich nie persönlich gemeint war!

Slops:

  • Polnisch Schlafwagenverwalter... ist es wirklich zuviel verlangt, 2 hungernden, frierenden, aber unglaublich netten Deutschen (das waren Mike & ich :)) ein kostenlosen Plätzchen zu gewähren?
  • Pizza Hut - Portionen... ihr seid einfach nur niedlich... Wann sonst bestellt man Spaghetti & Canelloni und isst dann noch die Pizza-Reste der anderen???
  • IBC... dazu gibts keine Erklärung mehr...

Michael Diezel, 26. Juli 2010


Kommentar von Gunnar am 27. Juli 2010

...hatten unsere Testobjekte schwer zu kämpfen, die Testprodukte nicht wieder hervorzuwürgen,....

epic (;


erinnert Stark an den Krakau Trip. Der Lief wohl nur etwas glatter ab, weil ihr mit diesem Warschau Trip schonmal vorher geübt hattet .... (;

Kommentar von Mike am 27. Juli 2010

Ah, das war doch mal ein GP!

Sicherlich keine planerische Glanzleistung von mir, aber lustig wars trotzdem! Krakau war definitiv entspannter.

Danke Martin fürs Ausgraben!

Kommentar von Der MiDi am 28. Juli 2010

Hehe, die Zugfahrt mit dem Mike ist sicherlich in den Top10 meiner GP-Highlights...

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