Bericht Sommerturnier Dresden
So, wie war das denn nun am Sonntag genau? Nachdem uns die Elbe den Bärenzwinger unter Wasser gesetzt hatte und ein Magicturnier bei Bärengestank auch im Freien unmöglich erschien, sahen schon viele von uns das größte Magicturnier Dresdens, flußabwärts gen Hamburg schwimmen. Leider konnten wir und die Leute vom Club das nicht zulassen. Ausserdem wäre ein Turnier von etwa 40 - 50 Mann in Hamburg eh nur eine Randerscheinung gewesen. Deshalb entschlossen wir uns das Ganze, dem Zeitgeist entsprechend, in das Haus der Begegnung zu verlegen, weil ja in letzer Zeit soviel von Solidarität und Miteinander gesprochen wird. Und wenn man schonmal im Haus der Begegnung ist, dann ist es bis zu Magic-die-Zusammenkunft nicht mehr so weit.
Pünktlich wie immer um 10.00 Uhr, als sich dann endlich der Knut aus dem Bett geschält hatte, stand eine junge Horde (Michael S. ausgenommen) bereit, um sich grün-blaue Decks um die Ohren zu hauen. An der Verzögerung war natürlich nicht der Knut schuld, sondern Compaq <eingetragenes Warenzeichen>, die so 'ne Feststelltaste auf dem Laptop installiert hatten, die ich nicht kannte. Weiß von euch jemand was FN bedeutet. Bei mir heißt das Friday Night! Als nächstes mußte ich leider feststellen, dass man ein k.O.System schlecht mit 27 Mann spielen kann, deshalb habe ich dann mal kurz in L.E. angerufen und siehe da, es purzelten sieben gutaussehende, nette (Nein - das meine ich jetzt wirklich ernst) junge Männer (warum spielen eigentlich so wenig gutaussehende Frauen Magic?) in den Raum, so dass der Tom sein Freilos gleich mal vergessen konnte und wir mit 32 (man bemerke: 2^5) Leuten in die erste Runde starten konnten.
Nachdem die ersten 16 Random Scrubs, unter ihnen auch Chicken und Karin (tut mir ECHT leid, aber Senftenberg hat sich ja in Runde 2 an Janko revanchiert), von den Tischen entfernt waren, begannen dann auch die Einschreibungen für das Odyssey und das Tempest Sealed. Und zur Strafe konnten dann gleich mal die oben beschriebenen diese Turniere leiten (@Karin: Dein Dankeschönsteak lassen wir uns morgen gut schmecken oder sollen wir es einwickeln und deiner Chefin mitgeben?). Gewinner beim Odyssey Sealed wurde Daniel Siedentopf gefolgt von Slavtscho Slawtschew (was für ein fremder Name) und Sebastian Krüger. Beim Tempest Sealed mit einem Starter Tempest und 2 Boostern Stronghold gewann Michael Diezel gefolgt von Martin Hamann und Stefan Rentzsch. Leider kann ich hier keine Spielsituationen oder Kombos nennen, die gespielt wurden, da ich die 10 Flying Bockwürstchen an den Mann bringen und nebenbei noch das Tankstellenbier vernichten mußte. (Hat eigentlich jemand den Schalter für die Klimaanlage gefunden?) Bei den Würstchen sind wir dann auch gleich beim Mittag und Mittag heißt im allgemeinen Halbzeit.
Das bedeutet nun folgendes: Der Sebastian G. sitzt im Viertelfinale Valentin Schneider gegenüber und irgendeine größere Macht sagt mir, dass ich mal auf die Uhr schauen sollte: Time Out, die Herausforderung für jeden Turnierleiter in einem k.O. System, vor allem, weil es 1 : 0 gegen Sebastian G. stand. 5 Extra Turns waren angesagt, denen ich zwar beiwohnen konnte (meine Würstchen hatte ich ja verkauft), aber mehr als dass da die Psychatog sich angesehen, drei FoF's gegen Memory Lapses durch die Gegend flogen, alles geaetherbursted wurde, ein Burning Wish den NICHT spielentscheidenden Pyroclasm holte und der Sebastian immer sehr überlegen dreinschaute, habe ich von dem Spiel nicht verstanden. Kurzum der Basti hatte zum Ende hin zu wenig Karten im Grab und gesellt sich zu den Ausgeschiedenen, was mir einige Arbeit abnahm.
Um Platz fünf spielten dann Sebastian Grond, Paul Wache, Andreas Sagner und Frank Tschirner. Zu guter letzt gewann dann der Basti einen Booster als fünfter. Die anderen von Platz vier nach eins ... Frank Scholze, Valentin Schneider, RSR (Random, Randy, Ruhrpott oder kann mir das mal einer erklären Sebastian Richter) und Mario... eigentlich, aber da war ja noch die Sache mit dem Würfel. Der Würfel hatte nämlich entschieden, dass ein Schwarz - Rotes Braids Deck nie und nimmer gegen ein Psychatog gewinnen kann und deshalb gewann das Turnier der Sebastian Richter vor dem El Mario. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH nach L.E.!
Die beiden ersten durften dann in das Top 8 Draft der Dresdner besten Magicspieler einziehen, wobei der Mario auf seinen Platz verzichtete und dafür als Ersatz den Basti bestimmte. Aber dazu später! Inzwischen hatten wieder viele Leute Langeweile und Lust auf neuen Spielespaß. Deshalb wurde kurzerhand noch ein Odyssey Draft ausgerufen, was der Paule, gemäß dem Motto: Wer schiedst, der bleibt - oder wenn jemand recht hat, dann der SchieRi!, für sich entscheiden konnte. Zweiter und Dritter wurden Andreas Sagner und Valentin Schneider. Für unsere Fun Spieler haben wir dann noch ein 4te Edition, Renaissance, Alliances Boosterdraft angesetzt.
Aufgrund von Gründen, die hier ungenannt bleiben möchten (es war, na sagen wir, peinlich) wurde dieses Turnier abgeblasen und ein Sealed (ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass Sealed - Sield und nicht Sell-it gesprochen wird) mit 57 karten (2 Booster 4te Edition, 2 Booster Renaissance, 1 Booster Alliances) gespielt. Naja es war dann auch eher Random oder besser gesagt vorhersehbar das dabei nicht viel herauskommt. Hier nur zwei Beispiele, denen ich beiwohnen durfte.
Chicken alias Demi verpasst seinem Gegner mittels einer beschwörten Moorviper 6 Poisoncounter und eines danach gelegten Grubenscorpiones einen weiteren und gewinnt das Damage Race leider schon vorher, weil der Gegner kein Removal im Deck hatte, bis auf ein Crumble, was erfolgreich ein Phyrexian War Beast beseitigen konnte. In der darauffolgenden Runde fügte Chicken dem Gegner mit ganz fürchterlich unheilig verstärkten Vampierfledermäusen 17 Schaden zu, bevor dieser eine Antwort gefunden hatte. Davon erholt sich auch der beste RG-Beatdownspieler nicht! Gewinner wurde zum zweitenmal an diesem Tag der MiDi mit der sagenumwobenden Kombo: 44 Karten im Deck, einmal verborgenes Wissen und Sustaining Spirit --- also Leute spielt nie mit 57 Karten, auch wenn's dadurch billiger wird. Zum Schluß noch die Standings im Top 8 Draft:
Bester Dresdner Spieler: Mario Zemke vertreten durch Sebastian Grond
Zweitbester Dresdner Spieler: Martin Grimm
Drittbester Dresdner Spieler: Stefan Rentzsch
und dann auf den Plätzen RSR (L.E.), Eric Winkler, Frank Tschirner (SFB), Frank Morgenstern und Julian Eberius.
Ich hoffe es hat allen gefallen, bedanke mich nochmals bei Karin Sander (deren Steak wir morgen essen oder einwickeln?),
Chicken, Paule, Frank, die die Turniere geleitet haben.
Den Leipzigern für die gespendeten Karten, damit der Club bald wieder steht und allen anderen dafür, dass ihr dagewesen seid und Commons, Uncommons und Rares einfach gespendet habt.
Bis demnächst zum OBC in der Bierstube oder vielleicht in Hamburg.



