Reya Dawnbringer

Magic the Gathering in Dresden und Umgebung

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Proxies in allen Formaten

Enrico Pfau schreibt am 15. Mai 2008 um 15:27 Uhr:

Es ist nun an der Zeit das Thema, wie schon öfters im Dresden Open Thread zu lesen war, in einem anderen Thread zu diskutieren.
Es ist klar, dass es sich hier nur um nicht-sanktionierte Turniere im constucted Format handeln kann.
Ein großes Problem sehe ich am Umfang der zu proxenden Karten, die je im T1 auch die Power und Semi-Power einschließt. Auch hier sollte es Regeln geben, zu welchem Turnier diese Art von Karten geproxt werden darf und wann nicht. Sonst sehe ich teilweise einen Verlust in der Vielfalt (wobei ich nicht sagen will, dass die Vielfalt bei Powered Decks zu niedrig ist).

Der MiDi schreibt am 15. Mai 2008 um 16:24 Uhr:

Prinzipiell glaube ich nicht, dass es richtig wäre, häufiger und verstärkt Proxies bei Turnieren zuzulassen.
Bei den DD Open war es wirklich die Kombination aus dem Termin (nur wenige Tage nach Erscheinen einer neuen, großen Erweiterung) und zeitliche Nähe zu den Regionals, die zu dieser (Ausnahme-)Regelung geführt haben.
Mittlerweile würde ich auch eine andere treffen, etwa SHM-Proxies-only oder so, um wirklich das angesprochene Problem auch zu lösen und nicht den Spielern die spannende Sorge abzunehmen, ob man denn das Deck zusammen bekommt oder nicht. Da hat zu dem Zeitpunkt keiner daran gedacht :)
Wäre das Turnier auch nur 1 Woche später gewesen hätten wir es wahrscheinlich völlig ohne jede Form von Proxies laufen lassen. Ich erwähne das jetzt nur noch mal, um klar zu machen, dass es gerade in Formaten wie Standard oder Block Constructed sicher auch weiterhin nur in vergleichbaren Ausnahmefällen eine ähnliche Regelung geben wird.
Legacy und Extended sehe ich ähnlich, einzig bei T1 erkenne ich einen gewissen Sinn in den Proxies, da das Format sich ja eben durch die unbezahlbaren Karten von Legacy abhebt. Geht man davon aus, dass diese aber kaum jemand hat, bestehen für mich quasi 2 Möglichkeiten: Entweder Proxies zulassen oder aber einfach Legacy ansetzen.
Nun sind T1-Turniere ja auch keine alltägliche oder sonderlich turnierrelevante Sache, also wahrscheinlich Proxies.
Ansonsten wie gesagt nur in Ausnahmefällen, die wohl auch eher nicht verallgemeinert werden können. Ich denke aber, dass die ganze Problematik sowieso nur einen Bruchteil der Turniere betrifft, da ja die Anzahl der Wotc unabhängig durchgeführten Turniere durchaus überschaubar ist - und das ist nun mal die Grundvoraussetzung um überhaupt an Proxies denken zu können.

Michael Siedentopf schreibt am 16. Mai 2008 um 09:02 Uhr:

Natürlich könnte man sich überlegen ob man vor relevanten Grossereignissen die den Regionals ähnlich sind (GPs in Deutschland, PTQs in Sachsen) jeweils oder hin und wieder ein passendes Vorturnier (Test-Veranstaltung) im gleichen Format ansetzt und dort auch Proxies zulässt (Vorlauf etwa 2 Wochen).

Im T1 sollte man Proxies zumindest bei jedem 2. Turnier zulassen, dort aber auch auf eine sinnvolle Anzahl beschränken (10 erscheint hier gut, Power+1 zusätzliche Karte oder eine Aauswahl von Pauer und ein Playset von >Hier teure Karte die nicht restricted ist einfügen<).

Inwiefern solche Fun-Turniere dann angenommen, also besucht, werden, muss dann über ihre Zukunft entscheiden.

Olaf schreibt am 16. Mai 2008 um 16:22 Uhr:

Im anderen Thread wurden ja schon eine Reihe Argumente zusammengetragen. Aus meiner Sicht stellt es sich folgendermassen dar:
1. Wer testen will, kann das prinzipiell auch ohne Turnier und mit soviel Proxies wie wer will. Die Bedingungen bei einem "Testturnier" dagegen sollten so real wie möglich sein - das schliesst Proxies IMHO aus.
2. Unabhängig von 1. sollte man immer sehr genau überlegen, welchem Turnier man den Stempel "Testturnier" aufdrückt. Die DD Open, bei denen es um Geld geht, waren und sind es nicht.
3. Legacy und v.a. Vintage läuft dagegen für mich unter "Fun". Gg. gelegentliche Proxies auf diesen Turnieren hätte ich nichts einzuwenden (im Ggt., da würde ich dann vllt. auch mal mitspielen).
4. Die Wizards-Politik (bzw. die Kapitalismus-Kritik) bzgl. des Legalisierungs-Datums hat sich im Laufe der vorherigen Diskussion als irrelevant herausgestellt, als klar wurde, dass die Leute wohl eher Tarmogoyfs (wer spielt den denn in T2?) oder Mutavaults proxen werden.
5. Vermehrte Turniere mit 'in-Print'-Proxies entziehen Witzards letztendlich die Geschäftsgrundlage. Das kann keiner wollen.

Ich stehe also auf MiDi's Standpunkt bzgl. der Zukunft: Extended, Block, T2, Limited ;-) -- keine Proxies. Never. Bzgl. vergangener Entscheidungen halte ich die DD-Open-Pro-Proxy-Regelung für einen Fehler und würde sie auch bei einer Beschränkung auf SM dafür halten.

Ciao Olaf

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